STeP

Studierende fördern Schülerinnen und Schüler. Verzahnung von Theorie und Praxis – Aufbau von Kompetenzen zur Diagnostik, Intervention und Förderung

Leitung: Dr. Bettina König und Prof.‘in Dr. Marianne Schüpbach

Was ist STeP?

Die Kooperation von Theorie und Praxis ist im Rahmen des Professionalisierungsprozesses angehender Grundschullehrkräfte elementar. Das Projekt STeP möchte die enge Verzahnung von Theorie und Praxis aufzeigen und das in der Universität erworbene Wissen als notwendige Basis für späteres Handeln im Alltag sichtbar machen. Ziel ist es, in einem ausgewählten grundschulpädagogischen Hauptseminar grundlegende Kompetenzen zur Diagnostik, Intervention und Förderung zu erwerben und diese anschließend konkret mit je unterschiedlichen Schwerpunkten in der Praxis umzusetzen. Dabei können in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kooperationspartnern je individuelle Förderschwerpunkte im Schriftspracherwerb gesetzt werden.

In innovativen Kooperationsschulen bzw. -Klassen wird für Studierende die Möglichkeit geschaffen, Kinder einzeln oder in Kleingruppen zu fördern. Im Austausch mit der Klassenlehrperson erhalten die Studierenden lernspezifische Informationen über das Kind und dessen Lernstand, wobei in diesem Kontext Stärken des Kindes ebenso thematisiert werden wie mögliche Förderaspekte. Den daraus resultierend formulierten Hypothesen über die Ursachen einer Lernhemmung schließt sich eine Diagnostik durch die Studierenden an. Die so gewonnenen Ergebnisse sind Basis für die folgende Planung und Durchführung der Fördereinheiten, die von den Studierenden in enger Kooperation mit der Dozentin des universitären Begleitseminars gestaltet werden. Im Verlauf der Fördereinheiten reflektiert das Kind begleitend seinen eigenen Lernprozess und erhält wertvolle Impulse und Anleitung, auch nach Abschluss der Fördereinheit kompetent mit eigenen Stärken und Schwächen umzugehen. Abschluss der Einheit bildet der erneute Austausch mit der Klassenlehrkraft, in dem die Studierenden die Ergebnisse der Diagnostik und Intervention rückmelden. Die Kooperation zwischen Klassenlehrperson und Studierenden schafft Möglichkeiten zur Individualisierung, generiert zusätzliche zeitliche wie personelle Förderkapazitäten und bietet neue Impulse sowie diagnostische Erkenntnisse für die Lehrperson.

Wir suchen interessierte Studentinnen und Studenten!

Das Projekt richtet sich an sozial engagierte Studierende, die ein spezifisch ausgeschriebenes Seminar besuchen und im Verlauf des Semesters die vermittelten theoretischen Erkenntnisse zur Diagnostik und Förderung im schriftsprachlichen Anfangsunterricht der Grundschule praktisch erproben und anwenden möchten. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Grundstudium.

Studierende, die im Projekt teilnehmen, besuchen das Begleitseminar am Lehrstuhl Grundschulpädagogik und -didaktik und erwerben grundlegende Kompetenzen zur Diagnostik, Intervention und spezifische Kenntnisse der schriftsprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern und setzen diese über mindestens acht Einzelfördertermine in der Schulpraxis ein. Die Dokumentation des förderdiagnostischen Prozesses wird als wesentlicher Bestandteil der Seminarleistung angerechnet.

Wir suchen Kooperationsschulen!

Sie sind eine innovative und offene Schule, die ihren Schülerinnen und Schülern über einen Zeitraum von einigen Wochen individuelle und kostenfreie Förderung unabhängig vom Klassenlehrplan ermöglichen möchte?

Sie sind eine Lehrperson, die offen ist für Neues und den Austausch mit angehenden Lehrkräften im Studium sucht?

Werden Sie Kooperationsschule! Die geographische Entfernung zur Universität Bamberg ist dabei nicht von grundlegender Bedeutung. Wir vermitteln gerne Studierende aus Ihrer Region. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und informieren Sie sich über bisherige Erfahrungen.

Kontakt

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

Dr. Bettina König
Markusstraße 8a
96047 Bamberg

Tel.: 0951/863-1835
bettina.koenig(at)uni-bamberg.de