Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung

TEW-CCA Projekt

Chancen und Barrieren beim Übergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt: Eine vergleichende Jugendstudie in Aserbaidschan, Georgien und Tadschikistan

Laufzeit:1. Juli 2015- 30. Juni 2018

Finanzierung: VolkswagenStiftung; Förderinitiative "Zwischen Europa und Orient – Mittelasien/Kaukasus im Fokus der Wissenschaft", Ausschreibung „Institutioneller Wandel und soziale Praxis. Forschungen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Mittelasien und im Kaukasus“

Finanzierungsvolumen: 402.000 Euro

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Gebel

Kooperationspartner:

  • Tair Faradov (International Centre for Social Research ICSR, Azerbaijan)
  • Rajab Sattarov (ICSR and Baku State University, Azerbaijan)
  • Irina Badurashvili (Georgian Centre of Population Research GCPR, Georgia)
  • Giorgi Meladze (I.Javakhishvili Tbilisi State University, Georgia)
  • Subhon Ashurov (Technological University of Tajikistan, Dushanbe, Tajikistan)
  • Saodat Olimova (SHARQ Research Center, Tajikistan)

Projektmitarbeiter an der Universität Bamberg:

Kurzbeschreibung: In diesem interdisziplinären Forschungsprojekt wird eine vergleichende Länderstudie zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt in Aserbaidschan, Georgien und Tadschikistan in Zeiten zunehmender Unsicherheit durchgeführt. Ausgehend von einem mikro-makro-theoretischen Modell werden die Chancen und Barrieren analysiert, mit denen Jugendliche bei ihrem Übergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt in unterschiedlichen kulturellen, ökonomischen und institutionellen Kontexten konfrontiert sind. In einem Mixed-Method Ansatz werden insbesondere Primärdaten in Form dreier quantitativer Jugendbefragungen (N=2.000 Personen pro Land) und ergänzenden qualitativen Tiefeninterviews in einem vergleichenden Studiendesign in Aserbaidschan, Georgien und Tadschikistan erhoben. Hierbei stellt der explizite Fokus auf die Dynamik der Übergangsprozesse von Jugendlichen in Lebensverlaufperspektive die zentrale Innovation des Projekts dar. Die objektiven und subjektiven Bedingungen der Situation von Jugendlichen werden in einer mehrdimensionalen Perspektive betrachtet, um eine umfassende Bewertung der Situation von Jugendlichen zu erreichen und um das Wechselspiel von objektiven Lebensbedingungen und subjektiven Identitäten von Jugendlichen zu verstehen. Es wird analysiert, inwieweit die institutionelle Struktur des Bildungssystems, Institutionen auf dem Arbeitsmarkt und die damit verbundenen Segmentation und wohlfahrtsstaatliche Institutionen und Familien-/Geschlechterregime eine erfolgreiche Integration in adäquate Beschäftigungsverhältnisse behindern oder fördern. Durch die vergleichende Analyse sollen Best-Practise Beispiele und Empfehlungen für institutionelle Reformen und Politikmaßnahmen herausgearbeitet werden, die speziell zu einer Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Jugendlichen beitragen und damit die sozioökonomische Lage von Jugendlichen im allgemeinen in der Region des Südkaukasus und Zentralasiens verbessern. 

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