Einrichtungen und Organe

Frauenbeauftragte

Sexuelle Belästigung

NEIN heißt NEIN! - Respektvollen Umgang praktizieren.

Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo signalisierte Grenzen überschritten werden.

Sexuelle Belästigung ist jedes sexuell belegte Verhalten, das nicht erwünscht ist und als respektlos und verletzend empfunden wird.

Zum Beispiel

  • anzügliche Witze
  • das Zeigen pornografischer Darstellungen
  • taxierende Blicke
  • unerwünschte Berührungen
  • abfällige/sexistische Bemerkungen über Aussehen, Verhalten und Privatleben
  • unerwünschte Aufforderungen und Annäherungsversuche, die mit Versprechen von Vorteilen oder Androhung von Nachteilen einhergehen
  • strafrechtlich relevante Tatbestände wie Stalking, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung.

Sexuelle Belästigung ist stets einseitiges Verhalten, das sich grundlegend von Flirts oder Komplimenten unterscheidet. Es führt häufig zu Stresserleben, Verunsicherung, Angst, Depression sowie psychosomatischen Beschwerden und in der Folge zu Leistungsminderung oder -versagen. In allen gesellschaftlichen Kontexten gibt es Frauen und Männer, die von sexueller Belästigung betroffen sind - auch an Universitäten. Durch deren hierarchische Struktur können bestehende Abhängigkeits- und Machtverhältnisse ausgenutzt und so Grenzverletzungen und unangemessene Annäherungsversuche gefördert werden. Es gibt aber auch Fälle, in denen sexuelle Belästigung hierarchisch in umgekehrter Richtung erfolgt. Betroffene müssen in vielen Fällen negative Auswirkungen wie Schikanen oder Benachteiligungen fürchten, wenn sie sich wehren. So werden sie zu doppelten Opfern. Dies gilt es zu verhindern.

Ein sensibler Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung ist ein Zeichen von Führungsqualität. Sexuelle Belästigung darf von Vorgesetzten nicht toleriert, bagatellisiert oder ignoriert werden. Wenn Sie sexuelle Belästigung erkennen oder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um Hilfe gebeten werden, müssen Sie tätig werden. Sind Sie sich nicht sicher, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen, wenden Sie sich an die angegebenen Beratungsstellen.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist sich bewusst, dass sexuelle Belästigung auch vor Universitäten nicht Halt macht. Wir möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Studierenden ein respektvolles und rücksichtsvolles Arbeits- und Studienklima bieten. Deshalb werden sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt nicht geduldet, sondern entsprechend sanktioniert, denn es ist unsere Pflicht, die Angehörigen der Universität vor sexueller Belästigung zu schützen.

Ziel der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist es, ein Arbeits- und Studienklima zu schaffen, das es jeder und jedem ermöglicht, sich frei in der Universität zu bewegen. Dies bedeutet, dass die Grenzen, die Sie setzten, gewahrt bleiben. Sollte das einmal nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte an die genannten Beratungsstellen. Alle Ihre Angaben werden dort vertraulich behandelt.

Es ist Teil unseres Selbstverständnisses, Ihnen ein Arbeits- und Studienumfeld zu schaffen, in dem sie sich ohne Angst vor negativen Konsequenzen gegen sexuelle Belästigung wehren können.

Das Ignorieren von Übergriff en ist die uneffektivste Umgangsweise mit sexueller Belästigung und wird zudem häufig als Zustimmung gewertet. Trotzdem verleugnen oder beschönigen viele Betroffene sexuelle Belästigung aus Angst, als prüde, empfindlich oder humorlos zu gelten. Auch vermeintlich schlagfertige oder scherzhafte Entgegnungen sind ebenso wenig erfolgreich
wie scheinbare Anpassung an das Verhalten der belästigenden Person.
Betroffene sollten mit deutlichen Worten klare Verhältnisse schaffen, sich bewusst machen, dass sie kein Einzelfall und schon gar nicht schuld an der Belästigung sind!

Warten Sie nicht darauf, dass das Fehlverhalten aufhört!

Bleiben Sie nicht allein! Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens und wenden Sie sich an die zuständigen Beratungsstellen.

Sagen und zeigen Sie deutlich, dass Sie das gezeigte Verhalten nicht akzeptieren!

Beispiel:

„Herr. Dr. K., bitte unterlassen Sie diese anzüglichen Bemerkungen!“;

„Frau Prof., ich bin an einem privaten Verhältnis mit Ihnen nicht interessiert!“;

Herr J., ich verbitte mir solche Berührungen! Das ist mir unangenehm und ich will, dass Sie damit aufhören!“

Dokumentieren Sie sexuelle Belästigungen zeitnah und schriftlich, mit Angabe von Ort, Zeit, und Umständen und geben Sie an, mit wem Sie darüber bereits gesprochen haben.

Fürchten Sie sich nicht vor negativen Konsequenzen! Nur diese Angst gibt dem Täter oder der Täterin so viel Macht.

In Fällen sexueller Belästigung können Sie sich vertrauensvoll an die unten genannten Stellen wenden. Dort hört man Ihnen zu allererst einmal zu und berät Sie auf Wunsch über mögliche Optionen. Ohne Ihr Einverständnis werden keine Schritte unternommen!

Beratung an der Universität Bamberg:

Frauenbeauftragte der Universität

Austr. 37/Raum 302
Tel. 0951/863-1244

frauenbeaftragte@uni-bamberg.de

www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte

Frauenbeauftragte der Fakultäten
www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/fakultätsfrauenbeauftragte


Studentische Vertreterinnen im Frauenbeirat

www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/frauenbeirat

 

Gleichstellungsbeauftragte der Universität

www.uni-bamberg.de/gleichstellungsbeauftragte

gleichstellungsbeauftragte@uni-bamberg.de


Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks Würzburg

Austraße 37/ Raum 106
Tel. 0951/2 82 81
pbs-bamberg(at)studentenwerk-wuerzburg.de

 

Externe Beratungsstellen:

Notruf bei sexualisierter Gewalt

Heiliggrabstr. 14
96052 Bamberg
Tel. 0951/98 68 73 0
E-Mail: notruf@skf-bamberg.de


Der WEISSE RING e.V.

www.weisser-ring.de

Diese Informationen wurden vom Frauenbüro der Otto-Friedrich-Universität Bamberg auf Grundlage der Ergebnisse des Arbeitskreises sexuelle Belästigung der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bayerischer Universitäten erstellt.

Sie finden alle Informationen ebenfalls im Flyer "Nein heißt Nein"(237.2 KB)