Kongresse und Tagungen

Aktuelle Termine

Digital  |  13. - 16. Mai 2021

Themenschwerpunkte:

  • Sex. und Geschlecht/Identität
  • Sex. und Moral/Ethik
  • Sex. und Pathologie/Gesundheit
  • Sex. und Arbeit
  • Sex. und Institutionen/Politik
  • Sex. und Technologie
  • Sex. und Ästhetik

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Regensburg  |  neuer Termin: 4.–7. April 2022

"Kultur und Zeit sind untrennbar verbunden. Kultur verändert sich innerhalb der Zeit und strukturiert zugleich Vorstellungen von Temporalität. Die Speicherung und Weitergabe von Wissen über lange Zeiträume hinweg organisieren kulturelle Handlungen, Identitäten und deren Transformationen. Diese Praktiken ermöglichen überhaupt erst Positionierungen des Menschen gegenüber der Welt, der Vergangenheit und der Zukunft, gegenüber kulturellen Prozessen und gesellschaftlichen Konventionen. Die Zeitlichkeit von Kultur ist eine grundsätzliche Prämisse empirisch-ethnografischer und historisch ausgerichteter kulturwissenschaftlicher Forschung.

Zeit ist aus Sicht einer empirischen Kulturwissenschaft eine grundsätzliche kulturelle Ordnungsleistung und – anders als in anderen Disziplinen – keine präexistente, der Kultur vorgängige physikalische Größe.

Temporalität fundiert die Auffassung von Kultur als prinzipiell geschichtlichem Phänomen. Zeitliches Handeln und Wissen sind immer raum- und sozialspezifisch. Die Wahrnehmung und Bedeutung von Zeit in Alltagskulturen unterliegt somit ständigem Wandel und soziokulturellen, politischen, räumlichen, ökonomischen oder biografischen Differenzierungen. Kontinuitäten, aber auch Konflikte zwischen divergierenden Zeitpraxen formieren in komplexer Wechselwirkung mit raumbezogenen und sozialen Kategorien individuelle und kollektive Identitäten. Zeitkulturen verleihen Gesellschaften ihren Rhythmus: Erinnerungspolitiken und Zukunftspraxen, Altersvorstellungen und Ereignisse des Lebenslaufs, die unterschiedlichen Tempi gegenwärtiger Arbeits-, Wirtschafts-, Konsum- und Freizeitwelten. Nicht zuletzt haben zeitliche Taktungen auch eine ökonomische Dimension der Wertschöpfung, sowohl in der Arbeitszeit wie in der Freizeit.

Aktuell illustrieren verschiedene Entwicklungen, welche hohe Bedeutung einerseits Retrotopien und Revisionen des Vergangenen, andererseits auch Utopien, Nachhaltigkeitsvisionen und zukunftsgerichtetes Handeln besitzen. Klimawandel, reaktionäre politische Systeme oder „Heritage-Boom“: Zahlreiche globale Konflikte des Anthropozäns entfalten sich entlang gegenläufiger kultureller Bewertungen von Kontinuität und Wandel, von Tradition und Moderne, von Fortschrittseuphorie und Zukunftsangst, von zyklischen und linearen Zeitmodellen, von Vergänglichkeit und Verlust. Die großen Individualisierungsschübe des 20. und 21. Jahrhunderts und die neoliberale Transformation sozialer Systeme und Arbeitswelten haben dabei zu einer Pluralisierung zeitlicher Ordnungen, historischer Erinnerungskulturen, Zukunftspraxen und etablierter Zeitregime geführt.

