Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Zum Schluss

Zunächst stellen wir Ihnen unseren "ständigen Begleiter", das  Reisejournal, vor, im Anschluss folgen Auszüge aus darin enthaltenen Nachbetrachtungen der Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Unser persönlicher Reisebegleiter

Wir führen von Anfang an ein Reisejournal, das unsere Gedanken, Erfahrungen und Eindrücke und alle Texte, die während des Seminars entstehen, festhält und uns während der Reise ständig begleitet. Das Reisejournal zeichnet unsere Reise auf ganz individuelle Art nach und verbindet auf spezifische und einzigartige Weise Reisen, Schreiben und Lesen, und zwar vor, während und nach der Reise.

Das Reisejournal ist kein persönliches Tagebuch, es ist eine Sonderform des Reisetagebuchs. Es richtet sich an uns selbst und an die anderen Reiseteilnehmer, vielleicht sogar an Freunde und Bekannte, denen wir von unserer Reise berichten und erzählen wollen. Es soll ein robustes, festes, aber auch nicht zu schweres Heft im DIN-A-4-Format sein, das wir schnell zur Hand haben, in das wir jederzeit unterwegs schreiben können und das vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad Hitze und Feuchtigkeit standhält. Einband oder Titel können / sollen persönlich gestaltet werden.

Von Anfang an schreiben: für uns selbst und für die anderen

Wir schreiben von Anfang an, kontinuierlich während der ganzen Reise. Wir schreiben, wann immer wir dazu Lust haben. Wir notieren Dinge, die wir nicht vergessen wollen, auf die wir an anderer Stelle noch einmal zurückkommen oder die wir später in aller Ruhe durchdenken möchten. Wir führen schreibend Selbstgespräche, beobachten uns schreibend, teilen dem Reisejournal wichtige und auch nebensächliche Dinge mit, geben unserer Freude und Sorge Ausdruck, unserer Enttäuschung und unserem Ärger. Das Reisejournal soll weitgehend öffentlich sein. Wir lassen es also auch von anderen, zumindest in Auszügen, lesen und diskutieren. So wird das Reisejournal zu einem wichtigen Instrument und Medium des Dialogs, des inneren mit sich selbst und des äußeren mit den anderen Reiseteilnehmern. Dazu bedarf es natürlich eines gewissen Vertrauensvorschus-ses von allen Reiseteilnehmerinnen und –teilnehmern.

Schreibend nachdenken und lernen

Schreibend denken wir nach, schreiben wir über die Reise, über unsere Erfahrungen, Erlebnisse und über Eindrücke, die neu für uns sind und die uns verändern. Schreiben macht innere Prozesse sichtbar und ermöglicht eine distanzierte Sicht darauf. Beim Schreiben entstehen oft erst Gedanken, kommen wir auf Ideen und Einfälle. Schreiben im Reisejournal vernetzt und stellt Kontext her: Wir blättern zurück, schlagen nach, vergleichen, ergänzen, erkennen Zusammenhänge allmählich, bauen Verständnis und neue Erfahrungen auf – schreibend lernen wir. Beim Schreiben im Reisejournal können wir unsere Erfahrungen individuell verarbeiten und mit anderen austauschen. Der eigene Lernprozess wird schreibend begleitet und kann nach der Reise mit Hilfe des Reisejournals reflektiert und ausgewertet werden. Stationen einer Entwicklung, Verarbeitung und Veränderung können erkannt und nachvollzogen werden.

Das Reisejournal als Lesebegleiter

Das Reisejournal fungiert auch als Lesebegleiter, es verwirklicht rezeptionsbegleitend einen produktiven Umgang mit den Texten, die uns auf der Reise begegnen: Wir schreiben unsere Wahrnehmungs-, Deutungs-,  Vorstellungs- und Wertungsmuster auf, wir kommentieren und fassen zusammen. Das Reisejournal verbindet Schreiben und Lesen: Als schreibende Leser und lesende Schreiber artikulieren wir unsere Gedanken und Gefühle beim Lesen, treten somit schreibend in Dialog zu allem, was uns auf der Reise begegnet. 

