Lesekompetenz

ist die Fähigkeit, Texte sinnentnehmend und zielgerichtet (d.h. auf eigene Interessen und geplantes Handeln bezogen) zu lesen, sie zu verstehen und sich mit ihnen kritisch auseinander zu setzen.

Nicht nur Lesen und Verstehen gehören untrennbar zusammen, sondern auch Lesen und Schreiben: Im Rahmen sog. Lesestrategien werden Zusammenfassungen, Zwischentitel, Marginalien, Fragen an den Text us. aufgeschrieben.

Auch im Begriff "Textkompetenz" (Schmölzer-Eibinger Hrsg. 2007) kommen Lesen und Schreiben zusammen: Grammatische und stilistische Optionen, die man in Texten anderer, meist professioneller Schreiber vorfindet, können auf Dauer nicht nachgeahmt werden, ohne verstanden worden zu sein. Sprachreflexion an Hand fremder Texte, die grammatzsiches Wissen erzeugt, stärkt daher die eigene Textkompetenz (vgl. Fritz 2010, 247).

Wenn schließlich für Schreibkompetenz die Fähigkeit zur Selbstverbesserung ("Textrevision") entscheidend ist und Bewerten heute nicht mehr allein Sache der Lehrkraft, dann schult Schreibunterricht notgedrungen immer auch auch die Lesekompetenz: Wie sonst kann man Schreibkonferenzen abhalten oder eigene Entwürfe bearbeiten?

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