Grundschulpädagogik-Seminar "Modelle am Schuleingang: Beispiele in der Schweiz (inkl. Exkursion in die Schweiz)" vom 06. -10.11.2017

Pünktlich um 8:30 Uhr ging es am Montagmorgen mit dem Bus in Richtung Schweiz. Neben Frau Prof. Dr. Schüpbach hatten sich dieses Jahr 28 Bamberger Studierende aufgemacht, verschiedene Modelle der Primarstufe unseres Nachbarlandes kennenzulernen. Nach einer knapp achtstündigen Busfahrt kamen wir in Solothurn an, wo wir für die folgenden zwei Tage in der Jugendherberge unterkommen würden. Der erste Abend endete mit einem gemeinsamen Rösti-Essen, welches uns geschmacklich auf die Woche in der Schweiz einstimmte.

Am kommenden Tag mussten wir schon früh aufbrechen, da schon zur ersten Schulstunde unsere Hospitation in der Primarschule Köniz-Buchsee begann. Dort konnten wir mehrere Stunden die sogenannte Basisstufe miterleben, eine jahrgangsgemischte Klassenform mit Schülerinnen und Schülern im Alter von 4 bis 8 Jahren. Anschließend stellte der Schulleiter, Herr Mosimann, dieses aus deutscher Sicht außergewöhnliche Konzept etwas genauer vor und stand unseren vielen Fragen Rede und Antwort. Den Rest des Tages verbrachten wir in der nahegelegenen Hauptstadt der Schweiz: in Bern! Neben einer eigenständigen Erkundung hatten wir eine geführte Stadtrundfahrt im eigenen Bus, welche uns viel wissenswertes über die Geschichte der Stadt vermittelte. Bevor wir wieder zur Jugendherberge nach Solothurn zurückkehrten, kamen wir noch in den Genuss des Lichtspektakels: eine eindrucksvolle Beleuchtungs-Show projiziert auf das Bundeshaus der Eidgenossenschaft.

Am Mittwoch konnten wir alle etwas länger schlafen, ehe wir uns auf den Weg nach Zürich machten, wo wir den Rest der Woche verbringen würden. Gegen Mittag wurden wir an der Pädagogischen Hochschule Zürich begrüßt und erhielten Informationen über die Ausbildung zu Lehrperson und insbesondere zum Studiengang Kindergarten-Unterstufe im Kanton Zürich. Nach dem Mittagessen in der Mensa der Hochschule folgte ein kurzes Referat, in welchem wir das International Office kennenlernten und einen kleinen Überblick über die Pädagogische Hochschule erhielten. Anschließend stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung, an welchem wir in Kleingruppen die Stadt erkundeten. Trotz überdecktem Himmel zeigte sich Zürich von seiner schönsten Seite und bot einen hervorragenden Blick über den Zürichsee. Abends fanden wir uns mit müden Beinen wieder in der Hochschule ein, wo wir bei einem gemeinsamen Apéro unsere Gaststudentinnen und -studenten kennlernten, bei denen wir die kommenden zwei Nächte unterkamen.

Donnerstag stand der nächste Schulbesuch auf dem Programm. In der Züricher Primarschule Nordstraße erlebten wir den Schulalltag in Schulklassen, in denen die ersten drei Jahrgangsstufen jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Auch hier war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie eine Jahrgangsmischung schulübergreifend umgesetzt werden kann. Der Schulleiter Herr Gerber gab im Anschluss noch ein paar Auskünfte über das Profil und die Zielsetzung der Schule. Der Rest des Tages fand erneut an der Pädagogischen Hochschule Zürich statt. Wir Bamberger Studierende präsentierten vor interessierten Züricher Studierenden und Dozierenden unsere im Vorfeld gestalteten Poster zu den verschiedenen Schuleingangsmodellen in Deutschland. Auch aus Schweizer Sicht war das Interesse an den Unterschieden in den beiden Länder groß. Anschließend folgte unser offizieller Seminarabschluss, an dem jeder noch seine persönlichen Highlights und Erfahrungen der vergangenen Woche zum Ausdruck bringen konnte. An unserem letzten Abend in der Schweiz blieben die meisten von uns noch lange an der Pädagogischen Hochschule, an der bei guter Musik und warmen Glühwein gefeiert werden konnte.

Und das war es dann auch schon wieder. Einziger Programmpunkt am Freitag war die lange Busfahrt zurück nach Bamberg. Es war eine spaßige, aber vor allem eindrucksvolle Woche in der Schweiz.

Martin Jörgensen