Inklusion in der universitären Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Die zunehmende Heterogenität von Schülerinnen und Schülern und der Anspruch einer inklusiven Bildung, für alle den bestmöglichen Bildungserfolg unabhängig von ihren Ausgangsbedingungen zu ermöglichen, stellt hohe Anforderungen an die Qualität von Unterricht und Schule sowie an die Kompetenzen von Lehrkräften. Damit kommt der universitären Ausbildung von angehenden Lehrkräften als erster Baustein im Professionalisierungsprozess eine besondere Bedeutung zu.

An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wird der Umgang mit Heterogenität seit mehreren Jahren in Lehre und Forschung bearbeitet. Darüber hinaus widmet sich das Referat Inklusion am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung schwerpunktmäßig und gezielt dem Thema der inklusiven Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

So wird zum einen das das universitäre Konzept für die pädagogische Qualifikation durch ein Erweiterungsstudium nach § 117 LPO I (Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern) von Dr. Angela Anderka erarbeitet. Mit dem Erweiterungsstudium können Studierende aller Lehrämter Kompetenzen erwerben, um sich in besonderem Maße auf das heterogene Schulfeld und verschiedene inklusive Settings vorzubereiten.

Zum anderen erfolgt durch Erika Fischer eine querschnittsbezogene Aufbereitung des Themas für Lehramtsstudierende aller Schularten. Innerhalb der verpflichtenden Lehrveranstaltungen ihrer Fächer wird besonders auf die heterogenitätssensible fachdidaktische Umsetzung geachtet. In spezifischen Seminaren werden didaktische und förderdiagnostischen Ansatzpunkte zum Umgang mit Heterogenität gelehrt. In Verbindung mit Hospitationen an Förderschulen und Schulen mit Schulprofil Inklusion werden verstärkt Theorie- und Praxisverbindungen geschaffen.