Spezielle Fragen für Lehrende

Ziel der Universitäten in Bayern ist, dass alle Studiengänge am 2. November 2020 beginnen und mit einem Flexibilisierungszeitraum von 14 Tagen am 26. Februar 2021 enden, das heißt, dass die einzelne Universität das Semesterende auf den 12. Februar festlegen kann, wenn die Fächer den Semesterstoff mit Hilfe von Onlineangeboten entsprechend verdichten. Diese Regelung bedarf aber noch der Genehmigung durch das Staatsministerium und einer entsprechenden Rechtsverordnung. Bitte achten Sie auf die Bekanntmachungen auf den Webseiten und im Facebook-Auftritt der Universität.

In welcher Form Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/2021 stattfinden können, ist derzeit noch nicht absehbar. Da nach Ansicht der Experten bis 2021 allerdings nicht mit einer wesentlichen Entschärfung der Infektionslage zu rechnen ist, ist auch noch im Wintersemester 2020/21 von mehr oder weniger großen Einschränkungen des Präsenzbetriebes auszugehen.

Das heißt konkret:

  • Mit ziemlicher Sicherheit werden größere Veranstaltungen (Vorlesungen und Seminare mit größeren Teilnehmerzahlen) nur online durchgeführt werden können. Die vollständige oder teilweise Rückkehr in den gewohnten Präsenzmodus ist bei Veranstaltungen über 30 Teilnehmern aufgrund begrenzter Raumkapazitäten recht unwahrscheinlich bzw. ganz auszuschließen.
  • Bitte planen Sie auch kleinere Veranstaltungen so flexibel, dass ein (erzwungener oder ermöglichter) Wechsel von bzw. zwischen digitalen und Präsenzformaten möglich wird.
  • Eine besondere Herausforderung für die Seminarplanung wird darin bestehen, Studierenden, die nicht an Präsenzveranstaltungen werden teilnehmen können oder wollen (Gruppenteilungen, Internationale Studierende, Corona-Risikogruppen, Atemwegserkrankungen, Kinderbetreuung etc.) die uneingeschränkte Teilhabe am Vorlesungs- bzw. Seminargeschehen zu ermöglichen. Bitte bleiben Sie offen für parallele Online-Angebote oder andere informationstechnische Mittel.
  • Um nachteiligen Folgen eines (möglicherweise drohenden) erneut reinen Online-Semesters vorzubeugen, beispielsweise die erschwerte Knüpfen von Kontakten, wird Dozierenden empfohlen, besonders für Erst- und Zweisemester zielgruppenspezifische Präsenzphasen oder einzelne bzw. eigene Präsenzveranstaltungen einzuplanen bzw. einzubauen.

Die Universitätsleitung ist sich bewusst, dass die Ungewissheit darüber, wie sich das kommende Semester gestalten wird, Studierende und Lehrende vor große Herausforderungen stellt. Sicher ist lediglich, dass wir uns mit großer Wahrscheinlichkeit wiederum auf ein besonderes Semester werden einstellen müssen, das auch Ihnen noch einmal ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abverlangt.

Was die Rahmenbedingungen betrifft, richten sich die Planungen der Universitätsleitung nach den ministeriellen Vorgaben. Bisher hat das Ministerium noch keine Entscheidung bekanntgegeben. Sobald Näheres bekannt wird, informieren wir Sie unter anderem an dieser Stelle.

Das Staatsministerium hat die Vorlesungszeit für das Sommersemester 2020 auf den 20. April bis zum 7. August 2020 festgelegt.

In die Vorlesungszeit ist jedoch eine gewisse Flexibilität eingebaut: So hatten die Dozierenden die Möglichkeit mit ihren Lehrveranstaltungen etwas später zu starten und sie entsprechend über das ursprünglich geplante Vorlesungsende am 24. Juli hinaus zu verlängern.

