Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Archiv Vorträge

Anna Maria Carpi: Die Grenzen der Einbildungskraft. Zu Kleists Guiskard-Fragment

Am 4. Juli 2016 hielt Prof. Dr. Anna Maria Carpi einen Gastvortrag zum Thema Die Grenzen der Einbildungskraft. Zu Kleists Guiskard-Fragment.
Organisiert wurde der Vortrag von PD Dr. Stephanie Catani.

Im Juni 1808 erscheint in der Zeitschrift Phöbus ein Ausschnitt aus Kleists Drama Robert Guiskard, Herzog der Normänner. Das Stück bleibt ein Fragment – bereits im Oktober 1803 hat Kleist voller Selbstzweifel erste Manuskripte des Dramas verbrannt.

Der Vortrag fragte nach den Gründen für dieses Scheitern an einem Text, den Kleist selbst zu seinem Masterprojekt erklärt hat.

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Roland Borgards: Off Cage. Kleists Hermannsbärin

Am Montag dem 20. Juni 2016 hielt Prof. Dr. Roland Borgards einen Vortrag zum Thema Off Cage. Kleists Hermannsbärin. im Rahmen der Vorlesung „Heinrich von Kleist“ und der Master-Class der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien (BaGraLCM).

Dass Kleists Herrmannsschlacht ein Tierdrama ist, ist offensichtlich. Von besonderer Prägnanz ist dabei der Tierbestand rund um Thusnelda, die sich selbst mit einem Tier assoziiert: mit einer Bärin. Diese Bärin ist eines der wenigen Tiere des Dramas, das nicht nur als Wort, sondern als körperliche Gestalt die Bühne betritt. Der Auftritt der Bärin unterwirft die Gattung des Politischen Dramas einem Raubtiertest. Nur um diesen gattungsprovozierenden Raubtiertest wird es im Vortrag gehen.

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Gespräch mit dem Dramaturgen Olivier Garofalo (E.T.A.-Hoffmann-Theater)

Am Montag, 30.5.2016, wird Olivier Garofalo im Rahmen der Kleist-Vorlesung (Leitung: PD Dr. Stephanie Catani) über die aktuelle Inszenierung von Heinrich von Kleists Schauspiel „Prinz Friedrich von Homburg“ (Regie: Robert Gerloff) am E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg sprechen.

Olivier Garofalo, der diese Inszenierung als verantwortlicher Dramaturg betreut, wird im Gespräch mit Studierenden Einblicke in die dramaturgische Praxis am Stadttheater geben und mit Blick auf die aktuelle
Aufführung Fragen zu Heinrich von Kleist als „Bühnenautor“ diskutieren.

Zeit und Ort: Mo, 30.5.2016, 12:00 - 14:00, U5/01.22

Christof Hamann: Herausragende Herausforderung. Der Berg als Schauplatz der Literatur

Berge sind in der Mensch-Naturbeziehung seit der Antike im wahrsten Wortsinne ‚herausragende‘ Herausforderungen. Mit Petrarcas Mont Ventoux in der frühen Neuzeit und mit den Alpen-Darstellungen Hallers oder Rousseaus werden Bergmassive zu literarischen Topoi der Einkehr und Erhabenheit. Die Entdeckung und Erschließung des Alpinen als Lebens- und Erfahrungsraum findet auch in literarischen Wahrnehmungsmustern und Handlungsräumen statt. Im 19. und 20. Jahrhundert bilden sich ‚am Berg‘ Narrative der Eroberung und Beherrschung aus, aber auch solche des tragischen Scheiterns und Sturzes. Auch die außereuropäischen Berg-Schauplätze kommen, z.B. als (neo-)koloniale Landmarken, in den Blick literarischer Texte. So sehr dabei die literarischen Konstruktionen denjenigen in der sogenannten Realität ähneln mögen, so sehr handelt es sich dabei um mit Hilfe verschiedener literarischer Verfahren produzierte Schauplätze.

