Information zum Coronavirus

Der Betriebsarzt Herr Dr. Bedner hat folgende Informationen für die Beschäftigten der Universität zusammengestellt:

DAS NEUE CORONAVIRUS (SARS-COV-2)

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Im Dezember 2019 sind – ausgehend von der Stadt WUHAN in CHINA – Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten, die sich im weiteren Verlauf zunächst in China ausgebreitet und im weiteren Verlauf auch zu Krankheitsfällen in Asien, Australien, den USA und Europa geführt hat. Als Ursprungsherd wird ein lokaler Geflügel- und Fischmarkt angesehen.
Eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) wurde nachgewiesen.
Die Quelle(n) und Übertragungswege der Infektion sind nicht abschließend geklärt, eine Mensch zu Mensch Übertragung ist nachgewiesen. Ein internationaler Gesundheitsnotstand ist von der WHO ausgerufen worden.

WARUM IST DIESES VIRUS GEFÄHRLICH?
Coronaviren kommen weltweit vor und werden vor allem über Tröpfcheninfektion übertragen. Erkrankte zeigen vorrangig Infekte der Atemwege. Eine spezifische Behandlung oder eine Impfung gegen Coronaviren existiert nicht. Allerdings gibt es einen Antigennachweis (PCR), so dass eine potentielle Erkrankung schnell nachgewiesen werden kann. Vorbeugend kommen eine Reihe von Hygienemaßnahmen sowie die Isolation von Erkrankten in Betracht.
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die vorrangig bei Wirbeltieren Erkrankungen auslösen kann. In Einzelfällen kann eine Infektion aus dem Tierreich auf Menschen übertreten. Solche Epidemien mit Coronaviren in den vergangenen Jahrzehnten waren das SARS-Coronavirus und das MERS-Coronavirus.
Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 7 (1-12) Tage. Menschen sind wahrscheinlich schon in der Inkubationszeit ansteckend. Infektionen von Mensch zu Mensch sind inzwischen bestätigt, auch Personal aus dem Gesundheitswesen hat sich angesteckt. Typisch für die Erkrankung sind erkältungsähnliche Symptome wie Fieber, Husten, Atemnot und in einigen Fällen eine Lungenentzündung (COVID-19). Die beobachteten Todesfälle waren überwiegend älter als 40 Jahre und litten teilweise an weiteren Vorerkrankungen. Die Fallzahlen und die Todesfälle können Sie hier tagesaktuell verfolgen.

WELCHE LÄNDER SIND BETROFFEN?
Der Ursprung der Krankheitswelle war in Wuhan, Region Hubei, China. Zudem wurde über den internationalen Reiseverkehr das Virus mittlerweile in Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Macau, Hongkong, Singapur, Vietnam sowie in den USA, Frankreich und Australien und Deutschland diagnostiziert.
Seit dem 23.01.2020 haben die chinesischen Behörden Reisebeschränkungen auch für weitere Großstädte erlassen. Eine normale Ausreise mit Zug, Flug, Bus oder Fähre ist derzeit nicht möglich.

AKTUELLE VORSICHTSMAßNAHMEN

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Coronavirus-Epidemie am 30.01.2020 zum internationalen Gesundheitsnotstand ("Notfall für die öffentliche Gesundheit von internationalem Ausmaß") erklärt. Eine solche Krisenmaßnahme hat sie bereits in anderen Fällen u.a. bei Ebola, Zika und der Schweinegrippe ausgerufen, wenn eine Seuche mehrere Länder bedroht und eine koordinierte internationale Antwort erforderlich ist. Mit der Erklärung einer internationalen Notlage werden in der Regel mehr finanzielle und andere Ressourcen freigegeben. Sie kann aber auch dazu führen, dass der Reiseverkehr und Handel eingeschränkt wird.

