Katja Huber: "Unterm Nussbaum"

29.01.2019, 19.00 Uhr s.t.

Hörsaal U2/00.25 (An der Universität 2)

Katja Huber, geboren 1971 in Weilheim, studierte Slawische Philologie und Politische Wissenschaften in München. Seit 1996 arbeitet sie beim Bayerischen Rundfunk. Für ihr literarisches Schaffen erhielt Huber 2001 den Publikumspreis des „Wortspiele“-Festivals. Ihr Debütroman Fernwärme (2005) wurde 2006 mit dem Bayerischen Kulturförderpreis ausgezeichnet. Ausschnitte aus ihrem bis dahin unveröffentlichten Prosaprojekt Reise nach Njetowa (2007) brachten ihr im selben Jahr eine Nominierung für den Bachmannpreis ein. Huber, die mit ihrer Familie in München lebt, ist Gründungmitglied der Initiative Meet your Neighbours (2016). Im August 2018 erschien ihr fünfter Roman Unterm Nussbaum.
Unterm Nussbaum erzählt eine wechselvolle Familiengeschichte. Der Anlass: Barbara Berger wird 70. Ihre vier Kinder leben verstreut in Deutschland und Frankreich, der Kontakt untereinander ist verhalten. Bis Miriam, die Älteste, beschließt, den Geburtstag der Mutter am Ammersee zu feiern, im Haus, in dem Barbara aufgewachsen ist. Von überall her ruft sie die Familie zusammen. Sie ahnt nicht, dass Barbara auf keinen Fall an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren will. Das vermeintlich harmlose Familientreffen im idyllischen Garten wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Kapitel um Kapitel taucht der Leser tiefer in die vielschichtige Narration ein, die bis in die 1930er-Jahre reicht. Geschildert werden nicht nur die Erlebnisse der Jubilarin, sondern auch eine Liebesgeschichte zwischen Barbaras Tante Anna und ihrer jüdischen Freundin. Die Entscheidungen der Vorfahren haben Auswirkungen bis ins Heute, an den Geburtstagstisch unterm Nussbaum.


Pressestimmen


„Der komplexe Plot ist in seiner letzten Konsequenz – die hier nicht verraten wird – ungeheuerlich. Er spielt durch, was passiert, wenn Menschen, die sich durch die politischen Umstände ermutigt fühlen, in sich das Böse zu- und an anderen auslassen.“ (Antje Weber, Süddeutsche Zeitung)


„Die Handlung, die sich langsam aufbaut und an beeindruckender Tiefe gewinnt, wird verfeinert durch grundlegende philosophische Gedanken zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und dem Ausgesetztsein des Menschen darin.“ (Stefanie Bürgers, LiteraturSeiten München)

 

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier(1.9 MB).