Vergangene Veranstaltungen

Namen und Wörter. Theoretische Grenzen – Übergänge im Sprachwandel

Die dreitägige Tagung, die vom 05.10.-07.10.2017 stattfand, führte an der Namenforschung interessierte Linguistinnen und Linguisten in Bamberg zusammen.

Die Tagung startete mit einer Podiumsdiskussion renommierter Fachexperten zu der nach wie vor strittigen Frage, ob Namen eigentlich Wörter sind oder nicht. Den Ausgangspunkt bildete ein Statement des dänischen Germanisten Per Bærentzen, der auf der Grundlage einer Einteilung der Substantive in Propria, Pseudo-Propria und Appellativa den Anstoß für die Diskussion lieferte.

Im Anschluss präsentierten 23 Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Dänemark und der Schweiz die Ergebnisse ihrer Forschungen im Rahmen von vier Sektionen zu den Themen 'Namen und Bezeichnungen', 'Onymisierung und Deonymisierung', 'Wortlexikographie und Namenlexikographie' und 'Graphische Unterscheidung von Wörtern und Namen'.

Die Gastgeber Rolf Bergmann und Stefanie Stricker gaben ein Statement zum Umgang mit Eigennamen innerhalb der Lexikographie des Althochdeutschen. Die Befunde können Ausgangspunkt eines künftigen Forschungsprojektes zum Althochdeutschen sein.

Höhepunkt der Veranstaltung, an der sich auch langjährige Weggefährten und Projektpartner Rolf Bergmanns, darunter Dieter Nerius, Theo Vennemann, Lothar Voetz, Harald Pors und Hans Blosen, beteiligten, war ein Empfang anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. em. Dr. Rolf Bergmann, zu dem er an einem Tagungsabend einlud.

Die Veranstalter Rolf Bergmann und Stefanie Stricker danken dem Zentrum für Mittelalterstudien und der Internen Forschungsförderung der Universität Bamberg (FNK) für die großzügige Förderung der gelungenen Tagung.


Althochdeutsch und neue Medien
Tagung am 20. und 21. Juni 2014 in Bamberg

Organisation: Prof. Dr. Stefanie Stricker - Prof. em. Dr. Rolf Bergmann

Das Kolloquium bildet den Auftakt der Arbeit an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zur digitalen Erschließung der mittelalterlichen lateinischen Handschriften, die althochdeutsche und altsächsische Glossen tradieren (Projektbeginn: 1.7.2014).

Im Mittelpunkt des Kolloquiums, zu dem Althochdeutschforscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Bamberg erwartet werden, steht die Vorstellung und Diskussion der in Bamberg entwickelten und modellierten Datenbank. Ziel des Kolloquiums ist eine erste Evaluation der online verfügbaren Datenbank, die künftig die quellenkundliche Basis für Fragen der Glossenforschung bereithalten wird. Zudem sollen Perspektiven für die künftige Erforschung des Althochdeutschen unter Einbeziehung neuer elektronischer Medien entwickelt werden.

Das Kolloquium will insbesondere auch zur internationalen Vernetzung des Bamberger Projektes beitragen sowie darüber hinaus die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven fördern.


Verbrechen, Vergehen und Strafmaß in der Sprache und Literatur des Mittelalters

Kolloquium vom 10. bis zum 12. Oktober 2013 in Bamberg

Organisation: Prof. Dr. Stefanie Stricker, Dipl.-Germ. Anette Kremer

Die Tagung versammelt Fachleute verschiedener Disziplinen (Rechts- und Sprachhistoriker, Mediävisten, Lexikographen, Literaturwissenschaftler, Latinisten, Indogermanisten), deren Forschungen sich mit Rechtsrezeption und -symbolik sowie mit Rechtsquellen des Frühmittelalters samt ihrer literaturwissenschaftlichen Interpretation und der sprachwissenschaftlichen Analyse ihres volkssprachigen Wortschatzes beschäftigen. In diesem Zusammenhang sind außer den Leges-Handschriften auch lateinische Urkunden, Kapitularien, Amtsbücher, Chroniken, Viten, Briefe, Siegel, literarische Texte sowie die Glossenüberlieferung interessant.

Das Kolloquium möchte den interdisziplinären Austausch über Methodik und Probleme der philologischen Erschließung, Aufbereitung und Analyse des volkssprachigen Wortschatzes sowie die Analyse literarischer Texte und ihrer Rechtsaspekte fördern. Es steht in engem Zusammenhang mit dem Bamberger DFG-Projekt Digitale Erfassung und Erschließung des volkssprachigen Wortschatzes der kontinental-westgermanischen Leges barbarorum in einer Datenbank, das von Prof. Dr. Stefanie Stricker geleitet wird.

Tagungsprogramm


Paradigmenwechsel in der deutschsprachigen Lexikographie

Kolloquium am 15. und 16. Oktober 2010 in Bamberg

Das Kolloquium möchte Paradigmenwechsel in der deutschsprachigen Lexikographiegeschichte näher beleuchten. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie sich Wörterbuch-
typen durch die Sprachepochen hindurch verändern bzw. inwiefern sie konstant bleiben