Firmenansicht der Aktienfärberei Münchberg, Giesecke & Devrient, Leipzig, um 1880, Slg. Klaus Foerster

- Professur für Historische Geographie

Textilindustrie in Oberfranken: Wirtschaftliche und sozialhistorische Entwicklung des Münchberger Raums

Vortrag von Adrian Roßner im Oberseminar der Historischen Geographie am 25. April 2019 von 16:15 Uhr bis 17:45 Uhr in KR1/00.05

Allzu viel Zeit ist noch nicht vergangen, seit in der Münchberger Region die Schlöte unzähliger Fabriken rauchten und von einer emsigen Geschäftigkeit kündeten. Allein im Stadtgebiet existierten mehrere Betriebe von Weltrang, die sich allesamt auf die Textilindustrie (insbesondere die mechanische Buntweberei) und die ihr zuarbeitenden Gewerke spezialisiert hatten. Ausgehend von der händischen Flachsverarbeitung während des Mittelalters hatte sich im hier 18. und 19. Jahrhundert ein starker Wirtschaftsraum entwickelt, der sich durch den Bahnanschluss 1848 und den Einsatz moderner Maschinen grundlegend veränderte. Jene infrastrukturellen und wirtschaftlichen Strukturen der Moderne stehen - wie auch die damit einhergehenden gesellschaftlichen Wandlungen - im Mittelpunkt der Forschungsarbeit.