Patrick Reitinger M.A.

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Institut für Geographie
Professur für Historische Geographie
Am Kranen 12
D-96047 Bamberg

Telefon: +49 951 863 2378
Fax: +49 951 863 2963
E-Mail: patrick.reitinger(at)uni-bamberg.de


Forschungsschwerpunkte

  • Historisch-Geographische Ostmitteleuropaforschung
  • Wissenssoziologische Raum- und Zeitforschung
  • Politik und Recht in Gesellschaft und Raum

Kurzbiographie

Patrick Reitinger promoviert seit 2018 im Fach Historische Geographie. Er studierte zuvor Staatswissenschaften und Sozial- und Bevölkerungsgeographie in Passau und Bamberg. Er ist assoziiertes Mitglied der Herder Institute Research Academy (HIRA) am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg und Lehrbeauftragter an der Professur für Historische Geographie der Universität Bamberg sowie am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen an der Universität Passau. Zwischen Juli und September 2019 ist er Gastwissenschaftler am Collegium Carolinum in München, ab Januar 2020 am Historical Geography Research Center der Karls-Universität Prag.

Ausführlicher Lebenslauf, inkl. Vortrags- und Publikationsverzeichnis(58.8 KB)


Promotionsprojekt

Politisches Denken und räumliche Praxis. Eine Beziehungsgeschichte der bayerischen und tschechischen Raumpolitik im 20. Jahrhundert

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Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes steht die Frage, wie die Raumpolitiken in der gemeinsamen Grenzregion Ostbayerns und Westböhmens in der Zwischenkriegszeit (1918-1938) zueinander in Beziehung standen. Mit den staatlich-territorialen Veränderungen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs sind neue Grenzsituationen entstanden, die sich in Bayern und der Tschechoslowakei unmittelbar auf den gemeinsamen Grenzraum auswirkten. Auf der bayerischen Seite dominierten schon bald die Diskurse über die sogenannte Grenzlandproblematik in den wenig entwickelten, ländlich-peripher gelegenen Gebieten, auf der tschechoslowakischen Seite spielte der Umgang mit der stark deutschsprachigen Bevölkerung im Grenzgebiet im Kontext des Nationsbildungsprozesses eine zentrale Rolle. Diese Phänomene sind bisher vor allem getrennt bearbeitet, jedoch noch nicht in einem historisch-geographischen Sinne zusammen und im Hinblick auf ihre grenzüberschreitenden Bezüge untersucht worden.