Die Handlungsempfehlungen der WHO sind rechtlich nicht bindend. Jede Regierung ist in ihrem Handeln weiterhin souverän. Sie können sehr unterschiedliche nationale Maßnahmen umfassen – angepasst an die jeweilige Krise. In Extremfällen sind darunter Reisebeschränkungen für ganze Länder oder einzelne Risikogruppen wie etwa Schwangere im Fall des Zika-Virus. Häufig umfassen die Handreichungen der WHO aber auch konkrete Hinweise darauf, welche Maßnahmen nicht getroffen werden sollten, da sie unwissenschaftlich oder unnötig seien. Die Empfehlungen der WHO sollen ein Über- wie ein Unterreagieren von Regierungen gleichermaßen verhindern. Die Empfehlungen folgen in den nächsten Wochen jeweils national angepasst.

Mit erhöhten Überwachungsmaßnahmen (z.B. Temperaturscanner an Flughäfen) muss gerechnet werden.

Gesundheitsexperten schätzen die Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland aktuell aber als gering ein. Zur Vermeidung einer Infektion wird folgendes Verhalten in den Ausbruchsgebieten bzw. bei Reisen und nach Rückkehr empfohlen:

Achten Sie auf eine gute persönliche Hygiene, insbesondere auf

  • regelmäßiges richtiges Händewaschen.
  • Tragen Sie in den Ausbruchsgebieten Mund-Nase-Schutzmasken im öffentlichen Raum.
  • Achten Sie auf die „Husten- und Nies-Etikette“ (Niesen in die Ellenbeuge).
  • Vermeiden Sie Kontakt mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden.
  • Meiden Sie Märkte, auf denen lebendige oder tote Tiere gehandelt werden.
  • Vermeiden Sie generell Kontakt mit Tieren, deren Ausscheidungen und Oberflächen, die mit totenTieren oder unbehandelten tierischen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind.
  • Konsumieren Sie tierische Lebensmittel (Eier, Fleisch etc.) nur, wenn sie gut erhitzt wurden.
  • Achten Sie zum Schutz vor Kreuzkontaminationen bei der Zubereitung auf strikte Küchenhygiene.

ZUSAMMENFASSUNG
Von Reisen nach CHINA wird weiterhin abgeraten.
Nicht erforderliche Reisen nach CHINA und andere Ausbruchsgebiete sollten verschoben werden.
Informieren Sie sich vor Reiseantritt über möglicherweise geänderte Einreisevorschriften und Vorsichtsmaßnahmen im Zielland auf den Seiten des Auswärtigen Amtes oder sprechen Sie Ihren Betriebsarzt an!


Firmen, deren Mitarbeiter sich noch in China aufhalten, sollen diese in der Krisenvorsorgeliste registrieren. Geplant sind seitens des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit anderen EU-Staaten gelegentliche Sonderflüge zur Evakuierung.

Sollten Sie an Ihrem Aufenthaltsort Schnupfen, Husten, Fieber und Atemnot bekommen

  • dürfen Sie nicht reisen, solange Sie krank sind
  • suchen Sie in diesem Fall nach telefonischer Anmeldung einen Arzt auf
  • falls Sie auf dem Rückflug mit den oben genannten Symptomen erkranken, melden Sie sichbeim Bord- oder Flughafenpersonal.

Nach Rückkehr (innerhalb von 14 Tagen) aus den betroffenen Gebieten sollte bei oben genannten Symptomen

  • ein Krankenhaus aufgesucht werden, damit es schnell zu einem Ausschluss oder zu einerIsolierung kommen kann und der Erreger nicht unnötigerweise verbreitet wird.
  • Melden Sie sich unter Hinweis auf Ihre Reise und Ihre Beschwerden telefonisch dort an.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte.

Reiserückkehrer vom chinesischen Festland ohne Krankheitssymptome werden derzeit für 14 Tage nach Einreise unter Quarantäne gestellt. Bei Krankheitssymptomen erfolgen die erforderlichen PCR-Untersuchungen durch das zuständige Gesundheitsamt. Ein generelles „Screening“ für Belegschaften in Unternehmen und Behörden ist nicht vorgesehen.

Aufgrund der derzeitigen „Grippesaison“ auf der Nordhalbkugel kommt es zu zeitgleichem Auftreten von Erkrankungen durch Influenza-Viren, die ähnliche Symptome wie SARS-CoV-2 hervorrufen. Eine Influenza-Impfung trägt zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle bei. Lassen Sie sich auch jetzt noch mit dem aktuellen Impfstoff 2019/2020 gegen Influenza impfen!