Der Lehrstuhl für Europäische Ethnologie bietet Eintages- und Mehrtages-Exkursionen an, die Ihnen die Möglichkeit eröffnen, an Orte zu reisen, die die Kultur Europas in Geschichte und Gegenwart geprägt haben und weiter prägen bzw. museal repräsentieren.

Ziel der Exkursionen ist es, Objekte und Objektivationen aus der Alltagskultur als die eigentlichen Gegenstände unserer Wissenschaft im Original zu sehen und zu begreifen. Dabei versuchen die Dozentinnen und Dozenten, das Interesse für Kulturtechniken, Mentalitäten, strukturprägende Instanzen zu wecken, kulturgeschichtliche Kontexte zu vermitteln und Sensibilität für Überlieferungen und Zeugnisse aus der Geschichte sowie deren Rezeption in der Moderne zu entwickeln.

Grundsätzliche Informationen zu Exkursionen der Europäischen Ethnologie

Grundsätzlich gilt: Pro Exkursionstag (acht Stunden) wird 1/3 ECTS vergeben – für drei Tage bekommen Sie also 1 ECTS.

Die ab dem Wintersemester 2014/15 gültige Bachelor-Nebenfach-Studienordnung beinhaltet ein eigenes Exkursionsmodul (Aufbaumodul III) im Umfang von 5 ECTS. Hierfür sind sechs Exkursionstage vorgeschrieben. Zusätzlich sind die Veranstaltungen zu besuchen, in denen diese Exkursionen vor- und nachbereitet werden. Dabei kann es sich sowohl um ein vollständiges Seminar als auch um einzelne Blockveranstaltungen vor und / oder nach der Exkursion handeln.


Zu den Exkursionen ist nach den Vorgaben der Dozierenden gegebenenfalls ein thematisches Referat vorzubereiten und ein Protokoll anzufertigen, das bewertet wird. In der Regel bekommen Sie die Teilnahmebestätigungen als Papierscheine. Wenn Sie die insgesamt benötigten Exkursionstage komplett absolviert haben, kommen Sie mit den entsprechenden Scheinen ins Sekretariat oder zur Fachstudienberatung, wo dann die Punkte- und Noteneintragung in FlexNow vorgenommen wird.

1. Formalia

  • Dokumentenkopf: Universität, Semester, Lehrstuhl, Angaben zur Exkursion (Ziel, Thema, Datum, Leitung), Name der Verfasserin oder des Verfassers
  • ca. 3 000 Zeichen pro Tag
  • Fließtext
  • Seitenzahlen
  • ggf. Quellen- und Literaturangaben
  • ggf. Fotos einarbeiten

2. Inhalt

Die genauen inhaltlichen Anforderungen legt die Dozentin oder der Dozent fest. In der Regel sollten aus dem Exkursionsprotokoll mindestens der Ablauf der Exkursion hervorgehen sowie die wichtigsten Ergebnisse: Beschreiben Sie, wo Sie waren, mit wem Sie gesprochen haben, was Sie gesehen und was Sie erlebt und gelernt haben. Üben Sie sich dabei nicht nur im Beschreiben, sondern auch im kulturwissenschaftlichen Interpretieren, aber auch im Selektieren von Informationen.

Während der Exkursion sollten Sie sich regelmäßig Notizen machen – dies wird Ihnen später bei der Zusammenstellung des Exkursionsberichts helfen. Unter Umständen stellt der oder die Dozierende vor der Exkursion Materialien bereit, deren Lektüre Sie dann einfließen lassen sollten. Zusätzlich sollten Sie ggf. eigene Recherchen anstellen – so können Sie sich zum einen auf die Exkursion vorbereiten, zum anderen deren Inhalte anschließend vertiefen.

Exkursionen im aktuellen Semester

Beschreibung der Exkursion

  • Dauer: 1 Tag
  • Leitung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

 

 

Beschreibung der Exkursion

  • Dauer: 1 Tag
  • Leitung: Inge Weid

Beschreibung der Exkursion

  • Dauer: 1 Tag
  • Leitung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

Wissenschaftliches Symposium zur Ausstellung "Dr. Friedrich Wilhelm Singer - praktischer Arzt und Heimatforscher"

Die Anreise erfolgt selbständig und eigenverantwortlich. Bei Rückfragen wie Empfehlung zur Unterkunft bitte Rücksprache mit dem Lehrstuhl. Eine Tagungsgebühr wird nicht anfallen und je nach Teilnehmerzahl wird eine finanzielle Unterstützung oder gar eine Übernahme der Übernachtungskosten für die Studierenden durch das Projekt ‚Dr. Singer‘ möglich sein.

