Evangelische Theologie

Lst. Religionspädagogik

DFG-Forschungsprojekt: Professionalisierung des Religionslehrerberufs in Westdeutschland zwischen 1949 und 1989 (ReLPro)(2016-2019)

Was zeichnet eine professionelle Religionslehrkraft aus? In den letzten Jahren sind Fragen der Lehrerprofessionalität und der Professionalisierung der Lehrerbildung auch in der Religionspädagogik vermehrt diskutiert worden. Zu wenig wurde bisher jedoch berücksichtigt, dass der individuelle Kompetenzerwerb, also die Professionalität, in umfassendere, historisch gewachsene Prozesse kollektiver Professionalisierung eingebettet ist.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zielt darauf, den historischen Prozess der Professionalisierung des Religionslehrerberufs in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 1949 und 1989 als Voraussetzung für ein adäquates Verständnis religionspädagogischer Professionalität zu rekonstruieren. Es orientiert sich an einem Forschungsdesign, das in internationaler Zusammenarbeit (Deutschland – England) entwickelt wurde, um die Ergebnisse auch für einen zukünftigen Vergleich nutzen zu können.

Dieses Projekt wird von den religionspädagogischen Lehrstühlen der Universitäten Bamberg (Prof. Dr. Henrik Simojoki, Julia Henningsen) und Tübingen (Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Jana Mautz) kooperativ durchgeführt. Es knüpft an zwei gemeinsame DFG-Projekte „Religionspädagogik als Wissenschaft“ (1900-1930 und 1930-1975) an, die bereits Professionalisierungsfragen einschlossen. Der Projektverlauf ist eng mit einem Parallelvorhaben an den Universitäten Exeter und Worcester abgestimmt.

Zur Orientierung: Simojoki, H. /Schweitzer, F. / Parker, S.G./ Freathy, R. (2016): Die Professionalisierung des Religionslehrerberufs als Aufgabe und Gegenstand religionspädagogischer Forschung. Historische und systematische Perspektiven, in: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie 68(2), 135-152.