Schreibend dokumentieren

Unser Reisejournal ist auch ein Dokument der Erinnerung: Wir halten Gedanken und Beobachtungen fest, können immer wieder darauf zurückkommen und uns Erlebnisse erneut ins Gedächtnis rufen, die wir (fast) schon vergessen haben. Beim Darin-Blättern gehen wir die Wege noch einmal, können die Eindrücke und Gedanken mit Abstand noch einmal nachempfinden. Neben Texten finden sich Fotos, Bilder, Skizzen, Collagen oder auch „Ausgeschnittenes“. Wir können Texte und Materialien in unser Reisejournal einlegen, einkleben oder auch abheften. 

Das Reisejournal als „Steinbruch“

Das Reisejournal ist eine Fundgrube, ein Schatzkästchen, ein „Steinbruch“. Es ist Grundlage für die Nachbetrachtung der Reise und die Evaluation der Lernentwicklung. Es ermöglicht eine differenzierte, individuelle und fundierte Gesamteinschätzung des Seminars und der Reise. Auszüge aus dem Reisejournal belegen unsere Eindrücke; Texte und andere ausgewählte Materialien zeigen, welche Erfahrungen gemacht und verarbeitet wurden, geben Aufschluss über den Zugang zu einem literarischen Text, zu einem Thema, über das Gelingen oder Nichtgelingen eines schreibdidaktischen Verfahrens.

Nachgedanken (Julia Hösl)

Wie bin ich angekommen?

Voller Erwartungen und Vorfreude, leicht skeptisch, ob ich denn auf Kommando kreativ sein können werde. Voller Zweifel, inwieweit mich eine Lese- und Schreibreise wirklich im Lesen und Schreiben weiterbringen wird.

Wie bin ich abgereist?

Überrascht. Zufrieden. Voller neuer Ideen.

Das werde ich anwenden, dieses werde ich abändern, jenes werde ich mit Schülern ausprobieren, und das da hilft mir selber.

Was habe ich gelernt?

Manchmal stehe ich mir selbst im Weg und zuviel Skepsis macht das Leben langweilig. Im Freien schreiben, in der Natur, fördert meine Kreativität mehr als alles andere. Immer und jederzeit würde ich mich wieder darauf einlassen. Und ich sollte auch mal jemanden lesen lassen, was ich da schreibe.

Was wäre gewesen, wenn ich nicht dabei gewesen wäre?

Zum Schreiben wäre ich so schnell nicht mehr gekommen, das kreative Schreiben hätte ich als „nette Idee“ für die Realschule abgetan. Ich hätte so viel verpasst und wäre um (zu)viele Erfahrungen, Inspirationen und lustige und schöne Erinnerungen ärmer. Ich hätte eben eine Woche Lebenszeit verschwendet.

Lied übers Dutzenthal (Julian Felix Mielke)

Hier ist es symbolisch betrachtet so schön wie der heilige Gral

Anstatt Wüsten aus Beton und Stahl, Tiere, Stille, Wind und Sonnenstrahl

Das Großstadtherz füllt sich mit Liebe anstatt mit Schmerz

Ein Gefühl des Verstehens des Lebens

Kommst du her auch ohne Motivation der Zauber der Natur verleiht dir Inspiration

Dein Können dein Machen ein Segen ein Lachen

Du fängst an nicht zu rätseln sondern zu schaffen

Perspektivenwechsel an besonderen Plätzen reinigen Seele und Geist

Mit viel Zeit und ohne zu hetzen – angenehm wie nice

Beat it up, FLOOOOOOOOOOOW

Lagerfeuer, Teichterrasse,

altes Schloss weit weg von der Masse, einfach Klasse,

Seen und Tümpel, wenig Insekten

außer Zecken in den Hecken zum erschrecken.

Fledermäuse, Biber, Raben haben das sagen,

ohne zu fragen fällen sie Bäume

hier Pflanzen Menschen noch Bäume haben noch Hoffnung und Träume,

auf Einklang und Frieden,

Frösche anstatt Kriminelle produzieren illegale Drogen, werden gemieden.

