Projekte - Arten, Merkmale und Arten

Arten von Projekten

  • auf präsentable, öffentlichkeitswirksame Produkte hin angelegte Projekte
  • Projekte, die Wert auf Interdisziplinarität legen (fächerübergreifend sind)
  • Projekte, bei denen das soziale Lernen oder das Wahrnehmen von Subjektivität im Vordergrund steht
  • Projekte, die in besonderem Maße das Bewusstsein für gesellschaftlich relevante Probleme schärfen wollen  

Merkmale von Projekten

  • Soziales Lernen: Interaktion: Teamarbeit, Engagement, Zusammenhalt, gemeinsames Ziel.
  • Zeit- und Organisationsaufwand: Umfasst mehr als eine Schulstunde (evtl. auch Freizeit); verlangt Planung und Organisation, erfordert erhöhten Arbeitsaufwand.
  • Wirklichkeitsbezug: Projekte sollten sich aus bestimmten realen Situationen entwickeln (Situationsbezug); Vor-Ort-Erkundungen, Interviews, Befragungen, Umfragen gehören zu einem Projekt dazu (Öffnung nach außen).
  • Subjektbezug: Die Sachaspekte/Themen sollen von den Schülern in Selbstorganisation gefunden und formuliert werden; lediglich ein vorformuliertes Thema und eine Vor-Auswahl an Materialien können zur Verfügung gestellt werden, um Interessen der Schüler zu wecken und einen Identifikationsprozess einzuleiten; das Projekt sollte in Selbstverantwortlichkeit der Schüler durchgeführt werden; die Schüler sollen unter Einbezug vieler Sinne am Projekt arbeiten.
  • Methodenbezug/Organisation: Der individuelle Lernbestand jeden Schülers und der kollektive Lernbestand der Klasse muss ausgewertet sein: arbeitsmethodische, soziale und Sachkompetenz sollten vorhanden sein; Bewusstsein für methodische, selbstgesteuerte Arbeit ist gefordert: den Schülern sollte bewusst sein, dass ihre Arbeit auf ein Ziel ausgerichtet ist; Arbeitsraster sollen erstellt ( Zeitabschnitte, Arbeitsschritte, Aufgaben), längerfristige Ziele formuliert werden; Gruppenorganisation soll durchgeführt werden; das „ungeteilte Subjekt“ soll gefordert sein.
  • Produktbezug: Erkenntnisse, Forschungen und Begriffenes sollen dar- oder vorgestellt werden ( Gesellschaftliche Praxisrelevanz, Produktorientierung); „disziplinierende Funktion“: Bei der öffentlichen Vorstellung des Projekts will sich niemand blamieren; dadurch strengen sich die Schüler eher an.
  • Öffnung und Offenheit: Thematische Öffnung: Fächerübergreifender Unterricht; Methodische Öffnung: Werkstattcharakter und kooperative Arbeitsformen statt der Lehrerdominanz; Institutionelle Öffnung: Ergebnispräsentation in der Öffentlichkeit (Aufführungen/ Stellwände/ Ausstellungen/ Buch/ Videoaufnahmen, usw.); Öffnung nach außen (s.o.)

Ablauf von Projekten

  • Die Fragestellung/ das Problem/ das Vorhaben wird aus einer realen Situation abgeleitet.
  • Vorbereitung und Eröffnung (Problemformulierung, Eingrenzen des Vorhabens, Sichtung von Voraussetzungen und Mitteln zur Problemlösung)
  • Gliederung in geplante und terminierte Projektphasen (organisatorischer Ablauf) : Terminpläne, Gruppenmappen, Raumbelegungen,..
  • Änderung der Interaktion: Schüler/-innen übernehmen Eigenverantwortung; Projekt läuft ab, immer auf das Produkt hin orientiert; methodische und inhaltliche Reflexion schließt an.
  • Öffnung des Projekts nach außen (z.B. Interviews, s.o.)
  • Projektabschluss: Vorstellung der Ergebnisse in einer (Teil-) Öffentlichkeit

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