Authentische Lernarragements

Ein authentisches Lernarrangement soll den Schülern zur Vorbereitung auf anstehende Prüfungen sowie auf die kommende Zeit nach der Prüfung dienen. Das Ziel ist nicht nur eine bestmögliche Note zu erreichen, sondern auch das für einen Test erworbene Wissen Test länger zu behalten und später wieder nutzen zu können.

Die Vorbereitung wird in drei Schritten durchgeführt:

  1. Schreibertypen – Lernertypen bestimmen
  2. Die eigene Lernumgebung analysieren
  3. Die eigene Prüfungsvorbereitung im ePortfolio reflektieren

Das ePortfolio wird wie ein klassisches Portfolio im Hinblick auf Inhalt, Ziel und insbesondere Prozess ausgeführt. Die Texte werden dann nicht beurteilt, sondern von den Lernenden für sich selbst archiviert. Auf dessen Wunsch kann er sich auch von Lehrpersonen oder Peers Feedback zu seinem ePortfolio, also über sein Lernverhalten und seinem Lernerfolg, einholen. ePortfolios könnten von Prüfung zu Prüfung weitergeführt werden und ermöglichen den Schülern ihren eigenen Lernprozess dauerhaft zu reflektieren.

 

Didaktischer Mehrwert authentischer Lernarrangements 

Durch das Erstellen und Archivieren ihres Lernprozesses erhalten die Heranwachsenden die Möglichkeit sich selbst als Lerntyp besser zu verstehen und die eigene Entwicklung beim Lernen beobachten zu können. Das Austauschen von ePortfolios lässt zusätzlich noch die Schüler einen Blick für das Lernverhalten ihrer Peers gewinnen bzw. ermöglicht eine äußere Überprüfung der Annahmen über das eigene Lernverhalten. Des Weiteren soll so das Gelernte auch über den Prüfungszeitraum hinaus reflektiert werden, und so sollen die Lernenden dieses besser mit anstehenden Themen verknüpfen. Motivierend kann es für die Schüler sein, sich innerhalb des Lernprozesses Gedanken zu machen, wofür die Thematik außerschulisch eine Bedeutung haben könnte.

 

Probleme authentischer Lernarrangements

Voraussetzung für diese Methodik ist, dass die Lernenden Zugriff auf geeignete Schreibmedien, also Computer und Software zur Dokumentenerstellung, haben und dass die Schule eine Plattform eingerichtet hat, auf der dann Portfolios archiviert oder ausgetauscht werden können und Feedback gegeben werden können. Außerdem beinhaltet das Lernarrangement eine Freiwilligkeit der Schüler. So kann den Schüler/innen nicht zu jeder Prüfung das Schreiben eines ePortfolios abverlangt werden. Eher sollten sie durch das einmalige Ausprobieren dazu motiviert werden, diese weiterzuführen und sich regelmäßig so auf Prüfungen vorzubereiten. Praxisbeispiele für die Nutzung des kooperativen Schreibens stellt Bräuer (2013) vor.

 

 

Weiterführende Literatur

Bräuer 2013