Geistes- und Kulturwissenschaften

Evangelische Theologie

Profil des Fachs Evangelische Theologie

Die vielfältigen Lehr- und Forschungsaktivitäten an den beiden Lehrstühlen im Fach Evangelische Theologie haben ihre gemeinsame Mitte in der Bemühung, den Öffentlichkeitsbezug der Theologie zu stärken.

Dafür kommt der im Januar 2008 gegründeten "Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie", die organisatorisch an den Lehrstuhl für Systematische Theologie angebunden ist, besondere Bedeutung zu. Als Mitglied im Global Network for Public Theology ist sie weltweit mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Lehrstühlen vernetzt.

Der Lehrstuhl für Religionspädagogik hat seinen Schwerpunkt auf international-vergleichender Bildungsforschung in historischer, empirischer und systematischer Perspektive, engagiert sich in ökumenischen Diskursen und untersucht das Schnittfeld von Religion und Bildung im Horizont der heutigen Weltgesellschaft.

Die Vertretung des Fachs mit nur zwei Lehrstühlen legt es nahe, in vielfältiger Weise mit anderen Disziplinen zu kooperieren. Das macht zugleich die Besonderheit und den Reiz aus, an der Universität Bamberg Evangelische Theologie zu studieren.

Evangelische Theologie in Bamberg ist   

  • ökumenisch ausgerichtet. Das äußert sich in der Abstimmung zwischen den evangelischen und katholischen Lehrstühlen und spiegelt sich auch in der fachdidaktischen Ausbildung wider, in der die ökumenische Lerndimension und konfessionelle Kooperationsfähigkeit eine wichtige Rolle spielen.
  • interdisziplinär vernetzt. Beide Lehrstühle sind in Lehre und Forschung in zahlreiche interdisziplinäre Projekte eingebunden. Zudem bietet der Masterstudiengang Öffentliche Theologie / Public Theology die Möglichkeit eines von vornherein interdisziplinär angelegten Studiums im Miteinander von Evangelischer Theologie, Philosophie und Politikwissenschaft.
  • interreligiös gesprächsfähig. Das Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS) der Universität Bamberg eröffnet die besondere Gelegenheit, zentrale Themen des Christentums auf die Inhalte der beiden anderen monotheistischen Religionen zu beziehen und aus dieser Begegnung mit dem Fremden wieder zum Eigenen zurückgeführt zu werden.
  • an öffentlichen Fragen und Phänomenen interessiert. Für die Systematische Theologie ergibt sich dieser Horizont aus der Frage nach der Gegenwartsbedeutung des christlichen Glaubens in einer pluralen Gesellschaft. Die Religionspädagogik trägt hierzu vor allem dadurch bei, dass sie religiöse, ethische, ökumenische und interreligiöse Bildung im Horizont der (religiösen) Globalisierung bedenkt und erforscht.
  • historisch fundiert. Dieser Schwerpunkt steht nicht im Gegensatz, sondern im Dienst einer gegenwartsorientierten religiösen Bildung, die ohne geschichtliche Selbstvergewisserung oberflächlich und blutleer bleibt.
  • praxisnah angelegt. Dafür stehen die fachdidaktischen Lehrangebote im Fach Religionspädagogik einschließlich des Praktikums ebenso wie die alljährliche Ökumenische PraktikumslehrerInnentagung. Im Fach Systematische Theologie stellt die Ausrichtung an gegenwärtig drängenden Fragen der Ethik die Praxisnähe ebenso her wie Exkursionen in Kooperation mit anderen Fächern.
  • subjektorientiert. Religiöse Erfahrung ist eine unhintergehbar je eigene. Das zeigt sich zum einen daran, dass im Zentrum der religionspädagogischen Lehre und Forschung die Kinder und Jugendlichen stehen, die mit ihren eigenen religiösen Bedürfnissen, Vorstellungen und Einstellungen zur Geltung kommen sollen. Zum anderen ist die Systematische Theologie darauf bedacht, das Wesentliche des christlichen Glaubens auch "von außen" zu formulieren, aus der Perspektive derjenigen, die diesen Glauben nicht teilen.
  • studierendenfreundlich, oder will das zumindest sein. Kurze Wege, zugewandte Lehre, niederschwellige Kommunikation, kompetente Beratung, Freude am Studieren  – das ist uns wichtig und das soll auch atmosphärisch spürbar sein.