In seinem Vortrag wird der Autor und Professor für Literaturwissenschaft Christof Hamann ausgehend von einer kursorischen Kultur- und Literaturgeschichte des Berges zwei seiner eigenen Romane, Usambara (2007) und Nur ein Schritt bis zu den Vögeln (2012), in den Blick nehmen, und die ästhetische Konstruktion der darin behandelten Berge, des Kilimandscharo und eines Berges in den Alpen, veranschaulichen.

Im Rahmen der Vorlesung »Settings. Wo die Literatur spielt« hält Christof Hamann einen Gastvortrag über den Berg als Schauplatz der Literatur.

Montag, 11. Januar 2016
10:00 c.t.
Hörsaal U2/01.33 (An der Universität 2)

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Udo Bermbach: Houston Stewart Chamberlain. Wagners Schwiegersohn, Hitlers Vordenker

In Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Bamberg

Houston Stewart Chamberlain war einer der wirkungsmächtigsten Schriftsteller des deutschen Kaiserreichs. Seine rassistische Kulturgeschichte Europas „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“ avancierte rasch zu einem Weltbestseller, von Seiten des Nationalsozialismus wurde er als Vordenker wahrgenommen.
Prof. Dr. Udo Bermbach ist emeritierter Politik-
wissenschaftler der Universität Hamburg. Seine gerade erschienene Chamberlain-Monographie wird er im Gespräch mit Friedhelm Marx vorstellen.

Dienstag, 08. Dezember 2015
19 Uhr s.t.
Hörsaal U5/00.24 (An der Universität 5)

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Katja Mellmann: Die Sinnmaxime „Arbeit“ im realistischen Roman und ihre Rezeption

Arbeit wird im 19. Jahrhundert zum wichtigsten sozialen Integrationsfaktor. Die Romanliteratur der Zeit bietet unterschiedliche Sinnentwürfe an, deren Aufnahme durch die Zeitgenossen Thema des Vortrags ist.

Im Rahmen der Vorlesung "Die Firma. Arbeit, Wirtschaft, Geldströme in der Literatur" hält PD Dr. habil. Katja Mellmann (Universität Göttingen) einen Gastvortrag mit dem Titel "Die Sinnmaxime 'Arbeit' im realistischen Roman und ihre Rezeption".

Zeit: Dienstag, 10. November 2015, 14-16 Uhr c.t.
Ort: MG1/00.04 (Markusstraße 8a)

Das Plakat finden Sie hier(509.7 KB).

Claudia Hillebrandt: Kafka und die Emotionen

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung "Franz Kafka"

Montag, 06. Juli 2015

14 Uhr c.t.

U5/01.22 (An der Universität 5)

Heinrich Detering: "Königliche Hoheit". Thomas Manns Experimentalroman

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung „Thomas Manns Romane“

Dienstag, 02.06.15

14-16 Uhr c.t.

MG1/00.04

Das Plakat zum Gastvortrag finden Sie hier(260.8 KB).

Yahya Elsaghe: Thomas Manns Goethe-Essays

Gastvortrag von Yahya Elsaghe (Universität Bern) im Rahmen der Vorlesung „Thomas Manns Romane“

Dienstag, 19.05.15

14-16 Uhr c.t.

MG1/00.04

Das Plakat zum Gastvortrag finden Sie hier(262.2 KB).

Henriette Herwig: Demenz in der Literatur der Gegenwart

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung "Alter(n) in der Literatur"

Dienstag, 01. Juli 2014

14-16 Uhr c.t.

MG1/00.04 (Markusstraße 8a)

Tilmann Lahme: "Historiker, das geht ja noch ..." Golo Mann und die Seinen

Dr. Tilmann Lahme spricht zum Thema "Historiker, das geht ja noch ..." Golo Mann und die Seinen.

Dienstag, 12.7.2011

20:00 s.t.

U2/025 (An der Universität 2)

Es ergeht herzliche Einladung!

Helmut Koopmann: Friedrich der Große in doppelter Optik: Thomas und Heinrichs Manns Friedrich-Pläne

Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Koopmann spricht zum Thema Friedrich der Große in doppelter Optik: Thomas und Heinrichs Manns Friedrich-Pläne.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Hauptseminars Zwischen wechselseitiger Rivalität und Inspiration. Das Frühwerk Heinrich und Thomas Manns von Prof. Dr. Marx und Prof. Dr. Bartl.

