Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Kulturgeographie

Projekte


Raumbilder, Außen- und Fremdwahrnehmung des Landkreises Wunsiedel

Seit Sommer 2017 untersucht der Lehrstuhl, im Auftrag des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, das in vier ausgewählten Zeitungen (SZ, Welt, FAZ, Der Spiegel) erstellte Landkreisimage über die letzten 12 Jahre. Im Winter soll auch die Bevölkerung des Landkreises zur Selbstwahrnehmung (Selbstimage) befragt werden, um dann abschließend beides miteinander vergleichen zu können und Diskrepanzen offen zu legen.


Integration von Flüchtlingen im Landkreis Coburg

Im Winter und Frühjahr 2017 haben wir ein Kooperationsprojekt mit dem Landkreis Coburg zum Stand der Integration von Flüchtlingen im Landkreis durchgeführt. Ziel der Studie war es, neben der kommunalen Situation, auch die kommunale Experten- und Expertinnensicht auf das Thema zu untersuchen. Dabei standen Fragen nach den Bedürfnissen sowie den Wissens- und Informationsständen im Fokus der Untersuchung, um zukünftige Handlungsfelder und Handlungsbedarfe zu erfassen, so dass die Kooperation zwischen Gemeinden und Landkreis optimiert werden kann.


Leerstand im Landkreis Haßberge

Von Winter 2016 bis Herbst 2017 haben wir ein Kooperationsprojekt mit dem Landkreis Haßberge zum Leerstand im Landkreis durchgeführt. Ziel des Projektes war es, anhand einer vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr bereit gestellten Software, einen Vergleich zwischen den kommunalen Kosten von einer oft am Ortsrand befindlichen Baulandausweisung und den Kosten für Leerstand zu ermitteln, um damit den Gemeinden und dem Landkreis Daten zu geben, welche Kosten eine bestimmte Form der Flächenentwicklung (Innenentwicklung oder Entwicklung im Außenbereich) mit sich bringt und was dies mittelfristig für die Attraktivität der Gemeinden bedeuten kann.


Geographien von Familien und lebenslaufgerechtes Wohnen

Bei der Diskussion über den demografischen Wandel wird sehr oft besonders Familienfreundlichkeit als zentraler Standortfaktor für die Gemeinden herausgestellt. Auch die Demographiestrategie der Deutschen Bundesregierung betont die Familie als besondere Gemeinschaft und nimmt den Staat in die Pflicht, auf allen Ebenen mit konkreten Maßnahmen die Lebenssituation dieser Zielgruppe zu verbessern. Daher unternehmen viele Kommunen bereits zahlreiche Anstrengungen, um familienfreundlich zu sein.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Familienfreundlichkeit von Kommunen im Landkreis Bamberg. Mit Unterstützung des Landratsamts Bamberg und des Instituts für Entwicklungsforschung im ländlichen Raum Ober- und Mittelfrankens e.V. wird im Rahmen eines Forschungsseminars des Masterstudiengangs der Sozial- und Bevölkerungsgeographie am Institut für Geographie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und unter der Leitung von Dr. Matthias Lahr-Kurten die Zufriedenheit von Familien in insgesamt neun Gemeinden des Landkreises Bamberg untersucht: Bischberg, Gundelsheim, Hallstadt, Hirschaid, Königsfeld, Lisberg, Memmelsdorf, Oberhaid und Reckendorf.


Bierkeller und Brauereien im Bamberger Land

Im Rahmen eines Forschungsseminars im Modul M4 „Raum, Gesellschaft, Kultur“ des Masterstudiengangs Sozial- und Bevölkerungsgeographie führten Studierende zwischen April 2015 und März 2016 eine von Prof. Dr. Marc Redepenning und Sebastian Scholl (M.Sc.) angeleitete sozial- und kulturgeographische Untersuchung zur kulturellen Bedeutsamkeit, zu Regionalität und Netzwerken der Bierkeller und Brauereien im Bamberger Land durch. Der Fokus lag dabei auf der regionalen Bierkultur in Stadt und Landkreis Bamberg. Anlass der Studie war der 500. Jahrestag des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 2016. Die Erhebung erfolgte dabei in enger Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises und Private Brauereien Bayern e. V.

Insgesamt zeigt das Projekt, wie über Bier- und Brauereikultur eine lokale Besonderheit (local distinctivness) und regionale Identität hergestellt wird. Dies gelingt jedoch nur, wenn tägliche Aushandlungen zwischen Konsumenten, Produzenten und Organisationen stattfinden. Die Ergebnisse verdeutlichen insbesondere die hohe Relevanz von kooperativem und auf Vertrauen basiertem Austausch, der den Erhalt der einzigartigen Kleinteiligkeit des Brauereiwesens in Bamberg ermöglicht.


