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Anchala Amarasinghe

Forschungsschwerpunkt: Spielfilme im DaF-Unterricht: Potenziale, Tabu-Szenen,  Didaktisierungen

"Meine Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Filmen mit Tabu-Szenen im DaF-Unterricht in Sri Lanka. Tabu bezieht sich hier auf kulturspezifische Eigenschaften einer Gesellschaft, z.B. unterschiedliche Einstellungen zu Körperkontakt.
Filme aus einer fremden Kultur spielen eine bedeutende Rolle in der Vermittlung von landeskundlichem Wissen, sie helfen Fremdsprachenlernenden dabei, eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen, interkulturelles Verständnis zu fördern und Toleranzfähigkeit in Bezug auf Tabuphänomene zu entwickeln. Allerdings fehlen bis jetzt methodisch-didaktische Vorschläge zum Umgang mit Tabu-Szenen in deutschen Spielfilmen.
Ich möchte ein Filmseminar für den universitären Unterricht in Sri Lanka entwickeln, um die interkulturelle Sensibilisierung der Lerner und auch die Lerner-Autonomie zu fördern, ihre produktiven und rezeptiven Fertigkeiten zu stärken und die Lehrkräfte zu motivieren, auch Filme mit Tabu-Themen im Fremdsprachenunterricht einzusetzen."

 

Christine Renker

Forschungsschwerpunkt: Didaktisch-methodisches Vorgehen zur Binnendifferenzierung bei HerkunftssprecherInnen im Fremdsprachenunterricht

"Da es im deutschsprachigen Raum keine eigene Herkunftssprachendidaktik gibt, wie sie beispielsweise in Amerika besteht, ist eine Entwicklung von materialinhärenter Binnendifferenzierung ein Anliegen, das zukünftig nicht nur für die großen Herkunftssprachen (z.B. Russisch, Griechisch, Türkisch) besteht sondern auch für die "neuen" oder "kleinen" Herkunftssprachen (z.B. Albanisch, Persisch, Bosnisch/Koratisch/Serbisch) relevant ist.
Daher befasst sich meine Arbeit mit dem didaktisch-methodischen Vorgehen zur Binnendifferenzierung im Fremdsprachenunterricht (FSU) mit Lernenden mit herkunftssprachlichen Vorkenntnissen.
Es bedarf einer Ausarbeitung von Materialien, die angewandt werden können, wenn HerkunftssprecherInnen (HS) den FSU besuchen und mit Fremdsprachenlernenden (L2-Lernende) zusammen unterrichtet werden.
Diese Konzeptionen erfordern sowohl auf der basalen Ebene des Neuerwerbs der eigentlichen Muttersprache (z.B. dem Schriftspracherwerb) als auch auf höheren Niveaustufen Methoden, die die L2-Lernenden und die HS gleichermaßen in bestimmten Kompetenzbereichen fördern können.
Die Methoden sollen dabei darauf abzielen, das bereits vorhandene Potenzial in der Herkunftssprache zu nutzen, um noch fehlende Kompetenzbereiche aufzuholen und gleichzeitig die bestehenden Vorkenntnisse für ein kooperatives Lernen mit den Fremdsprachenlernenden verwenden zu können."