Berlin 28.-30.11.2014

Die 3-Tages-Exkursion nach Berlin fand vom 28.11.-30.11.2014 unter der Leitung von Katharina Scheffner statt. Zentrales Thema war der 1. Weltkrieg in seinen alltagskulturellen Betrachtungen.

Die Sonderausstellung „Der 1.Weltkrieg“ des Deutschen Historischen Museum vermittelte zum Einstieg einen lebensnahen und biographischen Einblick in den Alltag und die Lebensrealitäten der Menschen im 1.Weltkrieg. Die Führung thematisierte  anhand von Objekten und Installationen den Alltag der Frontsoldaten sowie die Erfahrungen und das Erleben des Alltags von Frauen und Kindern.

Im Museum für Europäische Kulturen näherten sich die Ausstellungen „Der gefühlte Krieg“ und „Phonographische Klänge photographische Momente. Ton und Bilddokumente aus den deutschen Kriegsgefangenenlagern des 1. Weltkriegs“ dem Thema auf verschiedenen sinnlichen Ebenen. Den Zugang zum Thema 1. Weltkrieg vermittelten sie über Gefühle einerseits und das akustische Erleben und Mithören von Liedern und gesungenen Erzählungen andererseits.

Der anschließende Besuch des Museums für Europäische Kulturen und des „Markt der Kontinente“ richtete den Blick weg von der direkten Betrachtung des 1.Weltkrieges zu anderen Alltagsdarstellungen, wobei das Gesehene in verschiedenen Zusammenhängen wieder miteinander verknüpft und verhandelt wurde.

Auf einer ausschließlich visuellen Ebene führte dann die Sonderausstellung „Fotografie im 1. Weltkrieg“ im Museum für Fotografie an das Thema 1. Weltkrieg heran. Die aus Privatsammlungen,  Pressearchiven und weiteren Beständen stammende Vielfalt an Fotografien erlaubte es, die Dokumente der Zeitgeschichte auf sich wirken zu lassen und zu reflektieren. Die Ausstellung beleuchtete nicht nur das auf den Fotografien Gezeigte an sich, sondern dokumentierte auch den Umgang mit ihr und ihre oft instrumentalisierte Sinngebung.

Ihren Abschluss fand die Exkursion in der Kunstbibliothek. Die Sonderausstellung „Krieg und Kleider. Modegrafik zur Zeit des 1.Weltkriegs“ führte auf einer ebenfalls visuellen Ebene das in den vorgehenden Ausstellungen erworbene Wissen zusammen, indem sie anhand des sich Kleidens im 1.Weltkrieg Ideologien, praktisches Alltagsdenken und situative Umgangsformen thematisierte und aufzeigte.

Das sagen die Exkursionsteilnehmer*innen über die Exkursion:

„Von den Ausstellungen hat mir persönlich die Ausstellung über den I. Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum und die Ausstellung im Museum für Fotografie: „Fotografie im 1. Weltkrieg“ am besten gefallen. Erstere hatte natürlich auch eine sehr gelungene Führung zum Vorteil. Außerdem hat man einfach gemerkt, dass die Aussteller ein sehr durchdachtes Konzept erarbeitet hatten. Der Aufbau war schlüssig; man musste auch nicht jeden Text einzeln lesen, um die Hintergründe zu verstehen. Ich fand auch die Aufteilung in verschiedene Räume gut.“

„Besonders gut gefallen hat mir, dass wir nach den Führungen die Möglichkeit hatten selbstständig durch die Ausstellung zu laufen, da man sich so das ein oder andere genauer anschauen konnte.“

„Auch, dass wir ohne Arbeitsaufträge die Ausstellungen erkunden konnten, empfand ich als sehr angenehm, so konnte man sich auf die Objekte und Aspekte konzentrieren, die einen wirklich interessiert haben. So kamen auch interessante Diskussionen zustande.“

„Die Ausstellung "Krieg und Kleidung" wäre mit einer Führung wahrscheinlich wesentlich interessanter gewesen, so war es zwar nicht uninteressant, allerdings habe ich nicht so viel mitgenommen.“

„Leider waren wir oft durchgefroren, sodass man teilweise die Ausstellungen nicht ganz so gut genießen konnte. Die Museen waren auch oft sehr kalt. Wiederum gut fand ich, dass wir nach den Ausstellungen über dieselben gesprochen haben. Ich denke das hat vor allem uns Bachelor-Studenten geholfen.“

Sandra Müller, Dezember 2014