Grundschulpädagogik-Seminar "Modelle am Schuleingang: Beispiele in der Schweiz (inkl. Exkursion in die Schweiz)" vom 12. -16.11.2018

Einblicke in die Schweiz-Exkursion

25 Grundschullehramts-Studentinnen der Universität Bamberg nahmen gemeinsam mit ihrer Dozentin Frau Prof. Dr. Schüpbach an einer Exkursion in die Schweiz teil. Innerhalb von fünf Tage erhielten sie vielfältige Einblicke in ausgewählte Schulsysteme und Ausbildungskonzepte sowie die städtische und landschaftliche Schönheit des Landes.

Während dem Aufenthalt an unserem ersten Reiseziel Bern, der Hauptstadt der Schweiz, zeigte sich die Schweiz von ihrer schönsten Seite. Bei traumhaftem Panorama erkundeten wir die Altstadt und rundeten den ersten Reisetag mit einem leckeren, gemeinsamen Abendessen nach Schweizer Küche (Rösti, Raclette und Fondue) und dem spektakulären Lichtspiel „La Petit Prince“ am Bundeshaus ab.

Einblicke in ein besonderes Schulsystem erhielten wir am nächsten Tag bei dem Besuch an der Primarschule Köniz- Buchsee. Der Schulleiter Herr Mosimann erklärte uns zunächst grundlegende Ideen der Schulentwicklung. Das Besondere an dem dortigen Schulprofil ist die Basisstufe, bei welcher die Kinder zwischen vier und acht Jahren von zwei Lehrkräften (Teamteaching) gemeinsam unterrichtet werden. Erfahrungen in dieser Unterrichtspraxis sammelten wir durch Hospitationen in ausgewählten Klassen der Schule. Eine abschließende Diskussionsrunde mit dem Schulleiter führte zu einem tiefgreifenden Verständnis des Schulprofils und einer kurze Reflexion der persönlichen Hospitationserfahrung.
Einen kulturellen Einblick in die Stadt Bern ermöglichte uns im Anschluss daran die geführte Stadtrundfahrt, bei der wir interessante Fakten über die Altstadt, das Bundeshaus und nicht zuletzt das Paul-Klee-Museum hörten.

Am folgenden Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem zweiten Reiseziel: Zürich. In dieser Stadt stand der Besuch der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) im Vordergrund. Nach der freundlichen Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Schmid (Fachbereichsleiter Entwicklung und Berufsidentität) stellte uns Frau Tuggener (Leitung Berufspraxis Eingangsstufe) den Studiengang „Kindergarten- und Unterstufe“ vor. Dieser Vortrag veranschaulichte uns den berufspraktischen Ausbildungsweg der Studenten/Innen und die hochschulinterne Ziel(um)setzung der Verknüpfung von Theorie- und Praxiserfahrungen in der Phase des Studiums.
Die Gastfreundlichkeit der Schweizer durften wir nicht zuletzt bei dem leckeren „Zmittag“ in der Mensa erleben, zu dem wir großzügiger Weise eingeladen wurden.
Auch am Nachmittag hielten wir uns an der PHZH auf: Frau Hartmann vom Volksschulamt des Kantons Zürich stellte uns zunächst den aktuellen Schulversuch „Fokus starke Lernbeziehung“ vor, bei welchem die Herausforderung der zunehmenden Heterogenität innerhalb der Klassen durch einen Wandel der Lehrformen (Teamteaching) ausgeglichen werden soll.
Im Anschluss daran folgte eine Informationsveranstaltung zur Thematik „Modelle am Schulanfang in Deutschland“, die wir durch wissenschaftliche Plakate und Kurzvorträge im Voraus für Interessierte der PHZH vorbereitet hatten. Durch die Vorträge und weitere Austauschmöglichkeiten erhielten die Teilnehmenden Einblicke in ausgewählte Schulmodelle in Deutschland.
Den Abend begannen wir mit einem Apéro gemeinsam mit den Studenten/Innen, die uns für die zwei Übernachtungen in Zürich bei sich zu Hause aufnahmen. Bei dem anschließenden Besuch in einer Zürcher Studentenbar ließen wir den Tag gemütlichen ausklingen.

Der nächste Tag startete mit dem Schulbesuch im Schulhaus „Nordstraße“, bei dem uns der Schulleiter Herr Gerber zu Beginn das Schulkonzept vorstellte. Die Idee dieser Primarschule liegt in dem jahrgangsgemischten Unterricht, der sich den individuellen Entwicklungsständen und Bedürfnissen der Kinder anpasst. Die Umsetzung in der Praxis erlebten wir bei der anschließenden Hospitation in den Klassen. Auch hier ermöglichte uns eine abschließende Diskussionsrunde mit Herr Gerber ein tiefgreifendes Verständnis des Schulprofils.

Den inhaltlichen Abschluss unserer Exkursion bildete die gemeinsame Reflexionsrunde mit Frau Prof. Dr. Schüpbach und Herrn Prof. Dr. Schmid an der PHZH, bei welcher wir die gesammelten Eindrücke austauschten und reflektierten. Den restlichen Nachmittag durften wir selbstständig gestalten und erkundeten die vielfältigen und schönen Ecken der Stadt Zürich. Zum Ausklang des Abends erhielten wir eine Einladung zu einem Fachschaftsevent der Studenten/Innen, an welchem wir mit großer Freude teilnahmen.

Diese Tage der Schweiz-Exkursion waren für jede Einzelne von uns eine inspirierende und horizonterweiternde Erfahrung für unser Studium und die Zukunft als Lehrkräfte.

 

Viktoria Bock