Donnerstag, 14. Juli

Beginn: 10.30 Uhr

U5/217 (An der Universität 5)

Es ergeht herzliche Einladung!

Dieter Borchmeyer: Thomas Mann und Bert Brecht - Antipoden im Exil

Prof. Dr. Dieter Borchmeyer spricht zum Thema "Thomas Mann und Bert Brecht - Antipoden im Exil".

Montag, 24.1.2011, 20:00 - 21:30 Uhr, U5/024

Matteo Galli: Filmische Familiensagas. Francis Ford Coppolas "The Godfather" und Edgar Reitz' "Heimat"

Prof. Dr. Matteo Galli spricht zum Thema Filmische Familiensagas. Francis Ford Coppolas "The Godfather" und Edgar Reitz’ "Heimat".


Donnerstag, 13. Januar 2011, 16.00 Uhr, Hörsaal M3/232N (Markusplatz 3)


Es ergeht herzliche Einladung!

Jürgen C. Jacobs: Das 'Machtweib' im Bürgerlichen Trauerspiel. Oder: Millwood, Marwood und ihre Schwester

Prof. Dr. Dr. Jürgen C. Jacobs spricht zum Thema "Das 'Machtweib' im
Bürgerlichen Trauerspiel. Oder: Millwood, Marwood und ihre Schwester".

Dienstag, 30. November 2010
18.00 Uhr c.t.
Hörsaal U7/105 (An der Universität 7)
Eintritt frei!

Hans Rudolf Vaget: »Greisen-Avantgardismus«. Zur Thematik des Spätstils und des Alterswerks bei Thomas Mann

Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget spricht zu dem Thema »Greisen-Avantgardismus«. Zur Thematik des Spätstils und des Alterswerks bei Thomas Mann.

Der Begriff »Greisen-Avantgardismus« ist eine Wortschöpfung Thomas Manns, mit der er u.a. das Spätwerk seines Bruders Heinrich beschrieben hat. Der Vortrag beleuchtet die ästhetischen, biographischen und werkgeschichtlichen Aspekte des Begriffs und versucht zu zeigen, dass er als der eigentliche Fluchtpunkt von Thomas Manns lebenslangem Nachdenken über Künstler und Künstlerschaft anzusehen ist.

Dienstag, 8. Juni 2010 18.00 Uhr s.t.

Hörsaal U7/105 (An der Universität 7)

Eintritt frei!

Christoph Schmälzle: Schillers Schädel – Schicksal einer Dichterreliquie

Der Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und die Goethe-Gesellschaft Bamberg laden ein zum Vortrag von

Christoph Schmälzle: „Schillers Schädel – Schicksal einer Dichterreliquie“

Dienstag, 11. Mai 2010, 20 Uhr s.t., Hörsaal U2/025 (An der Universität 2)

Klicken Sie hier(418.5 KB) für den Flyer.

Schillers Sarg in der Fürstengruft ist heute leer, nachdem mit Hilfe moderner DNA-Analyse geklärt werden konnte, dass keiner der beiden mutmaßlichen Schiller-Schädel dem Dichter zuzuordnen ist. Die außergewöhnlichen Umstände der Bestattung, Bergung und Umbettung von Schillers sterblichen Überresten hatten früh Zweifel an ihrer Identität entstehen lassen. Zugleich nährte die besondere Rolle, die Schiller seit seinem Tod als »Nationalautor« spielt, das Verlangen der Nachwelt nach einer authentischen »Reliquie«. In der nahezu 200 Jahre währenden »fixen Idee«, die Echtheit von Schillers Schädel wissenschaftlich zu bestätigen, überkreuzen sich Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte. Spätestens mit den Schiller-Feiern von 1859 mutierte der Dichter zu einem Märtyrer der zu kurz gekommenen Nation, an dessen Gebeinen sich die neu formierten Wissenschaften vom Menschen erproben konnten. Mit den 2008 abgeschlossenen naturwissenschaftlichen Untersuchungen im Rahmen des Projekts „Der Friedrich-Schiller-Code“ ist das Problem nur scheinbar erledigt. Die Frage, wie das materielle Erbe der Klassik angemessen bewahrt und wie ihr Geist für die kommenden Generationen lebendig gehalten werden kann, ist aktueller denn je.

