Staatsgrenzen im Dreiländereck Tschechien-Bayern-Sachsen

Professur für Historische Geographie erhält Zuschlag für internationales akademisches Projekt

Die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur und die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde fördern grenzüberschreitendes Seminar

Die Professur für Historische Geographie konnte sich erfolgreich für ein internationales und interdisziplinäres akademisches Projekt bei der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur bewerben. Im Kontext des Kooperationsprojekts an der Schnittstelle von Historischer Geographie und Politikwissenschaften findet im November 2018 mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ein grenzüberschreitendes Seminar statt, bei dem zehn Studierende der Universität Bamberg und zehn Studierende der tschechischen Universitäten in Ústí nad Labem, Prag und Pardubice zusammenkommen, um in einem interdisziplinären Kontext drei Tage intensiv über die deutsch-tschechischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart zu arbeiten.

Dazu werden neben Vorträgen der Bamberger Historischen Geographen Prof. Dr. Andreas Dix und Patrick Reitinger M.A. der Politikwissenschaftler und Soziologe Dr. Lukáš Novotný (Universität Ústí nad Labem), der Historiker Prof. Dr. Thomas Wünsch (Universität Passau), der Bohemist und Kulturwissenschaflter Prof. Dr. Marek Nekula (Universität Regensburg) und die Ethnologin und Historikerin Dr. Sandra Kreisslová (Česká zemědělská univerzita v Praze) sprechen. Zudem findet eine gemeinsame Exkursion mit den deutschen und tschechischen Studierenden zum Thema "Translokalität - Raum, Politik und Erinnerung" ins Grenzdreieck Tschechien-Bayern-Sachsen statt. Abgerundet wird das Programm durch einen öffentlichen Abendvortrag der Ethnologin Dr. Marketa Spiritova (LMU München), der zusätzlich durch Mittel der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde unterstützt wird. 

Das Projekt ist ein weiterer Baustein in der schon länger bestehenden Kooperation zwischen Patrick Reitinger M.A. und Dr. Lukáš Novotný, die in ihren Arbeiten Historische Geographie, Politische Geographie und Politikwissenschaften zusammenbringen. Damit ordnet sich das Projekt in den Forschungsschwerpunkt der Professur für Historische Geographie zum östlichen Mitteleuropa und zur Tschechischen Republik ein.

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