Karriereverläufe von Informatikerinnen und Informatikern nach der Familiengründungsphase

Ergebnisse des Projekts „Alumnae Tracking“ zu hinderlichen und förderlichen Bedingungen beim beruflichen  Wiedereinstieg aus Sicht der Befragten und aus unternehmerischer Perspektive.

Es referieren Anja Gärtig-Daugs (Dr. rer. pol.) und Silvia Förtsch (M.Sc. Empirische Bildungsforschung).

Datum: 28.4.2015, 10 Uhr

Ort: Staatsinstitut für Familienforschung, an der Universität Bamberg (ifb), Heinrichsdamm 4

Abstract:
Das Projekt Alumnae Tracking betrachtet Lebens- und Karrierewege von Studierenden und Ehemaligen der Fakultät Wirtschafts- und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Ziel des Projektes ist es, Aufschlüsse darüber zu erhalten, inwiefern und warum die Karrierewege von Männern und Frauen im Bereich Informatik unterschiedlich verlaufen und ob die gesteckten Ziele vom Studium bis ins Arbeitsleben erreicht werden können. Neben objektiven Kriterien wie Studiengang, Abschlussnote, familiärer Status, Personalverantwortung und Einkommen wurden subjektive Kriterien zur Lebenszufriedenheit und Work-Life-Balance erhoben und das Rollenverständnis der Befragten berücksichtigt.
Zusätzlich zur Studierenden und Ehemaligenbefragung wurden 30 Unternehmen unterschiedlicher Betriebsgröße in die Untersuchung einbezogen und zur Arbeitsplatzgestaltung, zu Karriereentwicklungsprogrammen sowie zu Maßnahmen, die zu einer gute Work-Life-Balance beitragen sollen, befragt. Auf diese Weise sollen Erkenntnisse über die Arbeitsbedingungen im Informatikbereich gewonnen werden und ein Abgleich erfolgen, inwieweit diese mit den Wünschen und Erfordernissen aus der Perspektive der Studierenden und Ehemaligen übereinstimmen.
Im Vortrag werden Ergebnisse aus der Befragung der Absolventinnen und Absolventen sowie der Unternehmen vorgestellt. Der Fokus richtet sich hierbei auf die Lebens- und Arbeitsziele, die erreichte berufliche Position und die weiteren Karrierepläne der Befragten, die bereits Kinder haben. Es wird auf förderliche und hinderliche Faktoren beim Wiedereinstieg nach der Familienphase eingegangen. Insbesondere wird aufgezeigt, inwieweit sich die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im Informatikbereich erfolgreich gestalten lässt, bzw. welche Probleme, angesichts der für den Informatikbereich charakteristischen Projektarbeit, auftreten. Es werden Best-Practice-Beispiele der befragten Unternehmen vorgestellt, die den Wiedereinstieg erleichtern und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Verfolgung ihrer individuellen Karrierepläne unterstützen.