Katrin Max: Neues medizinisches Wissen und herkömmliche Metaphorik: Zur Literarisierung von Krankheit bei Thomas Mann

Dr. Katrin Max (Institut für Geschichte der Medizin,Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Neues medizinisches Wissen und herkömmliche Metaphorik: Zur Literarisierung von Krankheit bei Thomas Mann

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung „Literatur und Krankheit“

Dienstag, 16. Juni 2009, 14 Uhr c.t., Hörsaal U7/105 (An der Universität 7)

Dieter Heimböckel: Alles Vortreffliche führt etwas Befremdliches mit sich. Heinrich von Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“

Der Titel des Gastvortrags von PD Dr. Dieter Heimböckel (Uni Regensburg) lautet: Alles Vortreffliche führt etwas Befremdliches mit sich. Heinrich von Kleists Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“

Veranstaltungstermin: Donnerstag, den 8. Mai 2008, 16:15 Uhr in der U7/105 Hörsaal

Dirk Niefanger: Poetisches "taratantara". Kriegsbilder in der Nürnberger Barockpoesie

Poetisches "taratantara". Kriegsbilder in der Nürnberger Barockpoesie

am Donnerstag, den 28. Juni 2007, 16.15 Uhr

M3/232N

 

Vittorio Hösle: Charles Dickens als Kritiker Goethes? Ein Strukturvergleich von Wilhelm Meisters Lehrjahre und Great Expectations

Charles Dickens als Kritiker Goethes?

Ein Strukturvergleich von Wilhelm Meisters Lehrjahre und Great Expectations

Donnerstag, den 24. Mai 2007, 20:00 Uhr, U5/ 024

Vittorio Hösle (Jg. 1960) gehört zu den renommiertesten Philosophen der Gegenwart. Nach seiner Habilitation an der Universität Tübingen im Jahr 1986 war er Professor an der New School for Social Research (New York), an der Universität Essen und am Forschungsinstitut für Philospohie in Hannover. Seit 1997 lehrt er Philosophie an der University of Notre Dame (U.S.A.). 2004/2005 war er Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton. 2006 erschien sein Buch über den philosophischen Dialog im Verlag C.H. Beck.

Hans Rudolf Vaget: Werther, der Untote. Über Werthers Nachleben im Werk Goethes

Am 22. Januar 2007, um 18.15 Uhr, An der Universität 2, Raum 025 spricht

Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget über das Thema: "Werther, der Untote. Über Werthers Nachleben im Werk Goethes".

Vortrag im Rahmen derGoethe-Vorlesung

Kolloquium: Thomas Manns kulturelle Zeitgenossenschaft

Unter diesem Thema steht das

Kolloquium des Kreises der jungen Thomas Mann-Forscher der Dt. Thomas Mann-Gesellschaft am

19.-20. Januar 2007, Universität Bamberg, U2/025 – Hörsaal 1, An der Universität 2 (Ostflügel).

Eröffnet wird das Kolloquium am Freitag, 19. Januar 2007 um 14.00 Uhr.

Es sprechen unter anderem:

  • Paolo Panizzo über das Thema Bruder Hitler: Die ‚peinliche Verwandtschaft’ des modernen Künstlers mit dem Demagogen
  • Katharina Ratschko über Die Josephs-Romane im Kontext der Debatte um Kunst und Politik
  • Cristina Parau zum Thema Die literarische Opposition: Thomas Mann und Josef Ponten
  • Nach einer Pause geht es um Thomas Mann im literarischen Feld. Zu diesem Thema referieren Philipp Gut, Frank Weiher und Tim Lörke.
  • Am Samstag, den 20. Januar 2007, wird das Kolloquium um 9.00 Uhr unter dem Thema Sprachen der Moderne? stehen.

Sie haben die Gelegenheit Vorträge zu Thomas Manns Mittelalter, Thomas Mann, das ‚Movie-Gesindel’ und Amerika als Exil zu hören.

Nach einer Mittagspause liegt ab 14.30 das Hauptaugenmerk auf Thomas Mann und die Wissenschaften vom Menschen.

