Vortrag von Dipl.-Geogr. Gregor Arnold (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) im Rahmen des Geographischen Kolloquiums (25.01.2018)

Strategien und Konflikte im Umgang mit Leerstand in wachsenden Städten

Am Donnerstag, 25. Januar 2018 um 18 Uhr c.t. in KR12/02.18 wird Dipl.-Geogr. Gregor Arnold von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen Gastvortrag zu "Strategien und Konflikte im Umgang mit Leerstand in wachsenden Städten" halten.

Treffpunkt ist, wie immer, 18 Uhr c.t. im Raum Kr12/02.18. Alle Interessierten sind - zum Kolloquium, wie auch zum Postkolloquium - herzlich eingeladen!

Abstract zum Vortrag:

Es lassen sich zur Zeit zwei Phänomene gleichzeitig beobachten: Einerseits wandern immer mehr Menschen in Städte und Metropolregionen, es ist die Rede von einer neuen Lust am urbanen Leben und einer Renaissance der Stadt. Andererseits stehen paradoxerweise in diesen angesagten Städten Immobilien jahrelang leer. Der Vortrag baut auf multilokalen empirischen Untersuchungen auf und fragt, welche Akteure sich um Leerstände in wachsenden Städten gruppieren, welche Strategien diese Leerstandsakteure formulieren und welche Konflikte hierbei entstehen. Neben dem Umgang mit Leerstand in Stadtentwicklungsprozessen, worunter Leerstand (meist) als brachliegendes Entwicklungspotential gehandelt wird, zeigen sich deutschlandweit neue städtische Kollektive und urbane Bewegungen, die durch ihr Handeln neue Impulse und Aspekte in die Thematik einbringen und sich mit ihren nutzungsorientierten Ansätzen die ungenutzten Räume aneignen. Der Vortrag schließt mit Handlungsempfehlungen für Bund, Land und Kommune. Sie plädieren für einen ganzheitlichen Umgang mit Leerstand in wachsenden Städten.