Das Sommersemester ist von Unwägbarkeiten und flexiblen Lösungen - und auch von netzgestützter Lehre - geprägt. Trotz aller Unsicherheiten ist es der Universitätsleitung gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden fächerübergreifend gelungen, lösungsorientiert zusammenzuarbeiten und Studierenden auch unter erschwerten Bedingungen ein Studium zu ermöglichen.

Kleinere Seminare bis zu höchstens 30 Teilnehmenden, die zur Ergänzung der Onlinelehre im Einzelfall erforderlich sind, können ausnahmsweise unter Einschränkungen und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Sollten Sie eine solche Präsenzveranstaltung durchführen wollen, ist neben dem bisherigen Antrag auf Genehmigung bezüglich der Finanzierung und des Unfallversicherungsschutzes zusätzlich ein entsprechender Antrag auf Genehmigung einer Praxisveranstaltung im Präsenzbetrieb an den Vizepräsidenten Lehre unter vp.lehre(at)uni-bamberg.de erforderlich. Hierfür müssen die Bestimmungen eines ausführlichen Schutzkonzeptes gewährleistet sein. Weitere Informationen dazu finden Sie in der aktuellen Handreichung zum Infektionsschutz.

Die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlaubt ab dem 27. April zwar grundsätzlich die Durchführung von Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern – aber nur unter sehr starken Einschränkungen und strikten Schutzmaßnahmen. Auch am 27. April werden deshalb Ensembleproben, Studien in unseren Living Labs oder Kunst- und Sportunterricht noch nicht in der bislang gewohnten Form möglich sein.

Sollten Sie eine solche Praxisveranstaltung durchführen wollen, ist neben dem bisherigen Antrag auf Genehmigung bezüglich der Finanzierung und des Unfallversicherungsschutzes zusätzlich ein entsprechender Antrag auf Genehmigung einer Praxisveranstaltung im Präsenzbetrieb an den Vizepräsidenten Lehre unter vp.lehre(at)uni-bamberg.de erforderlich. Hierfür müssen die Bestimmungen eines ausführlichen Schutzkonzeptes gemäß der aktuellen Handreichung der Universität gewährleistet sein.

Die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlaubt ab dem 27. April grundsätzlich die Durchführung von Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern. Dies betrifft insbesondere Laborpraktika, sportpraktische Lehrveranstaltungen, künstlerische Lehrveranstaltungen (z.B. Theater, Musik) und Geländepraktika.

Sollten Sie eine solche Praxisveranstaltung durchführen wollen, ist neben dem bisherigen Antrag auf Genehmigung bezüglich der Finanzierung und des Unfallversicherungsschutzes zusätzlich ein entsprechender Antrag auf Genehmigung einer Praxisveranstaltung im Präsenzbetrieb an den Vizepräsidenten Lehre unter vp.lehre(at)uni-bamberg.de erforderlich. Hierfür müssen die Bestimmungen eines ausführlichen Schutzkonzeptes gemäß der aktuellen Handreichung der Universität gewährleistet sein. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Abstandsgebot:
    • Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.
    • Wo dies nicht möglich ist, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckungen grundsätzlich verpflichtend.
  • Hygiene: Soweit erforderlich werden in Labor- und Arbeitsräumen ausreichende Mengen an Reinigungsmaterial und Einmalhandtüchern zur Verfügung gestellt.
  • Geräte und Arbeitsmittel: Werkzeuge und Arbeitsmittel sind nach Möglichkeit personenbezogen zu verwenden. Wo dies nicht möglich ist, ist eine regelmäßige Reinigung – insbesondere vor der Übergabe an andere Personen – vorzunehmen. Andernfalls ist bei der Verwendung geeignete Schutzbekleidung (z.H. Handschuhe) zu verwenden.
  • Wartebereiche, Ein- und Auslass, An- und Abreise:
    • Sofern zu erwarten ist, dass sich beim Einlass oder Auslass mehr als 10 Personen in der Warteschlange aufhalten, ist durch organisatorische Maßnahmen (z.B. Ordnungspersonal, Absperrungen, Markierungen etc.) sicherzustellen, dass der Mindestabstand auch vor und während des Einlasses bzw. Auslasses eingehalten wird.
    • Sofern Geländepraktika durchgeführt werden, ist sicherzustellen, dass die An- und Abreise der Teilnehmenden gemäß den derzeit geltenden Bestimmungen erfolgt.

