Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Geschichte Mittel- und Osteuropas

Zukunftsvorstellungen, Technikutopien und die reflexive Moderne. Die technische Intelligenz und ihre Horizonte im Europa 1960er bis 80er Jahre

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich einerseits mit Zukunftsvorstellungen und Technikutopien der technischen Eliten und den von ihnen angestoßenen technokratischen Modernisierungsdiskursen. Die Entstehung eines Expertentums mit hohem Deutungsanspruch soll als gesamteuropäisches Phänomen betrachtet und die zahlreichen transnationalen Austauschbeziehungen untersucht werden. Andererseits gilt es, auch jene Gegenstimmen, die schon früh von „Grenzen des Wachstums“ sprachen, in ihren grenzüberschreitenden Verflechtungen zu beleuchten. Der Schwerpunkt widmet sich somit dem Aufkommen einer reflexiven Moderne im europäischen Kontext und fragt nach den europaweiten Zirkulationen von Zukunftsvorstellungen, den Transfers von Fortschrittsbildern und -kritiken sowie den kommunikativen Wechselwirkungen von einzelstaatlichen Öffentlichkeiten. Dabei sollen gerade auch die Debatten um den sich wandelnden Charakter einer urbanisierten Gesellschaft sowie die Transformation des (groß)städtischen Raums im Zentrum der Untersuchung stehen.

Im Dezember 2016 fand die Veranstaltung "Blockübergreifender Wissensaustausch im Kalten Krieg" im Rahmen der Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte statt. Ausführlicher dazu unter: http://www.berlinercolloquien.de/colloquien/wissenszirkulation/