Forschung

Die Universität Bamberg im DFG-Förderatlas 2015

Profilbildung zahlt sich aus - Förderatlas 2015 gibt Auskunft über Drittmittelförderung

Aktuelle Daten über die Verteilung von öffentlichen Forschungsgeldern beweisen, dass sich die Schwerpunktsetzung für die Universität Bamberg weiter auszahlt: In den Geistes- und Sozialwissenschaften wurden in der Drittmittelbilanz Spitzensummen erreicht.

Das erklärte Ziel der Universität Bamberg lautet Profilbildung: "Wer sich spezialisiert, hat in der Einwerbung von Drittmitteln bessere Chancen", weiß Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Godehard Ruppert. Seit Jahren setzt die Universität auf ein klares Profil mit vier Forschungsfeldern, in denen die Geistes- und die Sozialwissenschaften tonangebend sind.

Der aktuelle Förderatlas 2015 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt nun erneut ihre Strategie. Er gibt für die Jahre 2011 bis 2013 Auskunft über die Höhe und Verteilung von öffentlichen Fördergeldern an deutschen Hochschulen und weist deren fachliche und fördergebietsspezifischen Profile aus, die für einen inhaltlichen Kennzahlenvergleich zwischen verschiedenen Universitäten von Bedeutung sind. Für die Universität Bamberg zeigt sich hier, dass sie in der Akquirierung von Forschungsmitteln im bundesweiten Vergleich weiterhin sehr gut abschneidet.

Spitzenreiter in Sachen Bildung

So bewilligte die DFG der Universität Bamberg im Wissenschaftsbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften 11 Millionen Euro. Hohe Fördersummen in diesem Wissenschaftsbereich erreichten die Universität Bamberg dabei vor allem im Fachgebiet der Sozial- und Verhaltenswissenschaften: Mit insgesamt 8,3 Millionen Euro an Drittmitteln der DFG liegt sie im bayernweiten Vergleich nur hinter der deutlich größeren Ludwig-Maximilian-Universität in München.

Der Großteil dieser Bewilligungen geht dabei auf das Forschungsfeld Erziehungswissenschaft zurück, in dem die Universität Bamberg mit 4,7 Millionen Euro an Fördergeldern der DFG sogar landesweiter Spitzenreiter ist:

In der Erziehungswissenschaft werden (bundesweit betrachtet, Anm. d. Red.) insgesamt mit 42 Millionen Euro in drei Jahren vergleichsweise wenig DFG-Drittmittel eingeworben. Die Streuung ist zudem breit, die je Standort bewilligten Beträge belaufen sich in der Regel auf Beträge unter 2 Millionen Euro. Ein Zentrum findet sich an der Universität Bamberg (rund 5 Millionen Euro), das auch durch seine Beteiligung am deutschlandweit vernetzten Schwerpunktprogramm Kompetenzmodelle zur Erfassung individueller Lernergebnisse und zur Bilanzierung von Bildungsprozessen sowie mit der Forschergruppe Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Formation von Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter (BiKS) in größerem Umfang Mittel bei der DFG eingeworben hat. (DFG-Förderatlas, S. 125)

"Als geistes- und sozialwissenschaftlich geprägte Universität sind Fördermittel in diesen Bereichen von großer Bedeutung", unterstreicht auch Vizepräsidentin Prof. Dr. Maike Andresen das Ergebnis.

Der starke sozialwissenschaftliche Fokus zeigt sich auch in der Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) durch den Bund: Insgesamt 55,6 Millionen Euro an Drittmitteln für die Universität Bamberg bewilligte er im Fördergebiet Innovationen in der Bildung – die mit Abstand höchste Bewilligungssumme, die innerhalb eines Fördergebiets an eine Hochschule vergeben wurde.

Profilbildung jetzt auch messbar

Erstmalig wird im Förderatlas 2015 auch darauf eingegangen, wie sich die DFG-Förderprofile der Universitäten im vergangenen Jahrzehnt verhalten haben: Mithilfe des Gini-Koeffizienten, mit dem Ungleichverteilungen statistisch berechnet werden, kann die Auswertung zeigen, ob sich eine Hochschule fachlich eher konzentriert oder eher diversifiziert hat. Der Profilbildungsprozess wird hier augenscheinlich: Im Gegensatz zu den meisten Hochschulen folgt die Universität Bamberg einem fachlichen Konzentrationsprozess, dessen Schwerpunkt auf den Sozial- und Verhaltenswissenschaften sowie auf den Geisteswissenschaften liegt.

Der Aufwärtstrend wird sich auch in den folgenden Jahren fortsetzen: Waren es 2012 noch 30,94 Millionen Euro an Drittmitteln, so wurden daraus 2014 schon 32,31 Euro – allerdings müsse hierbei berücksichtigt werden, dass das 2014 eingerichtete Leibniz-Institut für Bildungsforschung (LIfBi) mit einem eigenen Etat in der Rechnung vertreten sei. Die Leistung bleibt aus der Sicht des Universitätspräsidenten bemerkenswert: "Die Universität bringt zusammen mit ihren An-Instituten Drittmittel in Höhe von über 30 Millionen nach Oberfranken!", freut sich Ruppert.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland und den Förderatlas 2015 im PDF-Format finden Sie auf den Webseiten der DFG:

www.dfg.de/sites/foerderatlas2015/index.html