Das Interesse an Zeitlichkeit, der Gewordenheit und dem Werden gegenwärtiger Alltagswelten ist ein zentraler Ausgangspunkt von Forschung im Kontext Europäischer Ethnologie. So formierte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur eine erste ethnografische Epistemologie in der Auseinandersetzung mit der Zeitlichkeit von kulturellen Phänomenen – hier in erster Linie Kontinuitäten und Traditionen –, sondern auch ein breites öffentliches Bewusstsein für die wachsende Bedeutung von Zeitregimen in der entstehenden industriellen Welt. Nicht zuletzt aufgrund jenes fachspezifischen Interesses an Traditionen und Transformationen, verfügt die Empirische Kulturwissenschaft / Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie als historisch fundierte und gegenwartsorientierte Disziplin über besondere theoretische und methodische Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit zeitlichen Ordnungssystemen, die etwa Thesen vom „Fall des Zeitregimes der Moderne“ (Ass-mann 2013) empirisch reflektieren kann.

Zeitvorstellungen und -wahrnehmungen sind zugleich von langer Dauer und hochgradig dynamisch, teilweise universell und doch immer lokalisiert. Die Perspektive „Zeit“ eröffnet Blicke auf Phänomene von Verdichtung, Be- und Entschleunigung sowie Resonanzen und Dissonanzen in makro- und mikrosozialen Kontexten. Die Durchdringung individueller und kollektiver Lebenswelten durch Rhythmisierungen und Wertzuschreibungen bildet hier einen Fokus. Zeit als kulturelle Ordnungsleistung bleibt dabei nicht lediglich eine immaterielle Größe, sondern manifestiert sich vielfältig auch in der Materialität von Kultur. Die Entwicklung von Kalendarien und Uhren etwa verweist dabei ebenso auf naturräumliches Erfahrungswissen (Klimaperioden, Vegetationszyklen, Mondphasen). Über die Etablierung von Mess- und Vergleichstechniken entwickeln Zeitregime in ihrer kulturellen Dinghaftigkeit vermehrt Macht als Taktgeber globaler Welten. Zeitmessungen und -kontrollen sind wichtige Kulturtechniken im Alltag. Jüngere digitale Regime entchronologisieren aktuell viele dieser traditionellen Muster und etablieren neue (A-)Synchronizitäten zum Beispiel von Arbeit und Freizeit, dem Lokalen und dem Globalen.

Moden und Trends bieten alltägliche Rhythmen und biografische Orientierungen, indem sie Kulturen der Unterhaltung und des Vergnügens, der Körperlichkeit, aber auch der Kleidung und Ernährung strukturieren. Der „Zeitgeist“ misst kulturellen Phänomenen aus geschichtlich-sozialen Kontexten heraus Wertigkeit und Bedeutung zu und steht dabei selbst beständig im Mittelpunkt der Frage eines „guten“ oder „zeitgemäßen“ Lebens – etwa auch dann, wenn es um Fragen der Beschleunigung und der gefühlten zeitlichen Verdichtung unserer Alltage geht, um Freizeit und Muße oder der Vorstellung von „Zeitverschwendung“. So besteht zwischen der Fremd- und Selbstbestimmtheit zeitlicher Regime eine breite Kluft, die historische und gegenwärtige Identitäten grundsätzlich formiert, besonders in Bereichen wie den Arbeits- und Freizeitkulturen mit ihren Formen und Formaten der Selbstorganisation und Selbstoptimierung, aber auch im Alltag wie in Mahlzeitensystemen und im Konsum.

Zeitliches Handeln findet in der Gegenwart statt, richtet sich aber – etwa in Festen und Ritualen – oft auf Vergangenheit oder Zukunft und impliziert so Planen und Hoffen ebenso wie Erinnern und Vergessen. Der politische und religiöse Rekurs auf Geschichte etabliert Vergangenheiten, die zeitlich in die Gegenwart hineinragen und diese fundamental prägen und in Wert setzen – nicht zuletzt auch über die Materialität von Kultur, etwa in Retro-, Vintage- oder Sammelpraktiken. Die Konjunktur von Cultural Heritage fällt ebenso unter diese aktiven Zeitpraxen wie die auf eine lebenswerte Zukunft gerichteten Proteste der „Fridays for Future“-Bewegung oder Praktiken der Nachhaltigkeit, etwa im Bereich der Ernährung und der Landwirtschaft. Gerade das Bewusstsein der Eigenzeit von Ressourcen und Narrative der Vergänglichkeit und Endlichkeit bilden einen basso ostinato gesellschaftlicher Debatten zum Anthropozän, der globale Produktions- und Konsumkulturen an-gesichts einer fragilen Zukunft grundsätzlich infrage stellt.

