Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Iris Hermann)

Poetikprofessur

 

Poetikprofessur Universität Bamberg 2010

Robert Schindel (Wien)

 

Fährmann sein. Zum Übersetzen von Erschwiegenem

 

1. Juli 2010             

8. Juli 2010             

15. Juli 2010

22. Juli 2010

Jeweils 20 Uhr im großen Hörsaal der U7

Robert Schindel (Wien), geb. am 4.4.1944, wird in seinen Poetikvorlesungen poetologische Fragen ebenso verfolgen, wie politische und gesellschaftliche Aspekte seines Schreibens mit dem Publikum diskutieren. Selbst schwierige Gedichte werden so transparent, wichtige Kontexte erst erhellt und so formuliert, dass sein Werk in all seiner Vielfalt aufscheint. So wird Erinnern an zeitgeschichtlich markante Zäsuren, auch das Gedenken an die Shoah, der Robert Schindel glücklich entkommen konnte, sinnlich nachvollziehbar: in einem Werk, das alle Sinne des Menschen in den Blick nimmt und in Vorlesungen, die diesen Zusammenhang widerspiegeln. Die Themen, denen sich Schindel zuwendet, sind denkbar vielfältig, ob es um die Liebe, den Genuss, die Lektüre großer Vorbilder, Zeitereignisse oder die kleinen Dinge des Alltags geht, sie alle werden mit einem Bilderreichtum imaginiert, der in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nichts Vergleichbares kennt.

Vor einer der Poetikvorlesungen (der genaue Termin wird noch bekanntgegeben) wird Robert Schindels Film „Gebürtig“ (2002) gezeigt. Er ist nach dem gleichnamigen Roman (1992) entstanden und zeigt das intellektuelle Wien zur Zeit der sogenannten Waldheimaffäre.

Schindel ist in allen Genres zu Hause: als Lyriker, Romancier, Dramatiker, Librettist, Regisseur, Drehbuchautor und nicht zuletzt als blendender Essayist. In den Poetikvorlesungen werden die Zuhörenden das Vergnügen haben, all diese Facetten gebündelt zu erfahren und mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.