Das genaue Programm können Sie hier(43.8 KB) als pdf-Datei herunterladen.

Jürgen C. Jacobs: Johann Wolfgang von Goethes Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre"

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft spricht

Prof. Dr. Dr. Jürgen C. Jacobs

(Bergische Universität Wuppertal)

am 12. Dezember 2006, 16.15 Uhr, An der Universität 7, Raum 105

über das Thema

Johann Wolfgang von Goethes Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" 

Vortrag im Rahmen der Goethe-Vorlesung

Friedhelm Marx: Über die "Machtsphäre der Liebe". Theodor Fontane und die Anthropologie der Moderne.

Am Mittwoch, 15.11.2006, hält um 19.30 Uhr im Lesesaal der Staatsbibliothek Prof. Dr. Friedhelm Marx einen Vortrag über das Thema:

Über die "Machtsphäre der Liebe": Theodor Fontane und die Anthropologie der Moderne.

Fontanes Romane erzählen eine ganze Reihe von Liebesgeschichten. Von Anfang an setzen sie sich dabei mit der anthropologischen Position des Naturalismus auseinander, der, wie eine Romanfigur Fontanes bemerkt, die ganze Machtsphäre der Liebe auf sehr äußerliche, sehr natürliche Prozesse reduziert. Bei Emile Zola läßt sich das nachlesen: Nicht die "Seele", sondern die Sinne, etwa der Geruchssinn, spielen eine entscheidende Rolle bei der Anbahnung zwischenmenschlicher Beziehungen. Fontane greift diese Position in seinen Romanen auf - und schreibt gegen sie an. Der Vortrag skizziert am Beispiel der frühen Romane "L'Adultera", "Vor dem Sturm" und "Graf Petöfy", wie Fontane die "Machtsphäre der Liebe" beschreibt.

Dieter Stolz: Günter Grass – ein weites Feld und kein Ende

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 

spricht

Dr. Dieter Stolz (Berlin)
Dienstag, 11. Juli 2006, 8.30 Uhr
im Raum U7/105 (An der Universität 7)
über das Thema
Günter Grass – ein weites Feld und kein Ende

Klaus Manger: Christoph Martin Wielands Erfindung Weimars

Am 7. Juni 2006, 20 Uhr, im Raum 024 (An der Universität 5) spricht

Prof. Dr. Klaus Manger, Universität Jena

über das Thema:

Christoph Martin Wielands Erfindung Weimars

Piero Boitani: The genesis of the Artist, the artist of Genesis

10. Mai 2006, 20 Uhr, An der Universität 5, Raum 024

Thema: "The genesis of the Artist, the artist of Genesis"

This conversation will illustrate the birth and development of the figure of God as Artist from the Hebrew Bible on to medieval and modern versions of the Creation story as well as the birth and development of the figure of the artist in Genesis from the biblical account to Thomas Mann. This literary development cannot be separated from parallel patterns in the visual arts. Hence, the conversation will also use slides of significant monuments from the Middle Ages and the Renaissance, down to Romanticism.

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Ruprecht Wimmer: Thomas Manns "wildester Roman" – Gedanken zur Edition des Doktor Faustus

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

spricht Prof Dr.

Ruprecht Wimmer
(Katholische Universität Eichstätt)

am Dienstag, 24. Januar 2006, 8.30 Uhr
in Raum U7/105 (An der Universität 7)

über das Thema

Thomas Manns "wildester Roman" – Gedanken zur Edition des Doktor Faustus.

Andreas Blödorn: "Tonio Kröger" – queer gelesen. Von der Queer Theory zur Methode eines Queer Reading

Thema: "Tonio Kröger" – queer gelesen
Von der Queer Theory zur Methode eines Queer Reading
Montag, 5. Dezember 2005, 20 Uhr, U5/024

Tina Hartmann: Goethes Musiktheater

Dr. Tina Hartmann: "Goethes Musiktheater"

Veranstalter: Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft zusammen mit der Goethe-Gesellschaft Bamberg

