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Fasching, Fastnacht, Karneval

Lehrstuhl für Europäische Ethnologie präsentiert Objekte aus Kitzinger Fastnachtmuseum

Die Passionsspiele Oberammergau und die Limmersdorfer Lindenkirchweih (Landkreis Kulmbach) sind es schon, der Brauchkomplex „Fasching, Fastnacht und Karneval“ mit seinen lokalen Varianten, zum Beispiel Fasnet, Fasnacht, Fassenacht, Fastelovend oder Fasteleer, könnte es bald werden: Teil des immateriellen Kulturerbes. Er gehört zu den insgesamt 21 Traditionen, die der Deutschen UNESCO-Kommission dieses Jahr vom Freistaat Bayern für die Aufnahme in das Bundesverzeichnis vorgeschlagen wurden. 

Der Lehrstuhl für Europäische Ethnologie an der Universität Bamberg hat diese Nominierung zum Anlass genommen, um Masken, Figuren, Mützen, Schellen und andere Objekte aus dem Deutschen Fastnachtmuseum in Kitzingen am Main für eine Präsentation nach Bamberg zu holen. Die Entscheidung über die endgültige Aufnahme in das Bundesverzeichnis fällt zwar erst im Frühjahr 2017, doch Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Heidrun Alzheimer möchte auf den Brauchkomplex bewusst jetzt aufmerksam machen. „Seine Nominierung für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes stärkt das Bewusstsein dafür, dass Fasching über seine jahreszeitliche Bedeutung hinaus wie andere kulturelle Traditionen auch identitätsstiftend und stabilisierend wirkt“, erklärt die Wissenschaftlerin. „Der Wert gemeinsamer Rituale zeigt sich gerade in Krisenzeiten. So haben sich die Narrenzünfte 2016 bemüht, die Flüchtlinge mit heimischen Bräuchen bekannt zu machen und über die Kulturen hinweg einen Dialog über Funktion und Bedeutung von Bräuchen anzustoßen. Mit unserer Präsentation möchten wir dazu ebenfalls einen Beitrag leisten.“ 

Die Objekte sind noch bis zum 31. Juli 2016 im Universitätsgebäude Am Kranen 12 im 2. Obergeschoss zu sehen. Das Gebäude ist von Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Am 1. Juni hält Dr. Dagmar Hänel, Leiterin der Abteilung Volkskunde am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn, ergänzend zur Präsentation einen Gastvortrag zum Thema „Von Krisenritualen und ritualisierten Krisen. Zur Funktion von Bräuchen, Traditionen und Regionalität in unsicheren Zeiten“. Der Vortrag findet ebenfalls im Universitätsgebäude Am Kranen 12, Raum 02.18, bei freiem Eintritt statt. Beginn ist 20 Uhr. Zu Ausstellung und Vortrag ergeht herzliche Einladung!

Weitere Informationen zu Ausstellung und Vortrag unter:

www.uni-bamberg.de/euroethno/aktuelles/artikel/gastvortraege-im-ss-2016 www.uni-bamberg.de/euroethno/transfer/kooperationen

Foto „Ausstellung Fastnacht_1“:(166.0 KB) Bis zum 31. Juli zeigt die Ausstellung an der Universität Bamberg Masken, Figuren, Mützen und andere Objekte aus dem Deutschen Fastnachtmuseum.

Foto „Ausstellung Fastnacht_2“:(177.2 KB) Mit der Kölner Karnevalsreform 1823 wurden Karnevalsorden als Karikatur militärischer Orden eingeführt. Bald wurden sie mit gleichem Ernst getragen wie ihre Vorbilder. Hier ein Orden der "Öcher Duemjroefe 1953 e.V.", die seit 2003 als offizielle Garde der Stadt Aachen fungiert.

Quelle der Fotos: Heidrun Alzheimer/Universität Bamberg

Weiterführende Informationen für Medienvertreterinnen und -vertreter:

Kontakt für inhaltliche und organisatorische Rückfragen zur Präsentation:
Prof. Dr. Heidrun Alzheimer
Inhaberin des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie
Tel.: 0951/863-2328 od. -2329 (Sekr.)
heidrun.alzheimer(at)uni-bamberg.de

Medienkontakt:
Tanja Eisenach
Pressereferentin
Tel.: 0951/863-1023
medien(at)uni-bamberg.de