Einrichtungen und Organe

Frauenbeauftragte


FORSCHEnde FRAUEN in Bamberg

2018 feiern die Universitätsfrauenbeauftragten 10 Jahre  FORSCHEnde FRAUEN.

Das Kolloquium bietet jungen Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, innovative Forschungsprojekte vorzustellen, Vortragspraxis zu sammeln, sich mit anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen zu vernetzen und ihre Beiträge zu publizieren. Gleichzeitig rückt es die Arbeit von jungen Frauen in der Wissenschaft in den Mittelpunkt.

Die Ausschreibung für die FORSCHEnden FRAUEN 2019 erfolgt voraussichtlich über einen Call for Papers im Verlauf des Wintersemester 2018/19. Das Kolloquium 2019 soll im Verlauf des Sommersemesters 2019 stattfinden.


Über das Kolloquium

Vortragspraxis ist eine wichtige Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit. „Forschende Frauen in Bamberg“ bietet Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Arbeit der Universitätsöffentlichkeit vorzustellen. In der anschließenden Diskussion ist Platz für Fragen und Anregungen, Lob und konstruktive Kritik.

Alle Kolloquiumsbeiträge werden mit Unterstützung des Frauenbüros im Open Access Format publiziert und stehen unter dem Reihentitel Forschende Frauen in Bamberg hier der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftlerinnen zusätzliche Möglichkeiten der Publikation zu eröffnen und gleichzeitig ein Bild der fächerübergreifenden Forschung von Frauen an der Universität Bamberg zu vermitteln.

Die Vortragsreihe ist öffentlich, d. h. alle Interessentinnen und Interessenten sind herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, sich informell auszutauschen. So können Kontakte über Fachgrenzen hinaus entstehen.

 

 

Das Kolloquium ist eine Maßnahme der Universitätsfrauenbeauftragten zur gezielten Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Universität Bamberg. Im Fokus stehen Promovierende, aber auch PostDocs, die ihr wissenschaftliches Portfolio erweitern wollen. Nach der Teilnahme und der Publikation erhalten die erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlerinnen zudem eine Prämierung ihres Beitrags in Höhe von 500 Euro (pro Beitrag). Ziel ist es, den Nachwuchswissenschaftlerinnen damit auch weitere Tagungsbesuche zu ermöglichen.


Bisherige Kolloquien

Forschende Frauen 2018

Das Kolloquium „Forschende Frauen“, welches seit 10 Jahren von den Universitätsbeauftragten für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Bamberg angeboten wird, fand am Dienstag, den 12. Juni 2018, diesmal leicht verändert durch neue Impulse, statt.

„Forschende Frauen“ ist eine Plattform, über die die Universitätsfrauenbeauftragte jungen Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsprojekte vorzustellen, praktische Erfahrungen im Bereich Vortragen zu sammeln, ihre Beiträge zu publizieren und sich mit anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen zu vernetzen. Neu ist seit diesem Jahr, dass den ausgewählten Wissenschaftlerinnen ein Thema, das allen Arbeiten gemeinsam sein sollte, vorgegeben wurde. Im Anschluss an die Publikation ihrer Arbeiten erhalten die Stipendiatinnen zudem eine Prämie von 500 Euro, mit der ihre weitere Karriere unterstützt werden soll.

Da neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl auf dem Erkennen bislang unbekannter Beziehungen als auch auf der Konstruktion neuer Beziehungen basieren, haben die Frauenbeauftragten „Beziehungen“ zum Thema des Kolloquiums gemacht. Bereits in der Begrüßungsrede der Universitätsfrauenbeauftragten, Professorin Dr. Ute Franz, wurde das Rahmenthema in den Mittelpunkt gerückt und sowohl auf wissenschaftliche und interdisziplinäre als auch auf zwischenmenschliche Beziehungen hingewiesen. Beide sind für eine erfolgreiche, aber auch erfüllte wissenschaftliche Karriere von großer Bedeutung.