Bitte beachten Sie darüber hinaus die ausführlichen Informationen in der aktuellen Handreichung zum Infektionsschutz der Universität Bamberg.

Zum Schutz aller verlagert sich die Lehre zum größten Teil in den digitalen Raum. Um Unsicherheiten zu begegnen, findet sich im Folgenden eine kleine Liste an Mindestanforderungen für Lehrveranstaltungen im Sommersemester:

  • Der vom Rechenzentrum eingerichtete VC-Kurs sollte zum zentralen (digitalen) Arbeitsinstrument bzw. virtuellem Arbeitsort werden.
  • Zur Orientierung der Studierenden sollte eine kurze generelle Einführung in die Organisation der Veranstaltung (u.a. Ablauf bzw. Struktur der Lehrveranstaltung; Modulzuordnung, Hinweise zum Leistungsnachweis) gegeben werden.
  • Wie bislang auch, sollten schriftliche Unterlagen zu den Themen und Inhalten der Veranstaltung (Folien, Literatur, ggf. abzuarbeitender Fragenkatalog) bereitgestellt werden.
    Die Universitätsbibliothek stellt Ihnen die benötigte Literatur digital zur Verfügung, indem sie falls möglich E-Books beschafft und einen Digitalisierungsservice anbietet. Derzeit dürfen nur 15% eines urheberrechtlich geschützten Werks oder einzelne Zeitschriftenartikel und Abbildungen ohne Lizenz in digitalen Semesterapparaten und in der Online-Lehre zugänglich gemacht werden. Die bayerischen Universitäten setzen sich für eine vorübergehende Aufhebung dieser urheberrechtlichen Bestimmungen ein. Es ist aber noch nicht absehbar, ob dies erfolgreich sein wird.
  • Fragen und Rückmeldungen Studierender zu den einzelnen Inhalten sollten regelmäßig (z.B. jede Woche oder alle zwei Wochen) ermöglicht werden (z.B. über Chats)
  • Für Kommunikation mit den Studierenden sollten nach Möglichkeit die vorgesehenen Veranstaltungstermine genutzt werden, um Überschneidungen zu vermeiden.

Hierüber hinausgehende Aktivitäten und der Einsatz entsprechender Tools wird natürlich sehr geschätzt. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Virtuellen Campus als zentrale Plattform, weitere Alternativen zur Präsenzlehre, die vom Rechenzentrum bereitgestellte Tools zur Gestaltung der Online-Lehre sowie persönliche Unterstützungsangebote.

Der Virtuelle Campus ist an der Universität Bamberg die zentrale Anlaufstelle in der Onlinelehre. Hier soll jede angekündigte Lehrveranstaltung für Studierende als VC-Kurs auffindbar sein. Innerhalb der VC-Kurse können Studierende und Lehrende kommunizieren und alle kursrelevanten Informationen und Inhalte bündeln.

Fächer können einen zentralen VC-Kurs anlegen, der beipielsweise über allgemeine Hinweise zum Studium des Faches unter den Bedingungen des Sommersemesters 2020 informiert.

Bei Fragen zum Umgang mit dem Virtuellen Campus wenden Sie sich bitte an den IT-Support, unter der 0951/863-1333 oder per E-Mail unter it-support(at)uni-bamberg.de.

Bitte informieren Sie sich über weitere Alternativen zur Präsenzlehre und nehmen Sie persönliche Unterstützungsangebote wahr.

