Prüfungen und Leistungsnachweise im Diplom-Studiengang

Die Prüfungen während des Studiums

Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme von Lehrveranstaltungen erfolgt durch Leistungsnachweise genannt „Scheine“. Der „Schein“-Erwerb setzt neben regelmäßiger Seminarteilnahme eine mindestens mit „ausreichend“ bewertete Klausur oder eine Leistung in Form von Referat und Hausarbeit voraus.

Die Diplomvorprüfung

Bei der Meldung zur Diplomvorprüfung müssen ferner Bestätigungen über die Ableistung von zwei vierwöchigen Praktika vorgelegt werden. Die Meldung zur Diplomvorprüfung soll in der Regel im vierten Semester erfolgen. Die Diplomvorprüfung muss spätestens am Ende des fünften Semesters abgelegt worden sein, andernfalls gilt sie als erstmals nicht bestanden.

 

Die Diplomvorprüfung, oftmals auch nur "Vordiplom" genannt, schließt bei Bestehen das Grundstudium ab und findet statt in den Fächern
Pädagogik und
Psychologie oder Soziologie

Die Diplomprüfung

Bei der Meldung zur Diplomprüfung müssen mindestens je zwei Leistungsnachweise vorgelegt werden in:
Erziehungswissenschaft I
Erziehungswissenschaft II
Wahlpflichtfach (sofern in der Wahlpflichtfachprüfungsordnung für das gewählte Fach keine andere Regelung getroffen ist)
Psychologie oder Teilprüfungsleistungen in Soziologie wie in § 10 Abs. 2 Nr. 1WPO geregelt.

Ferner ist ein sechswöchiges zur gewählten Studienrichtung gehöriges Praktikum nachzuweisen.

Als pädagogisch relevante Praktika für die Vorprüfung und die Diplom­prüfung gelten:

a) Praktika in der Elementarerziehung, z. B. in öffentlichen und privaten Kindergärten, Vorschuleinrichtungen, Kinderhorten und -heimen.

b) Praktika in der Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Familien- sowie Ge­sundheitshilfe (inkl. einschlägiger Ämter).

c) Praktika in Jugend- und Erwachsenenbildung, z. B. an Volkshoch­schulen, Erziehungsberatungsstellen, bei staatlich anerkannten freien Trägerverbänden, in Jugendzentren, -institutionen und -akademien.

d) Praktika im Bereich der Resozialisierung und Rehabilitation (z. B. Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe, Suchthilfe, Betreuungsstellen).

e) Praktika in Spezialbereichen der Organisation und Verwaltung, z. B. in der Schulorganisation oder in der Verwaltung von freien Wohl­fahrtsverbänden.

f)  Sonderpädagogische Praktika (z. B.: heilpädagogische Einrichtungen, kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe).

g) Psychologische Praktika in Arbeitsämtern, an den psychologischen Instituten und Beratungsstellen der Hochschulen.

h)     Schulpraktika, z. B. das Schulpraktikum, das für die II. Lehramtsprü­fung absolviert worden ist; ein zweites Schulpraktikum, das auf einer anderen Stufe als das erste Schulpraktikum zu absolvieren ist.

Die Diplomprüfung selbst besteht aus:

1. der Diplomarbeit,

2. einer vierstündigen Klausur und einer mündlichen Prüfung von etwa 30 Minuten in der gewählten Studienrichtung (Erziehungswissen­schaft II) und einer mündlichen Prüfung von etwa 45 Minuten im Wahlpflichtfach (falls die WPO keine andere Regelung für das ge­wählte Fach festschreibt) dieser Studienrichtung,

3. einer vierstündigen Klausur und einer mündlichen Prüfung von etwa 30 Minuten in Psychologie oder in Soziologie Teilprüfungsleistun­gen, wie sie in § 10 Abs. 2 Nr. 1 der WPO geregelt sind,

4. einer mündlichen Prüfung von etwa 45 Minuten in Erziehungswissen­schaft I.

Die Diplomprüfung muss spätestens bis zum Ende des 13. Semesters abgeschlossen sein, andernfalls gilt sie als erstmals nicht bestanden.