Dr. Meike Bianchi-Königstein

Wissenschaftliche Arbeit rund um "Textil"

Wie der sprichwörtliche rote Faden begleiten mich die Themen Mode, Kleidung und Textil durch mein Leben. Ich studierte an der Universität Bamberg im Magisterstudiengang Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft. Bereits vor und im Studium befasste ich mich intensiv mit „textilen“ Themen. Ich absolvierte Praktika bei Designern, Schneidern sowie in der Oper und schrieb meine Magisterarbeit über den Umgang mit Kleidung in Familien.

Nach meinem Studium bekam ich die Möglichkeit im Rahmen eines Volontariates im Bauernmuseum Bamberger Land, das Textildepot des Museums und der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken einzurichten. Ich sammelte Erfahrungen im Umgang mit historischen Textilien und lernte Menschen kennen, die im Bereich der Kleidungsforschung tätig sind. Ausbauen und vertiefen konnte ich meine Kenntnisse im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg, in dem ich nach meinem Volontariat für ein Jahr angestellt war. Insbesondere durch die Teilnahme an den ICOM Costume Committee Tagungen und meinem Engagement für die Website des Committees entstand ein starkes Netzwerk. Nach meinem Augsburger Jahr promovierte ich in einem Forschungsprojekt, das am Bauernmuseum Bamberger Land in Kooperation mit der Universität Bamberg stattfand und von der VolkswagenStiftung sowie der Oberfranken Stiftung Unterstützung erhielt. Meine  Dissertation schrieb ich über „Mode und Tracht im 19. Jahrhundert in Oberfranken“.

Im Anschluss an diese Zeit erhielt ich das Angebot, an einem besonderen „Experiment“  im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg mitzuarbeiten: eine partizipative Ausstellung über die Zukunft der Stadt Augsburg. Auf meinem Weg in den Beruf hatte ich das Glück, Menschen zu treffen, die meine Leidenschaft für das „Textile“ teilen und mich in der Umsetzung meiner Ideen unterstützen. Ebenso wichtig war es aber auch, Engagement und Durchhaltevermögen zu beweisen.

Ich wünsche mir für Sie, die Studierenden der Europäischen Ethnologie an der Universität Bamberg, dass auch Sie Ihren Weg in den Beruf finden – nicht in einen bloßen „Job“, sondern sich Ihrer Berufung bewusst werden und die Möglichkeit haben, ihr zu folgen.

 

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