Neben der Nutzung des Virtuellen Campus als zentrale Plattform gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Lehre virtuell zu gestalten:

1) Angebote des Rechenzentrums der Universität

Das Rechenzentrum der Universität hat alternative Möglichkeiten im Bereich der Online-Lehre zusammengestellt. Die Seite wird laufend aktualisiert. Lehrende können sich in Kurzeinführungen mit dem Videoaufzeichnungssystem Panopto und den vom DFN-Verein zur Verfügung gestellten Videokonferenzdiensten vertraut machen: Damit können Webinare und Sprechstunden abgehalten werden. Zusätzlich stellt das Rechenzentrum weitere einfache Werkzeuge und Anleitungen zur Verfügung, mit denen Sie z.B. chatten und gemeinsam an Dateien arbeiten können.

Bitte melden Sie sich möglichst mit mehreren Personen eines Bereichs oder Lehrstuhls im IT-Support des Rechenzentrums, wenn Interesse an einer solchen Veranstaltung besteht. Schulungstermine werden ortsunabhängig als Webinare angeboten. Dazu wird es in einem VC-Kurs weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung geben.

Mit allgemeinen Fragen zu den technischen Möglichkeiten für die Online-Lehre wenden Sie sich bitte ebenfalls an den IT-Support, unter der 0951/863-1333 oder per E-Mail unter it-support(at)uni-bamberg.de.

2) Angebote der Virtuellen Hochschule Bayern:

  • Machen Sie die Studierenden Ihres Faches aufmerksam auf die vorhandenen Angebote der Virtuellen Hochschule im Bereich CLASSIC.vhb.
  • Prüfen Sie, ob Sie Angebote im Bereich OPEN.vhb in Ihre Lehrveranstaltungen integrieren können, z.B. indem diese Kurse von Lehrenden des Faches zusätzlich betreut und mit Prüfungen kombiniert werden.
  • Sie können Angebote im Bereich SMART.vhb, die in einem Repositorium vorgehalten werden, als Teil von Lehrveranstaltungen nutzen.
  • Aus gegebenem Anlass hat die vhb ihr Kursangebot temporär noch zusätzlich erweitert. Eine Übersicht über aktuelle und zusätzliche Angebote finden Sie hier(263.1 KB).

Bitte nehmen Sie auch persönliche Unterstützungsangebote, beispielsweise seitens der Studiendekane, wahr.

Die Universitätsleitung bittet Lehrende, fächerübergreifend und lösungsorientiert zusammenzuarbeiten, um den Studierenden auch unter erschwerten Bedingungen ein Studium zu ermöglichen. Gegenseitige Unterstützung ist dabei von großem Wert:
 
1) Unterstützung durch die Studiendekanate
In den Fakultäten werden die Studiendekanate die Lehrenden unterstützen. Es wäre z.B. gut und kollegial wertvoll, wenn diejenigen, die aufgrund entsprechender Erfahrungen mit netzgestützter Lehre bereit und in der Lage sind, ein Hilfsangebot den Studiendekanaten melden. Umgekehrt sollten sich diejenigen, die in diesem Bereich noch keine entsprechenden Erfahrungen haben, nicht scheuen, die Hilfe zu erbitten und in Anspruch zu nehmen:

2) Unterstützung bei der Lehrvideoproduktion

Um Medientechnik und Rechenzentrum zu entlasten, hat Prof. Dr. Dominik Herrmann (WIAI) im ERBA-Gebäude WE5, An der Weberei 5, ein semiprofessionelles Aufzeichnungs- und Streamingstudio eingerichtet. Dort können mit sehr wenig Aufwand Videos produziert und auf Wunsch auch live ins Internet übertragen werden. Dominik Herrmann, stellt das Studio allen zur Verfügung, die Vorträge oder Veranstaltungen digitalisieren möchten und berät alle Interessierten gerne in Fragen zur Audio/Video-Technik.

Informationen zum Aufnahmestudio erhalten Sie unter dominik.herrmann(at)uni-bamberg.de oder auf den Studioseiten.

