Vorindustrielle Zeit

Der zeitliche Fokus auf die Geschichte der Vorindustriellen Zeit (GVIZ) geht mit einem besonderen Interesse für die Erforschung der Strukturen und Praktiken des vorindustriellen Wirtschaftens einher, das durch ein charakteristisches Spannungsfeld von ‚modernen‘ Ideen und ‚vormodernen‘ Mitteln geprägt wurde.

Ein breites Methodenspektrum – von der Ökonometrie bis zu den Kulturwissenschaften – kennzeichnet die Erforschung der vorindustriellen Zeit als Epoche der globalen Ausbreitung marktwirtschaftlicher Beziehungen und befördert die digitale Aufbereitung und Veröffentlichung bedeutender Quellenbestände.

Die klassischen Bevölkerungs-, Lohn-, Preis- und Einkommensserien werden durch eine wachsende Zahl an Datenbanken, Nachschlagewerken und Quellenveröffentlichungen zum internationalen Handel und Transport in der vorindustriellen Zeit ergänzt.

Die Auseinandersetzung mit neuen bzw. neu aufbereiteten seriellen Quellen für die GVIZ fordert dabei zu grundsätzlichen methodischen Überlegungen über die ‚Toolbox‘ der Forschenden auf, was sowohl den technischen und methodischen Herausforderungen großer und komplexer historischer Datenbanken als auch den Anforderungen handlungsorientierter Forschungsstrategien geschuldet ist.