Internationales Forschungsprojekt: Second International Study on Confirmation Work in Europe (2012-2016)

Prof. Simojoki gehört zum deutschen Team dieses von der Universität Tübingen aus koordinierten und von der EKD mitfinanzierten international-vergleichenden Forschungsprojekts. Die zweite Erhebungswelle schließt an die 2010 abgeschlossene empirische Pilotstudie zur Konfirmandenarbeit an. Dadurch wird es erstmals möglich, längerfristige Entwicklungen in der Konfirmandenarbeit einzufangen. Aber es werden auch neue Schwerpunkte gesetzt:

Weitgehend Neuland betritt die Studie dadurch, dass sie sich eine Frage zueigen macht, die vielen in der Konfirmandenarbeit Engagierten besonders auf den Nägeln brennt: Was passiert eigentlich nach der Konfirmation? Folglich werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht nur, wie in der ersten Studie, zu Beginn und am Ende ihrer Konfirmandenzeit, sondern auch ein Jahr nach Ihrer Konfirmation befragt. Wir hoffen, dadurch weiterführende Aufschlüsse über die langfristigen Effekte der Konfirmandenarbeit zu gewinnen und mehr darüber zu erfahren, ob und wie konfirmierte Jugendliche mit der Kirche in Beziehung bleiben.

Im Vergleich zur ersten wird die zweite Studie umfassender, internationaler und ökumenischer sein. Zu den sieben Ländern der ersten Erhebungswelle (Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Österreich, Schweden und die Schweiz) kommen mit Polen und Ungarn zwei osteuropäische Länder dazu. Auch das konfessionelle Spektrum hat sich erweitert. Mit einer Gesamtstichprobe von fast 30.000 Jugendlichen handelt es sich um eine der größeren Jugendstudien in Europa.

Hauptveröffentlichung:

Schweitzer, Friedrich / Niemelä, Kati / Schlag, Thomas / Simojoki, Henrik (Eds.): Youth, Religion and Confirmation Work in Europe: The Second Study, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.