Wiesen, Berge, Tiere und Felder

dieser Ausflug finanziert aus Studiengelder

Check it up! ya

Reflexion (Sven Heublein)

Im Rückblick war die Lese- und Schreibreise eine kompakte, sinnvolle Veranstaltung mit sehr großem Gehalt und viel Raum für eigenes Handeln und Denken. Der Ort war optimal für die Reise: Die omnipräsente Natur, schöne Räume, zweckmäßige Unterbringung. Gerade der Seminarort hat viel zum Gelingen des Projektes beigetragen, indem man sich sehr intensiv auf die Schreibaufgaben konzentrieren konnte - ohne Ablenkung. Auch die Einbindung aller Teilnehmer in verschiedene Dienste (Tischdecken, Abräumen, Frühstück holen, …) trug zu einem angenehmen Gemeinschaftsgefühl bei. Ich bin mit der klaren Erwartung nach Dutzenthal gefahren, wenig Zeit sitzend in geschlossenen Räumen zu verbringen. Und diese Erwartung wurde voll und ganz erfüllt: Wir konnten uns meist im Freien aufhalten, auf der Wiese, im Wald, an Weihern.

Nachdem die Gruppe relativ klein war (ca. 10 Personen), war es gut möglich, dass die meisten Teilnehmer, die bereit waren, auch ihre Texte vortragen konnten. Meistens blieb auch Zeit für Rückmeldungen, Kommentare und Verbesserungsvorschläge. So konnte man schnell eventuell vorhandene Hemmungen ablegen und selbstbewusst mit den eigenen Texten und den Texten der anderen umgehen. Vor der Reise dachte ich, dass es problematisch ist, nur mit so einer kleinen Gruppe zu arbeiten, weil vielleicht die Differenzierung fehlt. Das Gegenteil war der Fall: Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Textproduktion des einzelnen Teilnehmers konnte man sich dem individuellen Text besser widmen und in einer Tiefe behandeln, die bei großen Gruppen nicht denkbar ist.

Bei den (Tages-)Abläufen hätte ich mir rückblickend weniger Freiräume gewünscht. Vielleicht wären kleinere Arbeitseinheiten, die auch einheitlich ausgeführt und abgeschlossen worden wären, besser gewesen, um mehr Ergebnisse zu produzieren. Andererseits haben die Freiräume uns Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, auch nach eigenem Tempo zu arbeiten oder auch auszuspannen.

Die verwendeten und ausgegebenen Materialien fand ich sehr brauchbar. In meiner Vorstellung ist dann meist gleich der Gedanke entstanden, wie ich das Material selbst im Unterricht einsetzen würde, in welcher Jahrgangsstufe es sinnvoll erscheint, in welcher weniger. Insofern war die Lese- und Schreibreise auch ganz praxisnah und zukunftsorientiert.

Bei der Betrachtung der vor der Reise erstellen Liste mit Erwartungen an das ganze Projekt fällt mir auf, dass die überwiegende Zahl meiner Wünsche und Vorstellungen erfüllt wurde: Gute Stimmung und Freude, Kompetenzerwerb und bewusster Umgang mit eigenen und fremden Texten, Abstand zu alltäglichen Verpflichtungen und Einkehr.

Nachbetrachtung (Thomas Reinlein)

Mit einigem Abstand betrachtet, kann ich gar nicht so genau sagen, was mir mehr bedeutet: Die Tatsache, dass ich viele wunderbare Menschen kennenlernen durfte oder vielleicht doch die Kenntnisse, die ich im Bezug auf meine berufliche Tätigkeit als Lehrer neu erfahren oder auffrischen konnte. Beides ist mir sehr wichtig.

Für mich war diese Lese- und Schreibreise die zweite. Nachdem ich im vergangenen Sommersemester in Prag dabei war, habe ich mich auf die Abgeschiedenheit des Dutzenthals gefreut. Das soll nicht falsch verstanden werden. Prag war mit Superlativen kaum zu beschreiben. Herausragende Gruppe, einzigartige Atmosphäre, viele tolle Orte, interessante Themen. Doch was mich an der diesjährigen Lese- und Schreibreise besonders reizte, war eben diese „Isolation“, das Zurückgezogen-Sein in einer wunderbaren, landschaftlichen Gegend, die auch am Ende der Welt hätte sein können.

