8. Workshop - AG CAA Germany, Heidelberg 2017

Poster: Eingrenzung der Ursprungsgegend archäologischen Materials durch statistische und visuelle Korrelation von Isoscapes

Till F. Sonnemann, Jason Laffoon, Termeh Shafie:

Datensätzen von regional unterschiedlicher Isotopenzusammensetzung bieten neue Chancen die mögliche Herkunft von archäologischen Fundstücken räumlich einzugrenzen. Das geht deshalb, weil diese Isoscapes für jedes Element verschieden sind, mit unterschiedlich starker Abhängigkeit von z. B. dem Klima, dem geologischen Untergrund, der Entfernung zu Wasser, der Höhe über dem Meeresspiegel, und dem Breitengrad haben. Mit der Korrelation zweier verschiedener Isoscapes lässt sich die Ursprungsgegend von potentiell nicht lokalem Material noch besser eingrenzen. Ursprünglich in der Ökologie angewandt, um Vogelmigration durch die Messung von Isotope Feder besser zu verstehen, wurden zwei Ansätze angewandt um mehr standardisierte und quantitative Ansätze auch in der Archäologie zu testen. Das einfachere, ausschließende Verfahren vergleicht die Werte der Messungen mit verschiedenen Isoscapes, und blendet alle Bereiche, in dem eine der Isotopenmessungen nicht innerhalb des Fehlerbereichs liegt, aus. Der zweite Ansatz gebraucht die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion mit ein oder zwei Variablen um die Herkunft als Wahrscheinlichkeit darzustellen. Erste Untersuchungen wurden aus Ergebnissen von 87Sr/86Sr- und δ18O-Proben durchgeführt, die aus dem Schmelz der harten, mineralisierten Zahnoberfläche moderner und archäologischer Zähne gewonnen wurden. Die Tests zeigen sowohl ihr Potenzial als auch ihre Grenzen. Der duale und geplante Multi-Isotopen-Ansatz in Verbindung mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Isoscape bietet neue Möglichkeiten, archäologische Proben aus der Geoprovenienz besser zu analysieren.