Forschungsschwerpunkte

  • Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Gegenwartsliteratur
  • Gender und Embodiment Studies
  • Dramentheorie
  • Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft

Forschungsprojekte

Promotionsprojekt:

Dramen der Schwangerschaft. Recht, Religion und Geschlecht bei Friedrich Hebbel [Arbeitstitel]

betreut von Prof. Dr. Thomas Wortmann (Mannheim), Prof. Dr. Claudia Liebrand (Köln)

Schwangerschaft, so die grundlegende These des Dissertationsprojekts, avanciert in den Dramen Friedrich Hebbels zum zentralen Phantasma und fungiert als Verbindungspunkt von Macht, Sexualität, Religion und Recht. Fokussiert werden im Rahmen der Dissertation die drei Tragödien Judith (1840), Genoveva (1841) und Maria Magdalena (1844), in denen der schwangere Körper als Faszinationsort einerseits Phantasmen, Wünsche und Imagination auf der Figurenebene evoziert – wie etwa die Selbstgeburtsphantasien des Tyrannen Holofernes. Auf der Handlungsebene wiederum fordert der schwangere Frauenkörper Entscheidungen heraus, wird handlungsleitend. Entsprechend wird Schwangerschaft in den Dramen zum Screen für Körperbilder, -erfahrungen und -wahrnehmungen, wodurch Geschlechter- sowie auch Körperkonzepte problematisiert und Gesellschaftshierarchien hinterfragt werden.

 

Pregnant Bodies - Embodied Pregnancy, Publikation gemeinsam mit Dr. Sinah Kloß (Bonn)

This project focuses on the topic of pregnant bodies and the relation between biographies, gendered life-writing and embodied pregnancy. Bodies are in a constant process of transformation and change. They are neither fixed entities nor simply objects, and may be regarded as projects that are constantly in the process of becoming and un-becoming. They are experienced by social actors with various intersectional identities, are represented and narrated in public and private contexts. Among the periods and stages in which bodies are particularly discussed in terms of their transformative capacity and reproductive qualities is pregnancy. Pregnant bodies experience themselves as both facilitators and participants in a creative and transformative process, and engage in a dialectic relationship with the ‘unborn’. Depending on the various perspectives, the unborn may be interpreted as fetus, child, body, life, etc. Out of this intimate relationship arise different gendered configurations; for example, the processes of (re)producing bodies/subjects establish and transform relationships and hierarchical structures among the social actors involved, producing ‘mothers’, ‘fathers’ and ‘children’. Further, pregnant bodies are often considered to be sites of public interest, as is shown by the current debates about, for example, abortion and (single and trans) parenthood; they are policed, medicalized and/or essentialized in different cultural contexts. Embodied experiences of pregnancy have also been transformed, for example by the different technological visualizations of the unborn, e.g. the development of fetal ultrasound imaging.

 

Dorothea Schlegels Florentin (1801) als Ausgangspunkt der Verhandlung von Autor*innenschaft

Als Literaturkritikerin, Autorin und Übersetzerin ist Dorothea Schlegel (1764-1839) ein wichtiges Mitglied der so bezeichneten Jenaer-Romantik. Obwohl sie einen aktiven Teil dieses frühromantischen Netzwerks bildet, finden ihre Texte in der Forschung bisher kaum Beachtung. An dieses Forschungsdesiderat schließt das folgende Projekt aus einer zweifachen Perspektive an. Verfolgt wird das Ziel, Schlegels ersten Roman Florentin (1801) mit Rekurs auf die Gender, Queer und Embodiment Studies wie auch die Intersektionalitätsforschung einer literatur- und kulturwissenschaftlichen Reperspektivierung zu unterziehen. In einem zweiten Schritt wird der Text als Ausgangspunkt genommen, um die eigene wie auch die öffentliche Wahrnehmung Schlegels als Autorin, Literaturkritikerin und Übersetzerin in den Blick zu nehmen. Untersucht wird an dieser Stelle die Rezeption des zunächst anonym publizierten Romans Florentin, wovon ausgehend Schlegels eigenes Selbstverständnis als Autorin wie auch ihre Stellung innerhalb des romantischen Literaturbetriebs erforscht wird. Um sich diesem Kontext zu nähern, fokussiere ich einerseits Tagebucheinträge und Briefkorrespondenzen der Autorin selbst, hinzugezogen werden andererseits zeitgenössische Dokumente wie Rezensionen oder Periodika.

 

Romantikforschungsprojekt im Rahmen des Romantiknetzwerks Aktuelle Perspektiven der Romantikforschung | Theorien, Methoden, Lektüren. Netzwerk für Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphasean der Goethe Universität Frankfurt am Main, geleitet von Prof. Dr. Frederike Middelhoff

romantikforschung.uni-frankfurt.de/netzwerk-aktuelle-perspektiven-der-romantikforschung/

Lehre

Sommersemester 2021
Prosseminar "Schwangerschaft in der Literatur", Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Hauptseminar "Poetikprofessur Silke Scheuermann", zusammen mit Andrea Bartl, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Proseminar „Theorien und Literatur der Romantik“, zusammen mit Alina Boy, UzK

Wintersemester 2020/2021
Übung/Einführung II „Romantik“, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Wintersemester 2019/2020
Proseminar „E.T.A. Hoffmann“, zusammen mit Alina Boy, Universität zu Köln
Literarische Scheibwerkstatt für Studierende im Rahmen des Literaturfestivals Poetica (Köln), gemeinsam mit Jan Wagner

Sommersemester 2019
Proseminar „Romantik“, zusammen mit Alina Boy, Universität zu Köln

Wintersemester 2018/2019
Proseminar „Die Dramen Friedrich Hebbels“, Universität zu Köln
Literarische Scheibwerkstatt für Studierende im Rahmen des Literaturfestivals Poetica (Köln), gemeinsam mit Aris Fioretos
Seminarsitzung zu Hugo von Hofmannsthals Lyrik, Département de Langues et Lettres modernes, Littérature allemand, Universität Lüttich

Wintersemester 2017/2018
Literarische Scheibwerkstatt für Studierende im Rahmen des Literaturfestivals Poetica (Köln), gemeinsam mit Yoko Tawada

Sommersemester 2017
Teaching Assistant in German Literature (210) mit Prof. Dr. Christian Schneider, Washington University in St. Louis, Mo

Wintersemester 2016/2017
Teaching Assistant in German Literature (210) mit Prof. Dr. Caroline Kita, Washington University in St. Louis, Mo

Sommersemester 2013
Tutorin für Grammatik- und Sprachkurse, Leitung eines Theaterkurses und Inszenierung von Arthur Schnitzlers Reigen, Germanische Institut, Karls-Universität Prag