Adressatenorientierung

Sich einen Leser oder eine Leserin vorzustellen hilft oft beim Schreiben.

Ein überlegtes Einbeziehen des Adressaten in die Sprecher- oder Schreiberrolle steuert die Gedankenführung und Argumentation des Schreibers. Überlegungen dazu, an wen bzw. für wen man eigentlich schreibt, erleichtern Entscheidungen über Form, Länge, sprachliche Gestaltung usw.

Vor allem in den 1970er Jahren hat eine kommunikationsorientierte Aufsatzdidaktik sich das Ziel gesetzt, adressatenorientierte Formen des Schreibens für den Deutschunterricht (z.B. sachliche Briefe, Leserbriefe, Anträge) nutzbar zu machen und damit zum einen dessen Lebens- bzw. Alltagsnähe zu verstärken und zum anderen Probleme des "Aufsatzunterrichts" zu lösen. Bewusstheit über die Adressatenorientierung ist ein Teil der Bewusstheit überhaupt, die schriftliches Arbeiten braucht.

Heute bezieht man auch die Neuen Medien ein, um authentische Adressatenorientierung zu erreichen (vgl. Abraham/Gattermaier 2007, Abraham 2014).

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