Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Versierte und nicht-versierte Schreiberinnen und Schreiber

"Versiert" ist man laut Fremdwörterduden, wenn man  auf einem bestimmten Gebiet durch längere Erfahrung gut Bescheid weiß  und daher gewandt oder geschickt ist.

Versierte Schreiber - Blatt (2006) sagt "Schreibexperten" - sind aber nicht nur gewandt im Umgang mit Sprache und Schrift, sondern haben vor allem auch die Fähigkeit, ihre eigenen diesbezüglichen Probleme zu erkennen und Lösungsansätze zu finden.

Die Schreibdidaktik hat immer wieder gefordert, Schreibprozesse im Unterricht besser zu beobachten. Wenn man Lernende in ihrer Schreibkompetenz einschätzen will, helfen Fragen wie die folgenden, denn hier unterscheiden sich versierte und von nicht-versierten Schreiberinnen und Schreiber (Blatt 2006 sagt "Novizen"):

  • Wie wird die Schreibaufgabe verstanden?
    Wird die erforderliche Textsorte erkannt?
  • Wie wird mit der Schreibaufgabe umgegangen?
    Gibt es eine Planungs- und Sammlungsphase?
  • Ist das individuelle Schreibziel klar und wird es erreicht?
    Wird der eigene Schreibplan zu Ende geführt oder irgendwo abgebrochen?
  • Auf welche Weise wird das Vorgehen koordiniert/ überwacht?
    Ist eine Reflexion des eigenen Schreibhandelns erkennbar?

Worin bestehen typische Schreibschwierigkeiten der nicht-versierten Schreiberin, des nicht-versierten Schreibers?

  • Sie haben wenig Zutrauen zur eigenen Leistung.
  • Sie leiden unter dem Gefühl, noch nicht genug zum Thema zu wissen.  
  • Sie können ihr Thema nicht eingrenzen.
  • Sie haben Probleme, das Beabsichtigte zu formulieren.
  • Sie haben Schwierigkeiten, einem eigenen Schreibplan zu folgen

Weiterführende Literatur

  • Blatt (2006)

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