Forschung

Bamberg auf der HRK-Forschungslandkarte

Die Forschungslandkarte

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat für ihre Mitgliedshochschulen eine interaktive zweisprachige Datenbank unter dem Namen Forschungslandkarte aufgebaut.

Darin können die Hochschulen in verständlicher Sprache gegenüber der internationalen Öffentlichkeit Rechenschaft über ihre institutionellen Forschungsprioritäten ablegen.

Forschungslandkarte des HRK

Die Uni Bamberg auf der Forschungslandkarte

Cluster 1: Empirische Sozialforschung, insbesondere Bildungsforschung

Ein Forschungsverbund aus Fachgebieten der Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft arbeitet insbesondere an Fragestellungen der bildungswissenschaftlichen Längsschnittforschung (Nationales Bildungspanel) und der Governanceforschung.

Im Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung Bamberg (INBIL) ist insbesondere das BMBF-Großprojekt National Educational Panel Study (NEPS) verortet. Das NEPS arbeitet im Feld der Längsschnittdatenerhebung zu Kompetenzentwicklungen,Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formellen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne. Ebenso längsschnittlich angelegt sind das DFG-Forschergruppen-Projekt Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter (BiKS) sowie das Projekt PERLE - Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern.

Im volkswirtschaftlichen Forschungsschwerpunkt existiert die Bamberg Economic Research Group on Government and Growth (BERG), die alle Lehrstühle des Fachgebiets Volkswirtschaft umfasst und auf die Rolle des Staates in modernen Wettbewerbsökonomien und im marktwirtschaftlichen Transformationsprozess fokussiert.

Ausdruck der engen Forschungskooperation ist die seit 2010 neu eingerichtete Bamberg Graduate School of Social Sciences (BAGSS).

Cluster 2: Mediävistik und Kulturgutsicherung

Mediävistische Fachgebiete und Orientalistik sowie Archäologie, Denkmalkunde, Restaurierungswissenschaften und Kunstgeschichte erforschen Sprachen und religions-, kultur- und politikwissenschaftlichen Fragen des Mittelalters sowie der Kulturräume von Osteuropa bis Zentralasien.

Im Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS) kooperieren gegenwärtig 53 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus etwa 20 mediävistischen Fachgebieten. Das Zentrum dient der fächerübergreifenden Koordination und Organisation ihrer mittelalterbezogenen Aktivitäten in Forschung, Lehre und Weiterbildung.

Die reichhaltige Forschungsaktivität des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte (IADK) umfasst Projekte unterschiedlichster Art: Ausgrabungen im In- und Ausland, denkmalkundliche und baudenkmalpflegerische Aktivitäten, restaurierungswissenschaftliche Highlights.

Beispielhaft sei auf das DFG-Projekt Öffentliche und private Architektur in Buchara in der Zusammenschau von islamischer Kunstgeschichte, Restaurierungswissenschaft und Bauforschung hingewiesen. In der für Bamberg typischen Schnittstellenforschung vernetzt es Themen der Professur für Islamische Kunstgeschichte und Archäologie mit denen der Professur für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege. Weitere  Kooperationspartner wurden in Buchara selbst, in Österreich und an der TU München gefunden. Drei der insgesamt fünf Teilprojekte sind in Bamberg verortet. Das UNESCO-Architekturschutzgebiet der Altstadt von Buchara (Usbekistan) gehört zu den bedeutendsten Ensembles historisch gewachsener Stadtstrukturen in Zentralasien. Es beherbergt eine große Zahl wichtiger Einzeldenkmäler und einzigartige, in Nutzung und Bestand historisch gewachsene Stadtviertel. Das Forschungsprojekt soll sich der  wissenschaftlichen Untersuchung des Stadtviertels Khoja Zayniddin widmen, in dem bis heute die traditionelle Struktur erhalten geblieben ist.

Cluster 3: Digitale Sozial- und Geisteswissenschaften

Disziplinen der Angewandten Informatik erforschen gemeinsam mit Fächern der Sozial- und der Geisteswissenschaften Methoden des Datenmanagements und der Datenanalyse in diesen Fächern. Komplementär werden Aspekte der Gestaltung und Governance informatischer Technologien untersucht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller vier Fakultäten sind im Bereich der digitalen Sozial- und Geisteswissenschaften aktiv. Einen Überblick über Forschungsergebnisse und -projekte gibt das univers-Themenheft Digital Humanities.

Als ein Ort für die interdisziplinär ausgerichtete Informatik-Forschung wurde 2015 das Zentrum für innovative Anwendungen der Informatik (ZIAI) geschaffen. Mehr als 20 Arbeitsgruppen aus allen Fakultäten kooperieren hier bei der Entwicklung neuer digitaler Methoden für die Forschung in den Kultur-, Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Auf informatischer Seite liegen die Forschungsschwerpunkte auf Methoden aus der Kultur- und der Medieninformatik sowie den Gebieten Mensch-Computer-Interaktion, kognitive Systeme, sensorbasierte sozio-technische Systeme und soziale Netzwerke. In den Geistes- und Kulturwissenschaften beteiligen sich u.a. Englische Sprachwissenschaft, Judaistik, Kommunikationswissenschaft, Restaurierungswissenschaften, Slavische Sprachwissenschaft. Aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Politikwissenschaft vertreten und aus den Humanwissenschaften die Allgemeine Psychologie, die Persönlichkeitspsychologie sowie die Didaktiken der Mathematik/Informatik und der Naturwissenschaften.