Das Tagungsprogramm wird rechtzeitig bekannt gegeben. Bisher haben als Referierende u.a.  die ehemalige Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Bärbel Kerkhoff-Hader und der Bezirksheimatpfleger für Oberfranken Günter Dippold zugesagt.

  • Dauer: 2 Tage
  • Leitung:

Vergangene Exkursionen

  • 26. Mai - 2. Juni 2018, Exkursion Nordostdeutschland - Erkundung einer Region (Prof. Dr. Heidrun Alzheimer)
  • 6. Juli 2018, (1 Tag) Uffenheim, Forschungsstelle für fränkische Volksmusik (Dr. Heidi Christ)
  • 14. Juli 2018, (1 Tag) Bamberg, Lebensader Fluss am Beispiel Bambergs (Dr. Inge Weid) 

Es besteht auch in diesem Semester die Möglichkeit, sich den Besuch von drei Gastvorträgen am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Universität Würzburg als eine Tagesexkursion (1/3 ECTS) anrechnen zu lassen. Dazu muss ein zweiseitiger Bericht pro Vortrag abgegeben werden und der Besuch vor Ort von einem Lehrstuhlvertreter bestätigt werden. Bitte fragen Sie am Bamberger Lehrstuhl nach dem entsprechenden Formular!

Zur Wahl stehen folgende Vorträge:
Drei Vorträge, die in Frau Prof. Fenskes Vorlesung „Materielle Kultur“ als offene Termine angeboten werden.

  • 23. Mai 2018: Lioba Keller‐Drescher (Tübingen) Das Versprechen der Dinge
  • 30. Mai 2018: Herbert May (Bad Windsheim) Bauernhäuser, bemalte Möbel, Dreschmaschine – Materielle Kultur im Freilichtmuseum
  • 6. Juni 2018: Karen Ellwanger (Oldenburg) KleidKörperBilder
    (Die Vorlesung "Materielle Kultur" findet immer mittwochs, von 14‐16 Uhr statt. Raum: Hörsaal 5, Philosophisches Institut, Am Hubland, Würzburg)

Drei Vorträge aus der Reihe „Plurale Literaritäten“, die im Rahmen des Forschungskolloquiums angeboten werden.

  • 7. Mai 2018: Kultur als Schule: Zur Relationalität von Bildungs‐ und Kulturkonzept bei John Dewey: Silvy Chakkalakal (Berlin)
  • 4. Juni 2018: Lesen und lesen lassen. Von der primären zur sekundären Oralität: Alfred Messerli (Zürich)
  • 18. Juni 2018: Im Gespräch: Dieter Wrobel (Würzburg)
  • 25. Juni 2018: Mit der Hand: Sinnlich‐körperliche Dimensionen der Literalität: Regina Bendix (Göttingen)
    (Die Vorträge zum Thema „Plurale Literaritäten“ finden im Übungsraum 9 (am 18. Juni 2018 im Übungsraum 23), Philosophisches Institut, Am Hubland, Würzburg statt. Beginn 18.00 Uhr c.t.)

  • 24. November 2017, (1 Tag) Ansbach zur Tagung: Festtagsschmaus und Einheitsbrei - Ernährung in Franken von der Antike bis zur Gegenwart (Kirsten Hendricks, M.A.)
  • 11. Januar 2018, (1 Tag) Museumslandschaft: Schweinfurt, Georg-Schäfer-Museum, Sachs-Ausstellung und Deutsches Bunkermuseum (Prof. Dr. Heidrun Alzheimer)
  • 21. Januar 2018, (1 Tag) Spielzeugmuseen: Neustadt bei Coburg und Sonneberg (Prof. Dr. Heidrun Alzheimer)
  • 1. Februar 2018, (1 Tag) Kitzingen, Deutsches Fastnachtmuseum (Janina Jackermeier, M.A.)