Tipps zum geschlechtergerechten Formulieren

Sprache unterliegt stetigem Wandel und Universitäten sind Orte, die diesen Wandel begleiten. Studierenden darf zu keiner Zeit ein Nachteil daraus erwachsen, dass sie gendergerecht oder genderneutral formulieren. Alle geschlechterinklusiven Kurzschreibungen sind gleichwertig nutzbar. Auch in gesprochener Sprache ist geschlechterinklusive Ausdrucksfreiheit das Recht der Studierenden. Diese umfasst ebenso den Gebrauch des sog. generischen Maskulinums. Auf die Notengebung darf der individuell gewählte Sprachgebrauch keinen Einfluss haben. Mitarbeitende im wissenschaftlichen Bereich sind unter Berufung auf die Freiheit von Forschung und Lehre ebenfalls frei im Formulieren.

Hinweis: Die Empfehlungen zum geschlechtergerechten Formulieren werden derzeit in einer Arbeitsgruppe diskutiert und überarbeitet. Sobald die Universitätsleitung anschließend eine Entscheidung getroffen hat, werden die Informationen auf diesen Seiten aktualisiert.

Sprache ist unser bedeutsamstes Verständigungsmittel. Mehr als anderswo müssen wir an der Universität darauf bedacht sein, so deutlich und eindeutig wie möglich zu schreiben und zu sprechen. Wir wollen nicht nur, wir müssen verstanden werden, und zwar in allen Kontexten, d.h. in rechtlich relevanten Schriftstücken ebenso wie in Gesprächen zwischen Tür und Angel.

Nicht was wir meinen, ist relevant, sondern was wir sagen. Und das kann im Zweifelsfall unterschiedlich verstanden werden. Der Beamte, der Bürger, der Student, der Vorgesetzte – nicht alle stellen sich darunter automatisch auch eine Beamtin, eine Bürgerin, eine Studentin und eine Vorgesetzte vor.

In der Sprache spiegeln sich die Kommunikationsinteressen einer Gemeinschaft wider – zugleich wirkt sie in die Gemeinschaft zurück. Gendergerechte Sprache ist daher ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Geschlechtergerechtigkeit an der Universität.

Wir möchten Ihnen mit diesem „Aufsteller“ ein paar Beispiele und Tipps geben, wie Sie korrekt und geschlechtersensibel formulieren können.