Schreiben im Literaturunterricht

Schreiben im Literaturunterricht wurde in traditionellen Aufsatzdidaktiken vor allem ergebnisdarstellend eingesetzt: ab etwa Kl. 7 die "Inhaltsangabe" und die "schriftliche Textanalyse" (zu Problemen bei Aufgaben und deren Bewertung vgl. schon Abraham 1994), in späteren Klassenstufen vor allem der "Interpretationsaufsatz" (zu einer kompetenzorientierten Sicht vgl. Baurmann/Kammler 2012).

Schreiben im Literaturunterricht kann aber, als Verfassen von Textvarianten oder Anschluss- und Gegentexten, durchaus auch helfen, poetische Texte ganzheitlich wahrzunehmen statt nur kognitiv-analytisch). Das ist der Grundgedanke eines "produktionsorientierten Literaturunterrichts", der seit den 80er Jahren immer auch Schreibunterricht gewesen ist (vgl. z.B. Waldmann/Bothe 1992).

Schreiben im Literaturunterricht kann, als "produktives Verstehen" (Kopfermann 1994) auch Interpretation vorbereiten, indem es "Lesewege" (Schubert-Felmy) nachzeichnet und "Lesarten" darstellt und damit in der Lerngruppe zu diskutieren erlaubt. In Form von "talking to the text" (Masanek 2008) können sich Leser/-innen schreibend mit literarischen Texten auseinandersetzen.

Seit einiger Zeit rücken in diesem Zusammenhang verstärkt die Kompetenzen der Lehrenden in den Blick. In einem Entwicklungsprojekt des Literaturhauses Stuttgart in Kooperation mit dem Bamberger Lehrstuhl für Deutschdidaktik geht es im Rahmen einer zweijährigen Weiterbildugnsmaßnahme um die Fähigkeit von Deutschlehrer/-innen, in verschideneen Gattungen slebst zu schreiben und die Textprodukte zu reflektieren und zu überarbeiten.

---------------------------------------------------------

vgl. auch:

---------------------------------------------------------

weiterführende Literatur:

  • Kopfermann 1994 
  • Schubert-Felmy 2001
  • Waldmann/Bothe 1992
  • Masanek 2008
  • Baurmann/Kammler 2012

---------------------------------------------------------

zurück