Meine Erfahrungen auf beiden Reisen bilden für mich sozusagen in der Mischung die optimale örtliche Umgebung für eine solche Unternehmung. So reizüberflutet wie Prag mit Bekanntem und Unbekanntem war, so ruhig und still und zugleich voll an Naturbelassenem war das Dutzenthal. Ich glaube, ein optimales Arrangement sollte versuchen, beides zu erreichen, beispielsweise eine Reise in eine verlassene Gegend mit dem ein oder anderen Ausflugsziel, kultureller Art vielleicht, verbinden.

Den immensen Vorteil, den das Dutzenthal gegenüber der Pragreise hatte, war die Zeit, die wir uns ja auch zum Thema gemacht hatten, die wir aufs Schreiben und Lesen verwenden konnten. Wir hatten wirklich sehr viel davon, um uns unseren Schreibaufgaben zu widmen, um eigenständig zu lesen oder zu schreiben.  Das war durchaus angenehm und entspannend. Wir konnten dadurch aber auch viel mehr Schreibverfahren und didaktische Methoden und Umsetzungen für den Unterricht ausprobieren.

Es ist schwierig, die beiden Reisen wirklich miteinander zu vergleichen. Eines aber ist gewiss, ich möchte keine von beiden missen und kann jedem nur empfehlen, unabhängig vom Ziel der Reise an einer solchen teilzunehmen. Die „Selbst-Erfahrungen“ und die Anregungen für den späteren Deutschunterricht  sind wirklich kaum vergleichbar mit dem, was man sonst von der universitären Lehre kennt und gewohnt ist.

Vater Abraham hat 10 Schäfchen (Isabell Gastl)

Eines wunderschönen sonnigen Morgens machte ich zusammen mit acht anderen Schäfchen und unseren zwei Anführern eine Reise nach Nirgendwo, um hier meine großen und kleinen Abenteuer zu erleben. Dieser Ort, der selbst anwohnenden Leuten unbekannt ist, liegt am Rande der Welt. Dies bedeutet, dass die Kommunikation zur Außenwelt sehr schwierig ist, da es hier so etwas wie Mobilfunknetze einfach nicht gibt. Doch dies sollte weiter nicht stören. Wir waren hier, um zusammen mit unseren Anführern das Schreiben, Lesen, Zuhören und Nachdenken zu erproben. In Nirgendwo, in dessen Nähe sich drei Seen befinden, steht ein märchenhaftes uns prachtvolles Wasserschloss. In diesem trafen wir uns oft, um Nahrung zu uns zu nehmen. Hier lernten wir auch viel von unseren Anführern oder sahen uns Filme im schönen, komfortablen Kaminzimmer an. Daneben gab es einen gemütlichen Schweinestall, in dem die Schäfchen nächtigten und eine kleine Feuerstelle. Dies scheint auf den ersten Blick nicht sehr viel zu sein, jedoch reichte es für die Zufriedenheit aller Schäfchen vollkommen aus.

Um die idyllische Natur und die Gegend, in der wir uns befanden, besser kennenzulernen, machte ich mit den anderen Schäfchen eine kleine Wanderung. Wir marschierten los, zusammen mit dem großen Kraut- und Käfermeister Florian Biebelriether, dessen spannenden Erzählungen wir gespannt lauschten. Auf der Wanderung kamen wir auch an einer wackeligen Brücke vorbei, die sichtlich vom Einsturz bedroht war. Sie führte über einen kleinen Bach zu einer Stelle, wo man die Arbeit der Biber besonders gut sehen konnte. Um nicht in den Bach zu stürzen, vertrauten die meisten Schäfchen nicht auf die Sicherheit der Brücke und blieben davor stehen. Ein paar von uns, darunter auch unser Schäfchen Sven, waren zu neugierig und riskierten die Tragfähigkeit doch. Für den Fall, dass die Brücke einstürzte, konnte Sven mit Sicherheit schwimmen, da waren wir uns einig. Aber wie das ohne die CSU-Badehose gehen sollte, das war uns ein großes Rätsel. Aus diesem Grund bestaunten alle Svens Mut, die Brücke zu überqueren. Doch mit Stoßgebeten zum Himmel hielt die Brücke auch noch für den Rückweg. So waren wieder alle Schäfchen vereint und die Herde konnte weiterziehen.

