Schreibförderung und -erziehung

4. Schreibmotivation

 

Motivation ist nach Rheinberg (2008) die aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzuges auf einen positiv bewerteten Zielzustand. Motiviert sein bedeutet, dass 

  • jemand (1.) ein Ziel hat,
  • er (2.) sich anstrengt und
  • (3.) ablenkungsfrei bei der Sache bleibt (vgl. Rheinberg 2008, 14).

Eine beständige Motivation zum Schreiben baut sich auf, wenn eine Situation das Verfassen eines Textes erfordert bzw. herausfordert und wenn dem Schreibenden einleuchtet, dass sein Handeln zu einem Ergebnis führen und persönlich bedeutsame Folgen haben kann. Motivationale Prozesse sollten das Schreiben als Handlung im Ganzen begleiten, welches das Planen, Formulieren, Niederschreiben und Überarbeiten von Texten betrifft. Die Schüler/-innen sollen sich nicht von Schwierigkeiten und Problemen entmutigen lassen und deshalb den Schreibprozess abbrechen. Schreibmotivation hängt wesentlich davon ab, wie interessant eine Schreibaufgabe für den Einzelnen ist. Deshalb ist es oft sinnvoll, mehrere Schreibaufgaben zur Wahl zu stellen und bei diesen auch immer einen gewissen Variationsspielraum zu ermöglichen. Dafür eignen sich oft bekannte Themen aus der Lebenswelt der Schüler/-innen. Aber gleichzeitig ist es auch möglich und notwendig durch Schreibaufgaben ein Interesse für neue Themen bei den Schüler/-innen zu wecken. Da Kreativität motivierend wirkt, sollte diese ebenfalls gefördert werden (vgl. Kreatives und literarisches Schreiben).

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Weiterführende Literatur

  • Baurmann / Müller 1998
  • Boscolo 2009
  • Philipp 2012

 

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