DSG-Team mit zwei Beiträgen auf der 5th IEEE International Conference on Service-Oriented Computing and Applications

 

Taipei, Taiwan: Die alljährliche IEEE Konferenz SOCA richtet sich an Forschergruppen, die sich mit den Disziplinen Services Computing und Cloud Computing beschäftigen. Vom 17.12.2012 bis zum 19.12.2012 war die Arbeitsgruppe für verteilte Systeme dort mit zwei Beiträgen vertreten.

 

Der erste Beitrag „BPEL Conformance in Open Source Engines“ von Simon Harrer, Jörg Lenhard und Guido Wirtz thematisiert ein System zum automatisierten Testen der Standardkonformanz von Ausführungsumgebungen, auch Engines genannnt, für die Sprache BPEL und präsentiert Ergebnisse einer Untersuchung von einer Reihe quelloffener Engines. Das System selbst, betsy (BPEL Engine Test System), ist ebenfalls Open Source und wird von den Mitarbeitern des Lehrstuhls aktiv weiterentwickelt. BPEL hat im Bereich der dienstorientierten Systeme einen hohen Stellenwert und bereits vor der Konferenz kam es zum Austausch mit den Entwicklern der betreffenden Engines. Auch auf der Konferenz stießen die Ergebnisse auf ein breites Interesse. Mit betsy konnten in allen Engines Fehler aufgedeckt und ein umfassendes Bild über den Implementierungsstand des Standards geliefert werden, was Implikationen für verschiedene, auf BPEL aufbauende Ansätze mit sich bringt. Teilweise wurden die Ergebnisse bereits zur Verbesserung der Engines genutzt.

Paper: BPEL Conformance in Open Source Engines

Source: betsy Projekt

 

 

Der zweite Beitrag „Bridging the Heterogeneity of Orchestrations – A Petri Net-based Integration of BPEL and Windows Workflow” von Stefan Kolb, Jörg Lenhard und Guido Wirtz ist im Wesentlichen aus den Ergebnissen der Masterarbeit von Stefan Kolb entstanden, die von Jörg Lenhard betreut wurde. Der Beitrag behandelt einen Bottom-up Entwicklungsansatz zur Integration prozessorientierter Anwendungen. Dabei wird für bestehende und zu integrierende Anwendungen ein Adapterprozess synthetisiert, der etwaige Inkompatibilitäten zwischen den Anwendungen überbrückt. Da der Synthesealgorithmus auf einer Petri Netz-Variante basiert, ist eine Transformation der Anwendungen in diesen Formalismus nötig, worin auch der Schwerpunkt des Beitrags liegt. Eine Transformation für die Sprache Windows Workflow, Teil des .NET Frameworks von Microsoft, wird vorgestellt und in Kombination mit einer bestehenden Transformation für die Sprache BPEL an einem Standardprozess aus der Prozessbibliothek der Universal Business Language evaluiert. Ein quelloffener Compilerprototyp für diese Transformation ist ebenfalls verfügbar.

Paper: Bridging the Heterogeneity of Orchestrations

Source: WF2oWN Projekt