Kommentar

Der Kommentar ist eine begründete Meinungsäußerung, in Zeitungen in der Regel über einen Sachverhalt, der z.B. in der gleichen Ausgabe bereits durch einen einen Bericht oder ein Interview behandelt worden ist. Die Form ist knapp, der Stil pointiert (ca. 40 bis 60 Zeilen).

Im seriösen Journalismus werden Meldung und Kommentar strikt getrennt.

Aufgabenbeispiel zu Fontanes "Brück´ am Tay":

Schreibt zwei (oder mehrere) Kommentare zu dem euch vorliegenden Zeitungsbericht. Wählt aus den folgenden Perspektiven:

  • Angehöriger eines Verunglückten
  • Gottesfürchtiger Technikverteufler
  • Ingenieur / Gutachter 
  • Präsident der verantwortlichen "Bahn AG" 
  • Bürgermeister des Dorfes in dem der Zug erwartet wurde
  • "Position eurer Wahl"

Textbeispiel aus unserem Seminar

(Michael Faulhaber)

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.“ (Lk 12,49)
Seine Drohung hat der HERR nun wahr gemacht; seinen Zorn ließ er auf die Menschen kommen, indem er seinen starken Arm auf die Taybrücke niederschmetterte.
Das „Wunderwerk“ der menschlichen Technik – sein Frevel, sein Übermut, seine Eitelkeit – liegt nun begraben unter den Wogen des Wassers, hinweggefegt vom Zornessturm Gottes. Gott urteilt und straft gerecht. Niemand kann sich seiner Gerechtigkeit entziehen. So ist auch der Tod von 200 Menschen gerecht.
Kehrt um, wendet Euch von Eurer sündhaften Technik ab. Erinnert euch, wer der Herr der Welt ist. Stellt Euch wieder unter sein Gesetz und tuet Buße!
Das Heil wird nicht auf Schienen zu Euch kommen.
"Tut Buße und glaubt an das Evangelium." (Mk 1,15)

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vgl. auch:

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