UNESCO-Weltkulturerbe Gärtnerstadt Bamberg und Urbaner Gartenbau

Wie ist es eigentlich um das Wissen und das Interesse der Bambergerinnen und Bamberger am kulturellen Erbe ihrer Stadt und deren gärtnerischen Produkten bestellt? Den Start der Erstellung des neuen Welterbe-Managementplans im November 2015 nahm der Lehrstuhl Kulturgeographie der Universität Bamberg zum Anlass, ein Methodenseminar mit einer Studie zum Thema „Gärtnerstadt Bamberg und urbaner Gartenbau“ zu verbinden. Ziel des Seminars war es, der im Rahmen des Managementplans aufgestellten Fachgruppe „Urbaner Gartenbau“ durch wissenschaftlich erhobene Daten potenzielle Handlungsoptionen aufzuzeigen. Bis Herbst 2016 kommen die Fachgruppen zusammen, um Maßnahmen zu entwickeln und Empfehlungen für den Schutz, die Nutzung, Pflege und nachhaltige Entwicklung des Welterbes zu formulieren.


Einzelhandel und Events

Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität von Städten ist längst kein Thema mehr, das allein Großstädte berührt. Der Druck, dass Städte immer mehr im Wettbewerb um Unternehmen, Touristen und Konsumenten stehen, umfasst auch Mittelstädte – und selbstverständlich auch Mittelstädte in Oberfranken. Dabei kommt es zu einer Renaissance nicht nur der Städte, sondern auch der Innenstädte.

So sind die Bemühungen des Stadtmarketings zur Steigerung der Attraktivität der Innenstädte nicht ohne Erfolg geblieben: Sie sind attraktiver geworden, weil sie mehr Aufenthaltsqualität bieten und in sie mehr Leben gelenkt werden konnte. Zugleich haben veränderte Lebensgewohnheiten der Bevölkerung zur gesteigerten Bedeutung von Unterhaltung, Freizeit und Mobilität in der sogenannten Konsum- und Erlebnisgesellschaft geführt, von denen Innenstädte profitieren können.


Rückkehrer in den Ländlichen Raum. Das Beispiel Rhön-Grabfeld

Demographischen Prognosen zufolge müssen sich einige ländliche Regionen Bayerns auf einen Bevölkerungsrückgang in den nächsten Jahrzehnten einstellen. Bis zum Jahr 2032 soll etwa der Landkreis Rhön-Grabfeld 10,2% der Einwohner verlieren. Unter diesen Bedingungen kommt Zuwanderern, aber insbesondere sogenannten Rückkehrern in ländliche Gebiete, eine bedeutende Rolle zu.

Diese letzte Gruppe wird bislang in wissenschaftlichen Arbeiten nur selten adressiert (als Ausnahme siehe jedoch die Thematik ostdeutsche Rückkehrer), obwohl sie eine für eine nachhaltige und zukunftsfähige Regionalentwicklung zentrale Akteursgruppe darstellen. Das Projekt setzt hier an, indem am Beispiel des Landkreises Rhön-Grabfeld ein genauerer Blick auf Rückkehrer in diese Region geworfen wird. Im Fokus stehen dabei die Motive der Rückwandernden und ihr Beitrag für die zivilgesellschaftlichen Strukturen vor Ort.


Kirchliche Strukturen im ländlichen Raum Ober- und Mittelfrankens

Die öffentliche Debatte über ländliche Räume ist auf akteurs- und gruppenbezogener Ebene wesentlich durch die Fokussierung auf ältere oder jüngere Bevölkerungsgruppen geprägt, wobei für jede Gruppe unterschiedliche politische Handlungsmaßnahmen diskutiert werden. Überdies ist die Debatte vor allem durch Fragen der Sicherung von Daseinsvorsorge im Bereich sozialer Infrastrukturen (Schulen, Kindergärten) in staatlicher Trägerschaft oder der Gesundheitsversorgung („Ärztemangel“) gekennzeichnet. Der Bayerische Rundfunk hat am 14. Dezember 2014 kurz über das Projekt berichtet.


Leben in der Stadt: Befragung zur Wohn- und Lebensqualität in der Bamberger Innenstadt

Die Studie ist das Resultat eines studentischen Forschungsprojektes zum übergeordneten Thema „Lebensqualität und Festivalisierung in Bamberg“. Sie wurde wesentlich durch Studierende des Masterstudiengangs Sozial- und Bevölkerungsgeographie im Sommersemester 2013 und im Wintersemester 2013/2014 konzipiert, durchgeführt und abschließend in einem Bericht zusammengefasst.