Den Anfang des Kolloquiums machte Theresa Fehn mit einem Vortrag über „Narcissism and Relations at the Workplace“. In ihrem Vortrag ging es um das Verhalten von narzisstischen Personen in Führungspositionen, ihren Eigenschaften als Führungsperson und ihre Beziehungen zu den Mitarbeitenden. Interessant war vor allem, dass es für narzisstische Persönlichkeiten nicht zentral ist, als Person gemocht zu werden, sondern eher, dass sie von anderen bewundert werden. Mit Schulungen zur Stärkung emotionaler Intelligenz kann dieser Tatsache in gewisser Weise entgegengewirkt werden. Aber auch Mitarbeitende können Strategien im Umgang mit ihrer Führungsperson erlernen. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass narzisstische Personen leichter in Führungspositionen aufsteigen, aber dadurch nicht die besseren Führungskräfte sein müssen. Die Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden werden durch die narzisstischen Züge einer Person stark beeinflusst.

Anschließend berichtete Katharina Beuter vom „Beziehungsmanagement in interkulturellen Schülerbegegnungen: Gesprächsanalytische Betrachtungen in einem deutsch-tansanischen Kontext“. Anlässlich eines interkulturellen Schüleraustausches von 15 deutschen und 15 tansanischen Schülern und Schülerinnen untersuchte Katharina Beuter die Rolle des Lachens in Gesprächssituationen zwischen tansanischen Schülern und Schülerinnen und deutschen Schülerinnen und Schülern. Die Verkehrssprache war Englisch. Ergebnis ist, dass bei ELF (Englisch als Lingua Franca) Lachen besonders häufig zum Aufbau von Solidarität in der zwischenmenschlichen Beziehung und zum Krisenmanagement zum Beispiel bei Missverständnissen oder Unsicherheit ist.

Im Folgenden hörten die Anwesenden einen Vortrag von Ana Marija Grbanovic über den „Interdisciplinary Approach for the Understanding of 16th century Bosnian Ottoman mosque Architecture and Builders´ Identity and Migration”. Dieser Vortrag war mit sehr aussagekräftigen Bildern der bosnischen Moscheen ausgestattet und untersuchte die Beziehungen, vor allem die Handelsbeziehungen, von Christen und Muslimen in Bosnien, Herzegowina und Dubrovnic zu der Zeit, als diese Regionen Teil des Osmanischen Reichs waren. Anhand der unterschiedlichen Bauweise der Moscheen und dem unterschiedlichen Einfluss der jeweiligen Patrone wurde nachvollziehbar aufgezeigt, welche Beziehungen zwischen Christen und Muslimen herrschte und welche Rolle die Moscheen für das Reich spielten. Ein Beispiel war, dass eine Moschee im Auftrag von Christen gebaut werden sollte, sie diese aber nicht selbst bauen durften und dementsprechend muslimische Handwerker und Baumeister „einkaufen“ mussten, damit die Moschee gebaut werden konnte. So wurden wichtige Handelsbeziehungen zwischen den Kulturen aufrechterhalten.

Weiter ging es mit einem Vortrag von Dr. Elisa Kriza, die über „Gesellschafts- und Geschlechterbeziehungen in der mexikanischen 68er-Literatur“ sprach. Zentrales Thema war die Literatur zu der Studierendenbewegung, und deren brutalem Ende, durch das Tlatelolco Massaker am 2. Oktober 1968. Zu den Geschlechterbeziehungen konnte Dr. Kriza aufzeigen, dass unter den Demonstrierenden hauptsächlich Männer waren, weshalb sie auch die überwiegende Mehrzahl der Opfer stellten. Aus dem Gefängnis heraus entstanden Romane, in denen das Erlebte verarbeitet wurde. Die sozialen Beziehungen wurden beeinflusst, da sozial schwächere Studierende wurden für die Revolten verantwortlich gemacht – deren Stimme fehlt allerdings ein wenig in der Literatur. Die Rolle der Frau beschränkte sich auf die der Protokollantin, die einige wenige Frauen wahrnahmen und Literatur zu dem Thema verfassten. Insgesamt prägte das Massaker des Tlatelolco aber auf vielfältige Weise die Menschen und ihre Beziehungen zueinander, was sich in der Literatur, anhand der Geschlechterbeziehungen erkennbar, widerspiegelte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte ein Vortrag von Tea Požar über „Border Areas as a Potential for Tourism Development“. Die Vortragende unterschied zwischen natürlichen (geographischen), künstlichen (Bauten) und unsichtbaren Grenzen (als Beispiel: Wall of Shame in Irland). Der Forschungsschwerpunkt von Tea Požar ist eine ehemals künstliche und politische Grenze, der eiserne Vorhang. Entlang der Grenzlinie entstand das Grüne Band Europas, das an vielen Stellen Naturschutzgebiet oder sogar Nationalpark ist und dadurch länderübergreifend den Tourismus fördert. Dieses grüne Band ist ein gutes Beispiel dafür, dass Grenzen nicht nur trennen, sondern auch verbinden können, indem Beziehungen aufgebaut werden, zum Beispiel durch den Tourismus.