Als machtvolle kulturelle Ordnungskategorie steht Zeit also im Mittelpunkt konkurrierender Wissens- und Werteordnungen und ist damit selbst ein Gegenstand kulturwissenschaftlicher Wissens-produktion.  Vor allem die scheinbar unendlichen Möglichkeiten digitaler Wissensspeicher leiteten in den letzten Jahrzehnten einen Paradigmenwechsel in der Sichtbarkeit von Vergangenem ein. Vor allem kulturhistorische Museen stehen vor dem Hintergrund dieser zunehmenden Synchronizitäten historischer Repräsentationen, Utopien und Dystopien inmitten einer wachsenden politischen und nationalkulturellen Aneignung von Geschichte vor gewaltigen Herausforderungen. Zeitlichkeit als strukturgebende Bedingung wird dabei in den Museen anhand des Sammelns und Kuratierens, des Erzählens und Erinnerns, aber auch im Kontext von Public History und Citizen Science deutlich, darüber hinaus fordert sie auf der Ebene methodologischer Diskussionen und im Forschungsprzess eine fortwährende Auseinandersetzung ein.

 

Aus aktuellem Anlass

In Krisenzeiten brechen unbekannte und unvorhersehbare Entwicklungen etablierte und vertraute Strukturen auf; Alltagsroutinen, Sicherungssysteme und materielle Existenzbedingungen verlieren ihre Basis; politische, ökonomische und soziokulturelle Systeme formieren sich neu. Auch zeitliche Ordnungen verschieben sich massiv, wie sich in der aktuellen CORONA-Krise zeigt: Zeit wird – je nach Lebenszusammenhängen – be- oder entgrenzt, persönliche und gesellschaftliche Planungen verlieren ihre Verbindlichkeit oder erhalten nun besondere Dringlichkeit, Bezüge zwischen Zeit und Raum müssen neu definiert werden, neue (Un-)gleichzeitigkeiten entstehen und bestehende werden verschärft. Soziale Beziehungen lösen sich teilweise von nahräumlichen Bezügen und sind verstärkt an Wissen über und Verfügbarkeit von technischen Geräten gebunden. Die Folgen von Beschränkungen auf der einen und Freiräumen auf der anderen Seite sind ebenso Verlust von Vertrauem und Verlässlichkeit wie verstärkte Hoffnungen auf eine Zukunft mit solidarischen Vergemeinschaftungsprozes-sen. Dystopische und utopische Vorstellungen überlagern sich und illustrieren die Widersprüchlichkeit und Offenheit der gegenwärtigen Herausforderung.
Eine kulturwissenschaftliche, theoretisch informierte Auseinandersetzung mit Zeit und der Zeitlichkeit von Kultur scheint gerade angesichts der globalen Pandemie mit den politischen, sozialen, ökonomischen Verwerfungen dringlicher denn je." (aus dem Call for Papers)

Regensburg |  24.–26. September 2021

"Die 123. Jahrestagung der Görres-Gesellschaft, die vom 25. bis zum 27. September 2020 in Regensburg stattfinden wird, steht nach Beschluss des Vorstands sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Sektionen unter dem Rahmenthema „Toleranz? Herausforderungen und Gefahren“. Die Jahrestagung reflektiert damit das Spannungsfeld zwischen der Verpflichtung zu Toleranz als einer unhintergehbaren zivilisatorischen Errungenschaft, auch wenn diese zu leisten beträchtliche Herausforderungen mit sich bringt, und den Grenzen der Toleranz, die dort zu finden sind, wo das gesellschaftliche Grundverständnis –etwa die Grundlageneiner freiheitlichen Gesellschaft – in Frage gestellt werden.

