Tages-Exkursion ins buddhistische Zentrum nach Nürnberg

Das im Wintersemester 2014/15 von Thomas Bittner angebotene  fundamentaltheologische Seminar „Von Gott und Göttern. Die Weltreligionen unserer Zeit“ mit Schwerpunkt auf dem Buddhismus möchte mit den christlichen Vorstellungen in Dialog treten.

Im Seminar wurde ausführlich aus religionswissenschaftlicher Sicht der Buddhismus behandelt und diskutiert. Um auch aus anderer Perspektive etwas über die besprochenen Themen zu hören und explizit Fragen zu stellen, die nicht religionswissenschaftlich beantwortet werden können, besuchten am 13. November 2014 ungefähr 20 Studierende das buddhistische Zentrum in Nürnberg.

Dort gab Heiner Kastens als bekennender Buddhist eine kleine Einführung über den Buddhismus allgemein und über das Buddhistische Zentrum. Das Zentrum ist der buddhistischen Schule „Vajrayana" (= Diamantfahrzeug, Diamantweg) zugehörig. Ziel der Schule ist es, wie in den anderen tibetisch buddhistischen Schulen auch, die Buddhaschaft, also das Entkommen aus dem Kreislauf der Reinkarnation (samsara), zu erlangen. Zufriedenheit, Mitgefühl, Erleuchtung  und Weisheit sind wesentliche Tugenden im Diamantweg-Buddhismus. Das 1992 gegründete buddhistische Zentrum versucht auf praktische Weise Buddhas Lehre weiterzugeben. Nach dessen Verständnis wird das Verstandene durch Meditationen zur eigenen Erfahrung und verhilft zum Erleben dauerhaften Glücks.

Nach der kurzen Einführung beantwortete Herr Kastens Fragen, die den Studierenden im Laufe des Seminars eingefallen waren. Anschließend durfte das Seminar einer Meditation beiwohnen und erfahren, wie man durch das eigene Bewusstsein, durch die geistige Kraft und die Fähigkeit zur Begeisterung Freude erfahren und nutzen kann.

Insgesamt haben die Studenten und Studentinnen einen sehr guten Einblick in den (Vajrayana)-Buddhismus bekommen sowie durch die gemeinsame Meditation erleben können, wie ein Alltag eines Buddhisten, und vor allem die Ausübung dieser Religion in der westlichen Welt aussieht.

Text: Sara Lüttich | Fotos: Thomas Bittner