Die Stunden vergingen und unsere Abenteuer handelten unter anderem von der Zeit. Wir machten uns Gedanken über Zeiteinteilung, Zeitverschwendung, Zeitpläne, ja sogar über etwas ganz Verrücktes: Zeitverdrehung! Wir sahen jemanden, der alt geboren wurde und als Säugling starb! Außerdem erlebten wir mysteriöse Geschichten von Bäumen, die ganze Städte besetzten, Ameisen, die Blätter auf ihrem Rücken trugen, und zu unserer Überraschung begegneten wir dem letzten Riesenfaultier, das uns erzählte, warum es vor langer, langer Zeit ausgestorben war. Einmal erlebten wir auch eine Nacht am Feuer, an der unzählige Raben unter uns waren. Immer noch höre ich das Gekrächze in meinen Ohren. Sie waren nicht furchterregend, sondern betrachteten zusammen mit uns den Himmel in der sternenklaren Nacht.

Zwei unserer Schäfchen, das waren Astrid und Julia, sie wussten schon so viel, dass sie bald ihre eigene Herde führen konnten. Das Schäfchen Felix überraschte mich immer wieder mit seinen neuen Ideen. Er verstand sich mit dem Riesenfaultier so gut, dass er zu dessen Ehren einen Faultierrap sang.

Und eines Tages geschah es: Gefahr drohte den Schäfchen! Sie verfingen sich alle zusammen in einem Gordischen Knoten! Alle Vorder- und Hinterbeine waren mit den Extremitäten der Mitreisenden auf unerklärliche Weise miteinander verklebt. Angstschweißtropfen bildeten sich auf den Stirnen aller. Die Schäfchen dachten, sie seien nun für immer verloren. Doch durch den ungeheuren Optimismus unseres Schäfchens Annelie, gelang es, den Zauber des Gordischen Knotens zu durchbrechen. Alle Schäfchen waren sichtlich erleichtert, wieder frei zu sein.

Dass das Schäfchen Tülin mit nach Nirgendwo kam, darüber freuten wir uns ganz besonders, da Sie normalerweise ohne ihre Mutter und ihre Schwester nie auf Reisen geht! J

Dann war da noch Thomas, das älteste Schaf, er sorgte immer schön für Brennholz, dass den Schäfchen nicht kalt wurde. Nirgendwo konnte man mit dem Zug nicht erreichen und einige hatten Probleme, an diesen Ort zu gelangen. Da zögerte Thomas keine Sekunde und schwang sich in die Schäferkutsche, um die restlichen Mitreisenden abzuholen.

Für das Schäfchen Christopher hoffe ich, dass er seinen Holzspreißel, der sich auf der Wanderung mit dem großen Kraut- und Käfermeister in sein Vorderbein bohrte, inzwischen wieder entfernen konnte.

Wir waren sehr froh um unseren großen Schafbock Ulf Abraham, einen unserer Anführer. Mit guten Tipps und konstruktiver Kritik half er uns, unsere Tagebuchtexte zu optimieren. Außerdem verstand er es, die Aufmerksamkeit aller Schäfchen auf sich zu ziehen, wenn er mit seiner ausdrucksstarken Stimme spannende Geschichten vorlas.

Zu guter Letzt kommen wir noch zu unserer Schafesmutter Claudia Kupfer-Schreiner, der anderen Anführerin. Ohne Sie hätten wir niemals den Ort Nirgendwo kennengelernt. Ohne die ganze Arbeit und Organisation hätten wir auch niemals so viele Abenteuer erleben können.

Im Namen der Herde: Vielen Dank, Frau Dr. Kupfer-Schreiner, für Literatur, Ratschläge, Tipps, Organisation, einfach für eine schöne Woche Schreibzeit, die zur unvergesslichen Auszeit wurde.