Diesen Zwiespalt gilt es bei der Jahrestagung der Görres-Gesellschaft im Jahre 2020 in seinen unterschiedlichsten Dimensionen auszuloten und dabei auch die vielfältigen Formen des Umgangs mit Toleranz in ihrer gesamten historischen sowie kulturellen Breite zu reflektieren. Wie in den Vorjahren wurde mit der Wahl des Rahmenthemas eine gesellschaftlich virulente Debatten aufgegriffen, das die Möglichkeit bietet, ein in der Gegenwart zwar vielleicht besonders drängendes, aber eigentlich historisch wie geographisch geradezu universelles Thema mit den interdisziplinären Ansätzen zu bearbeiten, die kennzeichnend für die Görres-Gesellschaft sind.

In offenen und zugleich ausdifferenzierten Gesellschaften, in der zahlreiche Ethnien, Religionen, politische Überzeugungen und verschiedenste individuelle Lebensstile vor einer Vielzahl kultureller Hintergründe ihren Platz beanspruchen, ist die Frage, wie tolerant die Menschen miteinander umgehen, von zentraler Bedeutung. In der Vergangenheit haben sich Fragen des toleranten Miteinanders in vielen Gesellschaften mit unterschiedlicher Dringlichkeit gestellt, insbesondere dort, wo es zu einem intensiven Kontakt unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen kam. Gesellschaftliche Aushandlungs-, aber auch Selbstbehauptungsprozesse haben ihren Niederschlag in politischen oder wirtschaftlichen (Neu-)Ordnungen ebenso wie in synkretistischen Welt- und Glaubensvorstellungen oder in den ästhetischen Formen der gesellschaftlichen Selbstvergewisserung gefunden. Auf die Gegenwart bezogen, haben sich im Zeichen der Globalisierung in den vergangenen Jahren indes viele Gemeinwesen in einem Maße verändert, wie dies wohl kaum zuvor der Fall war. Dies stellt immense Anforderungen an die Gesellschaften weltweit und an die Menschen, die in diesen Gesellschaften zusammenleben. Auf Europa und Deutschland bezogen,stellt sich etwa im Hinblick auf die aus dem arabischen Raum und aus Afrika nach Deutschland Geflüchteten die Frage nach dem Umgang mit Menschen, die oftmals eine gänzlich andere Sozialisation, Religion und Kultur mitbringen.

Im Sinne der oben angesprochenen differenzierten Gesellschaft gilt der Primat der Toleranz anderen Religionen, Kulturen etc. gegenüber. Es gilt jedoch in gleichem Maße, das Selbstverständnis, auf dem etwa unsere westliche Kultur gründet, zu bewahren und weiterzuentwickeln, und sie in kulturelle Aushandlungsprozesse einzubringen. Toleranz wird in diesem Kontext nicht nur als Herausforderung zu sehen sein; es wird in zunehmendem Maße auch deutlich, dass Toleranz ihre Grenzen dort erfährt, wo die offene und tolerante Gesellschaft selbst gefährdet ist." (aus dem Expose)

Vergangene Tagungen

EKWKAEEVKWDGV MMXXI Welche Gegenwart – welche Zukunft? Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Tübingen

25. bis 27. März 2021 via Zoom

Bei der diesjährigen Hochschultagung sollen folgende drei Themen schwerpunktmäßig im Vordergrund stehen:

  1. Entwicklungen in der Forschung vor dem Hintergrund von Inter- und Transdisziplinarität; Drittmittelfinanzierung, Großforschung und Exzellenz; Vernetzung mit außeruniversitären und internationalen Partnern; Umgang mit Daten und Quellen
     