Dienstag, 5.7.2005, 20:00 - 22:00 Uhr; U5/024 – Hörsaal, An der Universität 5

Vittorio Hösle: Zur Formenlehre des philosophischen Dialog

Prof. Dr. Vittorio Hösle: "Zur Formenlehre des philosophischen Dialog"

Philosophische Dialoge können dramatisch dargestellt, erzählt oder in einem Rahmengespräch diskutiert werden. Was sind die Vorzüge der jeweiligen Form? Insbesondere: Was ist die Funktion des Erzählers? Neben Beispielen aus der Antike werden besonders “Dialogues concerning natural religion” diskutiert werden.
Vittorio Hösle (Jg. 1960) gehört zu den renommiertesten Philosophen der Gegenwart. Nach seiner Habilitation an der Universität Tübingen im Jahr 1986 war er Professor an der New School for Social Research (New York), an der Universität Essen und am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover. Seit 1997 lehrt er Philosophie an der University of Notre Dame (USA), im letzten Jahr wurde er Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton. Zur Zeit arbeitet er an einem Buch über den philosophischen Dialog, das 2006 im Verlag C.H. Beck erscheinen soll.

Veranstalter: Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit Professur für Klassische Philologie/Schwerpunkt Gräzistik

Donnerstag, 12.5.2005, 18:15 - 20:00 Uhr; U7/105 – Hörsaal Innenstadt, An der Universität 7

Volker Klotz: Gegenstand als Gegenspieler – Brisante Dinge als handfeste Widersacher auf der Bühne

Prof. Dr. Volker Klotz: "Gegenstand als Gegenspieler – Brisante Dinge als handfeste Widersacher auf der Bühne"

25. Januar 2005, 20 Uhr, U5/024

Theaterbesucher wissen: auf der Bühne geht es oft hoch her und heftig zu. Doch nicht allein menschliche Lebewesen bestreiten das szenische Geschehen. Mit im Spiel sind immer wieder auch leblose Dinge, ebenso bedeutsam wie wirksam.
Desdemonas Taschentuch etwa: scheinbares Beweisstück ihres Treuebruchs, ist schon durch mehrere Hände gegangen, bis es schließlich Othello zum Mord bewegt. Aber auch unblutig, in Komödien von Aristophanes bis Dario Fo, spielen gegenständliche Widersacher den dramatischen Personen mit, indem sie den allgemeinen Wirrwarr steigern oder gar auslösen.

Friedhelm Marx (Antrittsvorlesung): Thomas Mann und kein Ende. Ein umstrittener Klassiker in der Gegenwartsliteratur

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Friedhelm Marx

Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Titel: Thomas Mann und kein Ende. Ein umstrittener Klassiker in der Gegenwartsliteratur

1. Dezember 2004, 19:00 Uhr, neuer Hörsaal in der U7

Krzysztof Polechonski: Die polnische Rezeption Ernst Jüngers 1929 - 2004

Auf Einladung des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia spricht

Dr. Krzysztof Polechonski

am 07. Juli 2004, 20 Uhr, U5, Raum 222

über “Die polnische Rezeption Ernst Jüngers 1929 - 2004”.

Roger Paulin: Goethes Straßburger Rede zum Shakespeare-Tag

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, des Lehrstuhls für Britische Kultur und der Goethe-Gesellschaft Bamberg spricht

Roger Paulin (University of Cambridge)

am 26. April 2004, 20 Uhr, U5, Raum 024

über das Thema “Goethes Straßburger Rede zum Shakespeare-Tag”.

Herbert H. Lehnert: Thomas Manns Modernität

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft spricht

Prof. Dr. phil. Herbert H. Lehnert (University of California, Irvine)

am 19. April 2004, 20 Uhr, U5, Raum 024

über das Thema “Thomas Manns Modernität”.

Jürgen C. Jacobs: "Wiedergeburt in Rom” – Goethes Italienische Reise als autobiographische Schrift

Auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und der Goethe-Gesellschaft Bamberg spricht

Prof. Dr. Dr. Jürgen C. Jacobs (Bergische Universität Wuppertal)

am 3. Februar 2004, 20 Uhr, U5, Raum 024

über das Thema "Wiedergeburt in Rom” – Goethes Italienische Reise als autobiographische Schrift"