Der letzte Beitrag des Tages wurde von Jana Funk vorgetragen. Sie sprach über „,Cura sui´ als Selbstbeziehung. Eine philosophische Idee und ihre politische Bedeutsamkeit.“. Die Freiheit in der Moderne wurde als Elysium beschrieben und kontrastierte den modernen Freiheitsbegriff mit dem der Antike, der auf das Gute selbst ausgerichtet war. Sie zeigte die Ziellosigkeit des neuzeitlichen Verständnisses von Freiheit auf. Anschließend wagte sie eine Ergänzung des individualistischen Freiheitsbegriffs seit Hobbes durch den Begriff der „Cura sui“ und konnte dadurch eine erneute Ausrichtung der Freiheit auf der Basis der Selbstbeziehung auf das Gute selbst erreichen.

Anschließend lud die Universitätsfrauenbeauftragte zu einem Stehempfang auf der Dachterrasse im Frauenbüro der Universität Bamberg ein, bei dem die Nachwuchswissenschaftlerinnen die wichtige Chance für Austausch und Vernetzung nutzen konnten.

Insgesamt waren es spannende interessante Vorträge, die gezeigt haben, welch ein großes Potenzial in den Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Bamberg steckt. Hier geht's zum Programm(182.4 KB)

Meike Lober

Forschende Frauen 2017

FORSCHende FRAUEN 2017

 

Ablauf

10 Uhr c.t. Begrüßung durch Professorin Dr. Iris Hermann

10.30 Uhr Linda Kerner: Entscheiden ist (k)eine Frage des X- oder Y-Chromosoms – Geschlechtsspezifische Besonderheiten bei Individual-entscheidungen

11.15 Uhr Elisabeth Singer-Brehm: Moderne Genisaforschung in Deutschland

12 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Jana Kammerhoff: Konfliktbegünstigende und hemmende Faktoren in der Arbeitswelt

14.15 Uhr Ausklang auf der Dachterrasse

Der für 10.30 Uhr geplante Vortrag von Olga Yanenko: "Integration und Validierung von geographischen Crowd-sourcing-Daten" muss leider entfallen.

 Hier gibt es weitere Informationen zum Kolloquium 2016: FORSCHEnde Frauen 2016

Hier gibt es weitere Informationen zum Kolloquium 2015: FORSCHEnde Frauen 2015

Hier gibt es weitere Informationen zum Kolloquium am 11. Juni 2014: FOSCHEnde Frauen 2014

Hier gibt es weitere Informationen zum Kolloquium am 29. Mai 2013:

Forschende Frauen 2013

10 Uhr c.t. Begrüßung

10.30 Uhr

Dipl.-Kffr. Claudia Lamm
„Besonderheiten der Unternehmerpersönlichkeit in genossenschaftlichen Gründungen“


11.30 Uhr
    

Hanna Gutzeit, M.A.
„Die Kunst vom Sterben. Der Marientod von Hugo van der Goes“

12.30 Uhr     

Giuli Ferro Milone
 „Das Werk E.T.A. Hoffmanns aus einer Genderperspektivierung“


13.30 Uhr
    Pause

14.30 Uhr  

 Alicia Urquidi Díaz, M.A.
 „Ein Korpus zur Untersuchung von Metaphern in spanischen Wirtschaftsnachrichten: Vorüberlegungen und erste Versuche.“

15.30 Uhr    

Dipl.-Betriebswirtin (FH) Mariam Dopslaf
 „Interkulturelle Aspekte im Versorgungskettenmanagement“ 

Hier gibt es weitere Informationen zum Kolloquium am 06. Juni 2012:

Forschende Frauen 2012

Den Artikel zur Buchpräsentation 2011 gibt es unter folgendem Link:

Forschende Frauen 2011

Zum Kolloquiumsbericht und dem Artikel über die Buchpräsentation 2010 gelangt man über untenstehenden Link:

Forschende Frauen 2010

Der Kolloquiumsbericht und der Artikel über die Buchpräsentation 2009 sind hier nachzulesen:

Forschende Frauen 2009

Den Artikel zur Buchpräsentation 2008 gibt es unter folgendem Link:

Forschende Frauen 2008