3) Unterstützung des Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB)

Ab 20. April öffnen Lisa Dücker und Anja Gärtig-Daugs Ihre Digitalisierungssprechstunden für alle Fakultäten zum Thema Onlinelehre. Ursprünglich waren die Sprechstunden für die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der DigiLLabs innerhalb der Lehrerinnen- und Lehrerbildung konzipiert. Um Lehrende bei der Umstellung der Präsenzlehre auf digitale Formate zu unterstützen, gibt es in den Sprechstunden nun weitere und fachunabhängige Hilfe: unter anderem beim Umgang mit Werkzeugen, die an der Universität Bamberg für digitale Lehre genutzt werden können, aber auch bei der Suche nach weiteren Tools für spezifische Zwecke sowie bei der Literaturrecherche und -beschaffung in Zeiten geschlossener Bibliotheken.

Die Sprechstundenzeiten sind ab 20. April:

Bitte melden Sie sich per E-Mail unter lisa.duecker(at)uni-bamberg.de oder anja.gaertig-daugs(at)uni-bamberg.de für die Sprechstunden an.

Die Universitätsbibliothek stellt Ihnen die benötigte Literatur digital zur Verfügung, indem sie falls möglich E-Books beschafft und einen Digitalisierungsservice anbietet. Derzeit dürfen nur 15% eines urheberrechtlich geschützten Werks oder einzelne Zeitschriftenartikel und Abbildungen ohne Lizenz in digitalen Semesterapparaten und in der Online-Lehre zugänglich gemacht werden. Die bayerischen Universitäten setzen sich für eine vorübergehende Aufhebung dieser urheberrechtlichen Bestimmungen ein. Es ist aber noch nicht absehbar, ob dies erfolgreich sein wird.

Der Publikumsverkehr in den Teilbibliotheken ist stark eingeschränkt und prüfungsrelevante Literatur ist zum Teil schwer zugänglich. Deshalb können Studierende, die Bachelor- oder Masterarbeiten schreiben, in begründeten Fällen bei den Prüfungsausschussvorsitzenden einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Die Vorsitzenden sind dazu angehalten, diesen wohlwollend zu prüfen und im Bedarfsfall eine vierwöchige Verlängerung zu gewähren. Die Universitätsleitung empfiehlt allen Prüferinnen und Prüfern, eine um bis zu vier Wochen verspätete Abgabe von Seminararbeiten nicht nachteilig zu werten.

Mündliche und schriftliche (dezentrale) Präsenzprüfungen sind auf Antrag und unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften zulässig. Die Regelungen hierzu sind im Rahmenkonzept zur Durchführung von dezentralen schriftlichen und mündlichen Präsenzprüfungen festgelegt.

Prüfungen in elektronischer oder digitaler Form sind bis zum Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2020/21 zulässig, wenn insbesondere bei den digitalen Fernprüfungen für alle Studierenden vergleichbare Bedingungen hergestellt werden können (Corona-Satzung § 4 Abweichende Lehr- und Prüfungsformate).

Dabei kommt dem Gebot der Chancengleichheit ein besonderes Gewicht zu, d.h. für vergleichbare Prüfungen müssen so weit wie möglich auch vergleichbare Prüfungsbedingungen gelten.“ (WMS vom 03.04.2020)

Die obengenannten Anforderungen dürften nach Lage der Dinge ausschließlich bei mündlichen Einzelprüfungen erfüllbar sein. Das schließt die Durchführung digitaler Klausuren zwar nicht grundsätzlich aus. Die technischen Voraussetzungen für die Durchführung von Online-Klausuren, die den Bedingungen einer „rechtlich unangreifbarer“ (WMS vom 03.04. 2020) Prüfung genügen, sind in der Regel allerdings nicht gegeben. Sollten Sie die Durchführung von Online-Klausuren planen, setzen Sie sich bitte unbedingt mit dem zuständigen Studiendekanat in Verbindung.

Weniger strenge Maßstäbe sind an videobasierte Seminarpräsentationen und Referate (benotet oder unbenotet) anzulegen: Präsentationen und andere Vorträge können digital durchgeführt werden, sofern sichergestellt ist, dass die Studienleistung nicht durch andere Personen erbracht wird.

