Das Vogtland-Jahrbuch

- Professur für Historische Geographie

Die ewig Gestrigen? (Re)konstruktionen von "Heimat" in vogtländischen Heimatjahrbüchern 1894-2018

Vortrag von Anna Regener im Oberseminar der Historischen Geographie am 17. Januar 2019 von 16:15 Uhr bis 17:45 Uhr in KR1/00.05

Heimatbücher gelten als eine „der vitalsten und langlebigsten Publikationssorten regionalkundlicher Literatur im deutschen Sprachraum“[1] und bekamen dennoch bisher wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Ein Beispiel ist das Heimatjahrbuch aus dem Vogtland. Es soll untersucht werden, wie und ob sich mehrfach veränderte politische Systeme auf die vermittelten Geschichten, Motive, Werte und Interpretationen auswirkten. Welche Historisierungen, Identitätsanker und Mystifizierungen sind dabei auszumachen, wie wird auf Veränderungen der Nahwelt reagiert und was bedeutet dies für das Verständnis von Heimat? Eine vielschichtige Analyse der Artikel der Heimatjahrbücher im Kontext ihrer Entstehung soll hierauf Antworten finden.


[1] Faehndrich, Jutta (2011):  Eine endliche Geschichte. Die Heimatbücher der deutschen Vertriebenen. Köln/Wien: Böhlau. S. 53