  2. Entwicklungen in der Lehre vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Einführung neuer Studiengänge; dem Rückgang von Studierenzahlen und der Sichtbarkeit des Faches für nachkommende Generationen; Reflexion der Lehre in der Selektion von Inhalten und Didaktik zwischen kritischer Wissensvermittlung, Politisierung und Berufsausbildung
     
  3. Entwicklung des Fachs in einer sich rasant verändernden Hochschullandschaft; Selbst- und Fremdwahrnehmung

Der Zoom-Link zur Tagungsteilnahme wird an alle angemeldeten Personen versandt. Es wird kein Tagungsbeitrag erhoben.
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Ausrichter

Institut für Empirische Kulturwissenschaft
der Universität Tübingen
Burgsteige 11 (Schloss)
72070 Tübingen

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für Volkskunde e.V. (dgv)
c/o Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft
Deutschhausstr. 3
35037 Marburg

Hamburg (Universität) | 7.–10. Oktober 2019

"Globale Dynamiken und grundlegende Transformationsprozesse verändern gegenwärtige europäische Gesellschaften. Es sind vielfältige Einflusskräfte am Werk, die teils eigenen Logiken folgend, teils interdependent und verflochten zur Dynamisierung beitragen: Migration, Armut und soziale Ungleichheit, Bedeutungsverlust von Nationalstaaten (jedoch auch das Entstehen neuer Nationalismen), Technologie-entwicklung, kapitalistische Wirtschaftsweisen mit ihren permanenten Innovations-zwängen, Klimawandel, Biodiversitätsrückgang.

Für die Erforschung dieser Dynamiken bringt die Europäische Ethnologie / Empirische Kulturwissenschaft / Kulturanthropologie / Volkskunde mit ihren historischen und gegenwartsbezogenen Zugangsweisen und aufgrund ihrer spezifischen Forschungs-perspektiven besondere Expertise mit.

Das umfangreiche Programm des 42. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde möchte sich vom 7. bis 10. Oktober 2019 in Hamburg diesen und vielen weiteren Herausforderungen des Themas in ca. einhundert Plenar­, Sektions­ und Panelveranstaltungen widmen. Darüber hinaus werden Pre­Conference­Workshops, zahlreiche Kommissionstreffen und weitere Rahmenveranstaltungen und ­aktivitäten angeboten."
>>> Weitere Infos zu Programm und Aufzeichnungen finden Sie auf der Website zur Tagung.

Marburg | 20. - 23. September 2017

"Wirtschaften gehört zu den zentralen Themen empirisch forschender Kulturwissenschaften. Sowohl in historischer Perspektive als auch hinsichtlich gegenwärtiger Verhältnisse lassen sich vielfältige Fragen adressieren: Neben Praktiken der Existenzsicherung, des Verwaltens und sparsamen Haushaltens, des Ordnens und Kalkulierens, des Handelns und Tauschens sind Praktiken des Gebens, Schenkens und Teilens, des Wünschens und der Suche nach dem ‚guten Leben‘ zu bedenken.

Wirtschaftliches Agieren spannt sich von global strukturierten Prozessen über Nischen- und Milieu-Ökonomien bis zu ganz individuellen und privaten Praktiken. Es ist immer ein Entscheidungshandeln auf der Grundlage vorhandener Ressourcen und unter spezifischen gesellschaftlichen Verhältnissen.

Wirtschaftliches Handeln befriedigt jedoch nicht nur grundlegende Bedürfnisse, trägt zur Sicherung sozialer Systeme bei oder kreiert Innovationen. Es bewegt sich zwischen der Schaffung von Wohlstand und der Ausbeutung von Menschen und Natur, es ist in Machtverhältnisse eingebunden, in denen Exklusion und Distinktion stattfindet, es ist krisenanfällig und kann scheitern – es zeigt stets eine Janusköpfigkeit funktionaler und dysfunktionaler Elemente."

>>> >>> Weitere Informationen finden Sie auf der Kongresswebsite: www.wirtschaften-kongress.de