Studienbegleitende (mündliche) Online-Prüfungen sind bis zum Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2020/21möglich. Hierzu müssen für alle Studierenden vergleichbare Bedingungen hergestellt werden. Dabei sind die folgenden fünf Bedingungen einzuhalten:

1. Prüfungsteilnehmende müssen eindeutig identifizierbar sein

  • Es muss sichergestellt sein, dass der Studierende über die erforderliche technische Ausstattung und einen stabilen Internetzugang verfügt.

  • Die Durchführung soll über Videochat erfolgen, was im Prüfungsprotokoll vermerkt wird. Das Einverständnis hierfür ist vor der Prüfung mit der geprüften Person abzuklären und ebenfalls im Prüfungsprotokoll zu vermerken.

2. Es müssen geeignete Vorkehrungen gegen Täuschungsversuche getroffen werden 

  • Zur Identitätsfeststellung muss sich die Prüferin bzw. der Prüfer zu Beginn der Prüfung den Studierendenausweis zeigen lassen und diesen zu kontrollieren.

  • Die geprüften Personen werden darauf hingewiesen, dass die Prüfung seitens der prüfenden Personen abgebrochen wird, wenn der Verdacht besteht, dass unerlaubte Hilfsmittel verwendet werden. Die Zustimmung der Studierenden hierzu wird im Protokoll vermerkt.

  • Die geprüfte Person schwenkt mit der Kamera den Raum aus, in dem sie sitzt. In diesem Raum darf sich nur die geprüfte Person befinden.

3. Mit technischen Störungen muss entsprechend umgegangen werden

  • Bei technischen Problemen, die nicht innerhalb kurzer Zeit (max. 5 Minuten) lösbar sind, wird kulant vorgegangen und die Prüfung ohne nachteilige Folgen für die zu prüfende Person neu angesetzt.

  • Bei kurzfristigen technischen Unterbrechungen verlängert sich die Prüfungszeit um den Zeitraum der Unterbrechung.

  • Eine aufgrund technischer Probleme abgebrochene Prüfung kann im gleichen Prüfungszeitraum maximal einmal wiederholt werden. Dies gilt nicht als weiterer Prüfungsversuch.

4. Das Prüfungsgeschehen muss gesichert und dokumentiert werden

  • An der Prüfung nehmen drei Personen teil: der Prüfer bzw. die Prüferin, der Beisitzer bzw. die Beisitzerin sowie die geprüfte Person. Prüfer bzw. Prüferin und Beisitzer bzw. Beisitzerin müssen sich nicht im gleichen physischen Raum befinden, sondern können beide per Videochat teilnehmen. Es wird ein schriftliches Prüfungsprotokoll angefertigt. Digitale Aufzeichnungen von Prüfungen sind nicht zulässig!

  • Eine eventuell durchgeführte Beratung über das Prüfungsergebnis erfolgt ohne die geprüfte Person. Das Prüfungsergebnis kann nach der Prüfung per E-Mail bekannt gegeben werden.

  • Das Prüfungsprotokoll wird vom Prüfer bzw. von der Prüferin und vom Beisitzer bzw. der Beisitzerin elektronisch unterschrieben (z. B. Funktion “Unterschreiben” in Acrobat Professional) und entweder elektronisch oder als Ausdruck archiviert.

5. Datenschutzrechtliche Regelungen (insbesondere auch Art und Wahl des Servers) müssen gewährleistet werden.

  • Die Durchführung von mündlichen Online-Prüfungen ist aus Sicherheitsgründen nur mit Tools erlaubt, die eine Authentifizierung über einen Account der Universität Bamberg erlauben (wie zum Beispiel MS Teams).

Halten Sie Beratungstermine nur telefonisch oder per Mail ab, um etwaige Infektionsketten zu erschweren. Das Rechenzentrum bietet Informationen und Schulungen zu Videokonferenzdiensten, mit denen Sprechstunden abgehalten werden können.