Inklusion in der universitären Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Die zunehmende Heterogenität von Schülerinnen und Schülern und der Anspruch einer inklusiven Bildung, für alle den bestmöglichen Bildungserfolg unabhängig von ihren Ausgangsbedingungen zu ermöglichen, stellen hohe Anforderungen an die Qualität von Unterricht und Schule sowie an die Kompetenzen von Lehrkräften. Damit kommt der universitären Ausbildung von angehenden Lehrkräften als erster Baustein im Professionalisierungsprozess eine besondere Bedeutung zu.

An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wird der Umgang mit Heterogenität seit mehreren Jahren in Lehre und Forschung bearbeitet. Darüber hinaus widmet sich das Referat Inklusion am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung schwerpunktmäßig und gezielt dem Thema der inklusiven Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Inklusion im Lehramtsstudium

Für Lehramtsstudierende aller Schularten wird das Thema querschnittsbezogen durch Erika Fischer (abgeordnete Lehrkraft) aufbereitet. In spezifischen Seminaren werden didaktische und förderdiagnostischen Ansatzpunkte zum Umgang mit Heterogenität gelehrt. In Verbindung mit Hospitationen an Förderschulen und Schulen mit Schulprofil Inklusion werden verstärkt Theorie- und Praxisverbindungen geschaffen. In weiteren Lehrveranstaltungen wird über gezielte Kooperationen besonders auf die heterogenitätssensible fachdidaktische Umsetzung geachtet.

Erweiterungsstudium "Individuelle Förderung"

An der Universität Bamberg wird es in Zukunft für Lehramtsstudierende aller Schularten die Möglichkeit geben, sich in einem Erweiterungsstudium nach § 117 LPO I vertieft mit dem Thema der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern auseinanderzusetzen und sich in besonderem Maße auf das heterogene Schulfeld und verschiedene inklusive Settings vorzubereiten. Das universitäre Konzept hierfür wird von Dr. Angela Anderka erarbeitet.