InKoNa – Interkulturelle Kompetenzen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus Bayern und Tschechien

Die wissenschaftliche Kooperation in internationalen Forscherteams ist oft von einer Fülle interkultureller Probleme beeinflusst, die den Betroffenen nicht immer bewusst sind. Denn innerhalb einer Kultur existieren spezifische Arten des Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handeln, die von der Mehrzahl der Mitglieder dieser bestimmten Kultur für sich und andere als normal, typisch und verbindlich angesehen werden. Eigenes und fremdes Verhalten wird aufgrund dieser Orientierungsmaßstäbe, die als Kulturstandards bezeichnet werden können, gesteuert, reguliert und beurteilt. Ausgehend von diesen verschiedenen Kulturstandards denken und verhalten sich Menschen unterschiedlicher Kulturen also in vielen Lebensbereichen anders.

Dadurch ergeben sich bereits für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die kulturübergreifend tätig sind, besondere Herausforderungen für ihre Forschung. Das Projekt geht konkret der Frage nach, welche kulturellen Faktoren Einfluss nehmen auf die Forschungstätigkeit von Promovierenden aus Bayern und Tschechien, die sich mit der Kultur des jeweiligen anderen Landes beschäftigen, inwiefern sie sich ihrer bewusst sind und wie sie diese mithilfe interkultureller Kompetenzen bewältigen. Besondere Berücksichtigung soll dabei die Klärung kulturspezifischer Vorstellungen von Wissenschaft finden.

Das Ziel dieses Projekts besteht somit in der Sensibilisierung für kulturelle Einflussfaktoren sowie der Analyse von interkulturellen Kompetenzen im wissenschaftlichen Kontext. Die Ergebnisse erhalten insofern praktische Relevanz, als sie als konkrete Ansatzpunkte für die Gestaltung zukünftiger Workshops und Schulungen in diesem Bereich genutzt werden können.

Geplant sind Interviews im Rahmen von Forschungsaufenthalten in Bayern und Tschechien sowie ein gemeinsamer Workshop in Bamberg für die interviewten bayerischen und tschechischen Promovierenden zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen“.

Das Projekt wird von Magdalena Burger, M.A. unter Anleitung von Prof. Dr. Jörg Wolstein in Kooperation mit doc. PhDr. Ota Konrád, Ph.D. und Mgr. Šárka Navrátilová (Lehrstuhl für Deutsche und Österreichische Studien, Karls-Universität Prag) durchgeführt und von der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur gefördert.

Bei Interesse an einer Teilnahme oder für weitere Informationen kontaktieren Sie Magdalena Burger: magdalena.burger(at)stud.uni-bamberg.de