Erfolgs- oder Misserfolgsorientierung

 

Es gibt zwei Typen von Schreiber/-innen:

 

Der Erfolgsorientierte:

  • gewähltes Anspruchsniveau: mittelschwere Aufgaben (= realistisch)
  • Ursachenerklärung für Erfolg: eigene Tüchtigkeit, Anstrengung
  • Selbstbewertung: positiv

 

Der Misserfolgsorientierte:

  • gewähltes Anspruchsniveau: sehr leichte, besonders schwere Aufgaben
  • Ursachenerklärung für Erfolg: Glück / Zufall, niedriger Schwierigkeitsgrad
  • Selbstbewertung: negativ
  • (vgl. Selbstbewertungsmodell der Leistungsmotivation nach Heckhausen 1972)

 

Ein motivierender Schreibunterricht sollte bei den Schüler/-innen ‚Erfolgszuversicht’ wecken.

Dabei ist auf den Zusammenhang von Erfolg und eigener Anstrengung hinzuweisen (= günstige Attribuierung), wie auch auf das Verhältnis von Erfolgswahrscheinlichkeit und Wahl einer Aufgabe, deren Bewältigung realistisch ist. Eine individuelle Bezugsnormorientierung kann ebenfalls zu einer Verbesserung der Motivationslage beitragen, da hierbei die Selbstwirksamkeitswahrnehmung der Schüler/-innen gestärkt wird (vgl. Rost 2010).

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